Kunst & Bücher · Frankfurt und London
Philippe Sands erhält Friedenspreis für Völkerrecht und Menschenrechte
Der französisch-britische Menschenrechtsanwalt und Autor Philippe Sands erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026. Die Auszeichnung würdigt seinen Einsatz für die Verteidigung von Opfern von Gräueltaten und die Entwicklung des Konzepts des „Ökozids“.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Frankfurter Allgemeine, Deutsche Welle, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Philippe Sands erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026 für sein Engagement für Menschenrechte und die Verteidigung des Völkerrechts.
Sands hat die rechtliche Definition von 'Ökozid' als internationales Verbrechen mitformuliert und setzt sich für dessen Übernahme durch den Internationalen Strafgerichtshof ein.
Vertrat Mauritius im Chagos-Archipel-Streit (IGH-Urteil 2019, Rückgabeabkommen mit Großbritannien 2025) und Gambia im Völkermordverfahren gegen Myanmar.
Seit 2016 hat Sands Bücher veröffentlicht, die persönliche Familiengeschichte mit Völkerrecht verbinden, darunter 'Rückkehr nach Lemberg' und 'The Last Colony'.

- 2023Veröffentlicht 'The Last Colony' über die Chagos-Inseln.
- 2025Großbritannien unterzeichnet Abkommen zur Rückgabe von Chagos an Mauritius.
- 11.10.Erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in Frankfurt.
Philippe Sands, der französisch-britische Völkerrechtsexperte und Autor, erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels gab die Entscheidung am 25. Juni bekannt und würdigte sein beharrliches Eintreten für Gerechtigkeit, Frieden und die Verteidigung des Völkerrechts. Sands, Professor am University College London und Gastprofessor an der Harvard Law School, hat vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag plädiert und Staaten sowie Opfer in einigen der umstrittensten Fälle der letzten Jahrzehnte vertreten.
Eine Karriere im Völkerrecht
Sands hat Fälle zu Völkermord, Besatzung und Umweltzerstörung übernommen. Er vertrat Mauritius in dessen Bestreben, die Souveränität über den Chagos-Archipel zurückzuerlangen, von wo das Vereinigte Königreich 1967 die gesamte Bevölkerung deportierte und das Gebiet an die USA für einen Militärstützpunkt verpachtete. 2019 entschied der Internationale Gerichtshof, dass das Vereinigte Königreich seine Besatzung beenden müsse, doch Großbritannien weigerte sich zunächst. Erst 2025 wurde ein Rückgabeabkommen unterzeichnet.
„Einen Fall darzulegen bedeutet, eine Geschichte zu erzählen.“
Sands deckte auch Folterpläne in Guantanamo Bay auf, unterstützte Georgien in seinem Konflikt mit Russland und plädierte im Namen Palästinas zur Rechtmäßigkeit der israelischen Besatzung. Derzeit leitet er gemeinsam das Anwaltsteam für Gambia in einem Völkermordverfahren gegen Myanmar wegen der Verfolgung der Rohingya-Minderheit. Anfang der 2020er Jahre half er bei der Formulierung des Straftatbestands des „Ökozids“ – der großflächigen Zerstörung von Ökosystemen – und setzt sich für dessen Übernahme durch den Internationalen Strafgerichtshof ein.
Literarische Sachbücher
Seit 2016 hat Sands eine Reihe literarischer Sachbücher veröffentlicht, die Memoiren, Geschichte und Rechtsanalyse verbinden. Sein Durchbruch „East West Street“ (auf Deutsch als „Rückkehr nach Lemberg“ erschienen) zeichnet die Ursprünge der Rechtsbegriffe „Völkermord“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ anhand der Geschichte seiner eigenen jüdischen Familie in Lwiw während des Holocaust nach. „The Last Colony“ (2023) dokumentiert den jahrzehntelangen Kampf der Chagos-Insulaner um Gerechtigkeit, während „The Vanished of Londres 38“ den Prozess gegen den chilenischen Diktator Augusto Pinochet mit der verborgenen Geschichte eines NS-Offiziers in Patagonien verknüpft. Die Jury lobte seine „erzählerische Brillanz“ und „historische Tiefe“.
Der Preis
Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ist mit 25.000 Euro dotiert und wird am 11. Oktober 2026 in der Frankfurter Paulskirche überreicht. Die Jury unter Vorsitz von Sebastian Guggolz bezeichnete Sands als „eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen unserer Zeit“ und wies darauf hin, wie seine eigene Familiengeschichte die mühsam errungenen Prinzipien des modernen Völkerrechts veranschaulicht.
„Sands zeigt anhand seiner eigenen Familiengeschichte, wie dieses Recht entstanden ist und welche Erfahrungen hinter den Begriffen 'Völkermord' und 'Verbrechen gegen die Menschlichkeit' stehen.“
Der seit 1950 verliehene Preis würdigt Persönlichkeiten aus Literatur, Wissenschaft und Kunst, die zum Frieden beitragen. Die diesjährige Wahl unterstreicht die Rolle der Rechtswissenschaft und des Geschichtenerzählens bei der Konfrontation mit Ungerechtigkeit.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Frankfurter AllgemeinePhilippe Sands erhält Friedenspreis: Ein Kämpfer für das Völkerrecht
- Deutsche WelleKämpfer für Menschenrechte: Friedenspreis für Philippe Sands
- Der TagesspiegelPhilippe Sands erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026: Im Zentrum der Gerechtigkeit
- tagesschau.deFranzösisch-britischer Jurist Philippe Sands erhält Friedenspreis
- Philippe Sands
- französisch-britischer Menschenrechtsanwalt und Autor, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2026
- Sebastian Guggolz
- Vorsitzender des Stiftungsrates des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels
- Augusto Pinochet
- ehemaliger Diktator Chiles, Gegenstand eines in London geführten Prozesses, der in Sands' Buch untersucht wird
- Orte
- Den Haag
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