
Banco Sabadell-Aktien steigen um 4 % – Halbjahresgewinn bei 971 Mio. € und Rückkauf angekündigt
Der spanische Kreditinstitut meldete einen leichten Rückgang des Nettogewinns im ersten Halbjahr 2026, doch die vierteljährlichen Umsatztrends drehten ins Positive und ein neues Aktienrückkaufprogramm wurde vorgestellt.
## Halbjahreszahlen Die Banco Sabadell erzielte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 einen Nettogewinn von 971 Mio. €, ein marginaler Rückgang von 0,5 % gegenüber den 975,9 Mio. € im gleichen Zeitraum 2025. Die Zahl enthält einen viermonatigen Beitrag der TSB, der britischen Retailbank, die am 1. Mai an die Banco Santander verkauft wurde, sowie mehrere außerordentliche Posten. Ohne TSB und alle Einmaleffekte betrug der wiederkehrende Gewinn 691 Mio. €, ein Rückgang von 14,1 % im Jahresvergleich. Die Bank betonte jedoch, dass die wiederkehrenden Erträge im zweiten Quartal die Kurve gekriegt hätten und im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres um 8,4 % gestiegen seien.
TSB-Verkauf und außerordentliche Auswirkungen
Die Veräußerung der TSB erbrachte einen Netto-Kapitalgewinn von 322 Mio. € nach Steuern. Dem gegenüber stand ein freiwilliges Frühpensionsprogramm in Spanien mit Kosten von 88 Mio. €, das bereits vollständig umgesetzt ist und dauerhafte Effizienzsteigerungen bringen soll. Die Nettobilanz aller außerordentlichen Posten belief sich auf positive 201 Mio. €. Der eigene Beitrag der TSB zum Konzerngewinn betrug 79 Mio. € für die vier Monate, in denen sie noch im Konzern war, gegenüber 171 Mio. € im ersten Halbjahr 2025. Im Mai schüttete Sabadell aus dem Verkaufserlös eine außerordentliche Bardividende von 0,50 € pro Aktie an die Aktionäre aus.
Quartalsweise Umsatzerholung
Die gesamten Bankerträge – Nettozinserträge plus Gebühren – erreichten im Halbjahr 2.417 Mio. €, 1,7 % unter dem Vorjahresniveau. Das zweite Quartal zeigte jedoch eine klare Trendwende: Die Erträge stiegen auf 1.230 Mio. €, ein sequenzieller Anstieg von 3,6 %. Die Nettozinserträge stiegen im Quartalsvergleich um 3,4 % auf 902 Mio. €, gestützt durch wachsende Kreditvolumina, während die Gebühreneinnahmen um 4 % auf 328 Mio. € zulegten. In den gesamten sechs Monaten lagen die Nettozinserträge bei 1.774 Mio. € (minus 2 % im Jahresvergleich) und die Gebühren bei 643 Mio. € (minus 0,9 %).
- Q1 2026
- 872 Mio. €
- Q2 2026
- 902 Mio. €
- Q1 2026
- 315 Mio. €
- Q2 2026
- 328 Mio. €
CEO Marc Armengol sagte, die Ergebnisse „bestätigten die Stärke“ des eigenständigen Projekts der Bank und dass die Erträge „steigen und in den kommenden Quartalen dank der starken Dynamik der Geschäftstätigkeit noch weiter steigen werden“.
Die Ergebnisse bestätigen die Stärke des Projekts. Die Erträge steigen und werden in den kommenden Quartalen dank der starken Dynamik der Geschäftstätigkeit noch weiter steigen.
Kapitalherabsetzung und neuer Rückkauf
Gleichzeitig schloss Sabadell eine Kapitalherabsetzung durch die Einziehung von 119,8 Millionen eigenen Aktien mit einem Nennwert von je 0,125 € ab, was 2,45 % des Grundkapitals entspricht. Zudem kündigte sie ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 331 Mio. € an, das rund 2,1 % des Kapitals entspricht und in der nächsten Woche starten soll. Die Aktie reagierte positiv und legte im frühen Handel an der Madrider Börse um 4,02 % auf 3,39 € zu, womit sie zu den stärksten Werten der Sitzung gehörte.
Kostenkontrolle und Rentabilitätsausblick
Die Gesamtkosten beliefen sich im Halbjahr auf 1.227 Mio. €, einschließlich der einmaligen Belastung von 88 Mio. € für das spanische Frühpensionsprogramm. Da dieses Programm nun abgeschlossen ist, erwartet die Bank eine Verbesserung der Effizienz. Die wiederkehrende Eigenkapitalrendite (RoTE) lag Ende Juni bei 13,6 %. Das Management prognostiziert, dass diese Kennzahl bis Dezember 2026 auf 14,5 % und bis 2027 auf 16 % steigen wird, gestützt durch Kostendisziplin, höhere Erträge und eine starke Vermögensqualität. Die Bank bekräftigte zudem ihre Erwartung eines Wachstums der Nettozinserträge im Gesamtjahr von über 1 %.

