
Feuer vernichtet 70.000 Paar Schuhe in ehemaligem Bata-Lagerhaus im tschechischen Zlín
Ein Brand in einem historischen Lagerhaus in Zlín, Tschechien, zerstörte 70.000 Paar Schuhe der Marke Vasky und verursachte einen Schaden von geschätzten 7 Millionen Dollar. Es wurden keine Verletzten gemeldet.
Der Brand
Am 9. Juli 2026 brach im neunten Stock eines zehnstöckigen Lagerhauses in Zlín ein Feuer aus, das sich rasch im Gebäude ausbreitete. Das als Gebäude 34 bekannte Bauwerk diente der tschechischen Sportschuhfirma Vasky als Lager. Die Feuerwehr rief die höchste Alarmstufe aus, und rund 300 Einsatzkräfte mit 75 Fahrzeugen und zwei Hubschraubern bekämpften die Flammen. Dicker schwarzer Rauch bedeckte das Gebiet, weshalb die Behörden einen großen Sperrkreis errichteten und die Anwohner aufforderten, bei geschlossenen Fenstern in den Häusern zu bleiben.
Einsturz des Gebäudes
Während des Brandes stürzte ein Teil des Gebäudes ein; Videoaufnahmen zeigen, wie ein großer Abschnitt innerhalb von Sekunden zusammenbricht. Das Lager war zu diesem Zeitpunkt leer, und es wurden keine Verletzten gemeldet. Das Feuer war am Nachmittag noch nicht unter Kontrolle, und das Gebäude stürzte weiter ein. Die Brandursache ist noch unbekannt.
Reaktion des Unternehmens
Vasky-Gründer Václav Staněk schätzte den Wert der zerstörten Schuhe und Kleidung auf etwa sieben Millionen Dollar (6,1 Millionen Euro).
Wir haben fast alles verloren und stehen vor der schwersten Prüfung in der Geschichte von Vasky. Es tut weh.
Staněk gründete Vasky im Jahr 2016, um die Schuhmachertradition in Zlín, einer Stadt mit tief verwurzelter Schuhgeschichte, fortzuführen. Er sagte, das Unternehmen, das auch in der benachbarten Slowakei Schuhe produziert, werde die Produktion trotz des Verlustes fortsetzen.
Wir haben verloren, was wir gemacht haben, nicht den Grund, warum wir es tun. Wir haben immer noch die Menschen, das Know-how und den Willen, von vorne zu beginnen.
Historischer Hintergrund
Das Lagerhaus befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Bata-Schuhimperiums. Tomáš Baťa gründete seine Werkstatt 1894 in Zlín und baute sie zu einem globalen Unternehmen aus. Nach seinem Tod 1932 übernahm sein Halbbruder Jan Antonín Baťa, floh 1939 vor der Nazi-Besatzung und gründete später ein florierendes Unternehmen in Brasilien. Die Zlíner Fabrik wurde nach der kommunistischen Machtübernahme 1948 verstaatlicht und in Svit umbenannt; sie schloss nach der Samtenen Revolution 1989. Die Räumlichkeiten wurden später renoviert, um regionale Regierungsbehörden und ein Museum zu beherbergen.
- Tomáš Baťa gründet eine Schuhwerkstatt in Zlín.
- Tomáš Baťa stirbt; Halbbruder Jan Antonín Baťa übernimmt das Geschäft.
- Jan Antonín Baťa flieht aus dem von Nazi-Deutschland besetzten Tschechien und lässt sich später in Brasilien nieder.
- Fabrik von der kommunistischen Regierung verstaatlicht und in Svit umbenannt.
- Samtene Revolution; die Fabrik schließt später.
- Václav Staněk gründet Vasky, um die Schuhmachertradition von Zlín fortzuführen.
- Feuer zerstört das Lagerhaus und vernichtet 70.000 Paar Vasky-Schuhe.
Nachwirkungen
Der Brand zerstörte etwa 70.000 Paar Schuhe, die Schadensschätzung beläuft sich auf 150 Millionen Tschechische Kronen (etwa 6 Millionen Euro). Die Feuerwehr setzte ihre Einsätze bis in den Abend fort, und die Behörden ermitteln die Ursache. Staněks Erklärung signalisierte Entschlossenheit zum Wiederaufbau, gestützt auf die Belegschaft und das Know-how des Unternehmens.


