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Philippe Sands erhält Friedenspreis für Völkerrecht und Menschenrechte

Der französisch-britische Menschenrechtsanwalt und Autor Philippe Sands erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026. Die Auszeichnung würdigt seinen Einsatz für die Verteidigung von Opfern von Gräueltaten und die Entwicklung des Konzepts des „Ökozids“.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Frankfurter Allgemeine, Deutsche Welle, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Harald Krichel / WikiPortraits, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 2023Veröffentlicht 'The Last Colony' über die Chagos-Inseln.
  2. 2025Großbritannien unterzeichnet Abkommen zur Rückgabe von Chagos an Mauritius.
  3. 11.10.Erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in Frankfurt.

Philippe Sands, der französisch-britische Völkerrechtsexperte und Autor, erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels gab die Entscheidung am 25. Juni bekannt und würdigte sein beharrliches Eintreten für Gerechtigkeit, Frieden und die Verteidigung des Völkerrechts. Sands, Professor am University College London und Gastprofessor an der Harvard Law School, hat vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag plädiert und Staaten sowie Opfer in einigen der umstrittensten Fälle der letzten Jahrzehnte vertreten.

Eine Karriere im Völkerrecht

Sands hat Fälle zu Völkermord, Besatzung und Umweltzerstörung übernommen. Er vertrat Mauritius in dessen Bestreben, die Souveränität über den Chagos-Archipel zurückzuerlangen, von wo das Vereinigte Königreich 1967 die gesamte Bevölkerung deportierte und das Gebiet an die USA für einen Militärstützpunkt verpachtete. 2019 entschied der Internationale Gerichtshof, dass das Vereinigte Königreich seine Besatzung beenden müsse, doch Großbritannien weigerte sich zunächst. Erst 2025 wurde ein Rückgabeabkommen unterzeichnet.

„Einen Fall darzulegen bedeutet, eine Geschichte zu erzählen.“

Philippe Sands, französisch-britischer Menschenrechtsanwalt und Autor

Sands deckte auch Folterpläne in Guantanamo Bay auf, unterstützte Georgien in seinem Konflikt mit Russland und plädierte im Namen Palästinas zur Rechtmäßigkeit der israelischen Besatzung. Derzeit leitet er gemeinsam das Anwaltsteam für Gambia in einem Völkermordverfahren gegen Myanmar wegen der Verfolgung der Rohingya-Minderheit. Anfang der 2020er Jahre half er bei der Formulierung des Straftatbestands des „Ökozids“ – der großflächigen Zerstörung von Ökosystemen – und setzt sich für dessen Übernahme durch den Internationalen Strafgerichtshof ein.

Literarische Sachbücher

Seit 2016 hat Sands eine Reihe literarischer Sachbücher veröffentlicht, die Memoiren, Geschichte und Rechtsanalyse verbinden. Sein Durchbruch „East West Street“ (auf Deutsch als „Rückkehr nach Lemberg“ erschienen) zeichnet die Ursprünge der Rechtsbegriffe „Völkermord“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ anhand der Geschichte seiner eigenen jüdischen Familie in Lwiw während des Holocaust nach. „The Last Colony“ (2023) dokumentiert den jahrzehntelangen Kampf der Chagos-Insulaner um Gerechtigkeit, während „The Vanished of Londres 38“ den Prozess gegen den chilenischen Diktator Augusto Pinochet mit der verborgenen Geschichte eines NS-Offiziers in Patagonien verknüpft. Die Jury lobte seine „erzählerische Brillanz“ und „historische Tiefe“.

Der Preis

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ist mit 25.000 Euro dotiert und wird am 11. Oktober 2026 in der Frankfurter Paulskirche überreicht. Die Jury unter Vorsitz von Sebastian Guggolz bezeichnete Sands als „eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen unserer Zeit“ und wies darauf hin, wie seine eigene Familiengeschichte die mühsam errungenen Prinzipien des modernen Völkerrechts veranschaulicht.

„Sands zeigt anhand seiner eigenen Familiengeschichte, wie dieses Recht entstanden ist und welche Erfahrungen hinter den Begriffen 'Völkermord' und 'Verbrechen gegen die Menschlichkeit' stehen.“

Sebastian Guggolz, Vorsitzender des Stiftungsrates des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels

Der seit 1950 verliehene Preis würdigt Persönlichkeiten aus Literatur, Wissenschaft und Kunst, die zum Frieden beitragen. Die diesjährige Wahl unterstreicht die Rolle der Rechtswissenschaft und des Geschichtenerzählens bei der Konfrontation mit Ungerechtigkeit.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

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