
Giorgio Bracardi, Schöpfer von Scarpantibus und Stimme von Alto Gradimento, ist mit 93 Jahren gestorben
Der italienische Musiker und Komiker Giorgio Bracardi ist im Alter von 93 Jahren gestorben, wie seine Familie am Montag, dem 12. Oktober 2026, mitteilte. Seit einem Oberschenkelhalsbruch im Frühjahr hatte er in einem Pflegeheim in Fiano Romano gelebt.
Tod und Hintergrund
Giorgio Bracardi, Musiker, Sänger und Komödiant, ist im Alter von 93 Jahren gestorben, wie seine Familie am Montag, dem 12. Oktober 2026, mitteilte. Die meisten Berichte geben an, er habe sich seit einem Oberschenkelhalsbruch im Frühjahr in einem Pflegeheim in Fiano Romano befunden, während ein Bericht die Einrichtung als Krankenhaus beschreibt. Bracardi wurde am 3. Mai 1933 in Rom geboren und wuchs in einem musikbegeisterten Elternhaus auf.
Familie und frühe Karriere
Seine Mutter Edvige war Sopranistin, sein Vater Glauco Tenor, und alle fünf Kinder wurden musikalisch ausgebildet. Sein Vater war einer der ersten Leiter des Salone Margherita in Rom. Bracardi wurde als Pianist ausgebildet und tourte laut Fanpage als Begleiter für Maurice Chevalier und José Feliciano. In den 1960er Jahren schrieb er für RCA und nahm als Autor am Festival di Sanremo teil. Sein Bruder Franco Bracardi war ebenfalls Musiker und Schauspieler.
Alto Gradimento und seine Figuren
1970 holten ihn Renzo Arbore und Gianni Boncompagni zu Alto Gradimento, einer Radiosendung, die bis dahin nur schwer in Gang gekommen war. Die Sendung wurde von Arbore, Boncompagni und Mario Marenco konzipiert, und Bracardi schuf dort eine Galerie skurriler Stimmen, darunter Scarpantibus, den „uccellaccio del Nicaragua“, und den nörgelnden Reporter Max Vinella. Weitere Figuren waren Oberst Buttiglione, der faschistische Funktionär Ermanno Catenacci, der Rai-Arzt Marsala, der Apotheker Onorato Spadone und die arabische Figur Malik Maluk. Ein Bericht nennt für die Sendung eine Laufzeit von 1970 bis 1976, während Bracardi selbst sich erinnerte, sie sei elf Jahre lang sieben Tage die Woche auf Sendung gewesen. Rückblickend auf die Sendung sagte er:
Es war etwas Unwiederholbares.
Fernseharbeit
1979 wechselte Bracardi zum Fernsehen, als er in Nanni Loys Sonntagssendung Tutti insieme compatibilmente auf Raidue als monarchistischer Professor Aurelio Marcellini auftrat. Der Satz der Figur „Chettefrega? Chettefrega?“ wurde zum geflügelten Wort. 1984 trat er mit seinen Figuren in Pranzo in TV auf, moderiert von Luciano Rispoli auf Rai Uno, und 1985 arbeitete er erneut mit Arbore an Quelli della notte. 1987 wirkte er in Pronto, chi gioca? auf Rai Uno als Fausto Rossi mit, einer von Enrica Bonaccorti und Giancarlo Magalli moderierten Sendung. Ab dem 9. Januar 1989 moderierte und spielte er in Chiappala chiappala auf Rai 2. 1995 stieß er als Lucio Smentisco, ein fiktiver Sprecher von Silvio Berlusconi, zu Striscia la notizia, und 2001 gehörte er zur Besetzung von Marco Giustis Stracult auf Rai 2. Außerdem lieh er Cattivik in einer 2008 von Mediaset ausgestrahlten Zeichentrickserie seine Stimme.
- Radiosendung Alto Gradimento mit Arbore und Boncompagni
- Tritt in Tutti insieme compatibilmente auf Raidue als Professor Marcellini auf
- Arbeitet mit Renzo Arbore an Quelli della notte
- Tritt in Pronto, chi gioca? auf Rai Uno auf
- Beginnt die Moderation von Chiappala chiappala auf Rai 2
- Stößt als Lucio Smentisco zu Striscia la notizia
- Wirkt bei Stracult auf Rai 2 mit
- Spricht Cattivik in einer Mediaset-Zeichentrickserie


