
Adrian Rzeźnik gewinnt die Wisła-Rallye und wird jüngster polnischer Rallye-Meister
Der 19-jährige Fahrer gewann die 70. Wisła-Rallye mit 7,4 Sekunden Vorsprung vor Jarosław Szeja und sicherte sich in seiner Debütsaison den Titel der Polnischen Rallye-Meisterschaft 2026.
Titelentscheidung in Wisła
Der 19-jährige Adrian Rzeźnik und sein Beifahrer Kamil Kozdroń gewannen am 19. September 2026 die 70. Wisła-Rallye und sicherten sich in ihrer Debütsaison den Titel der Polnischen Rallye-Meisterschaft. Vor der sechsten und letzten Runde der KIQ-RSMP-Serie hatte Rzeźnik einen knappen Ein-Punkte-Vorsprung auf den Meister von 2024, Jarosław Szeja, wobei am Wochenende 50 Punkte zu vergeben waren. Am Steuer eines Škoda Fabia Rally2 für das ORLEN-Team benötigte Rzeźnik eine fehlerfreie Fahrt auf den Asphaltprüfungen in Südpolen, um seine Position zu wahren. Er beendete die Veranstaltung mit einem Vorsprung von 7,4 Sekunden auf die Brüder Jarosław und Marcin Szeja, ebenfalls in einem Škoda Fabia Rally2. Łukasz Byśkiniewicz und Łukasz Jastrzębski komplettierten das Podium mit dem dritten Platz, 1 Minute und 55,1 Sekunden hinter den Siegern.
Dominanz am Freitag und Aufholjagd am Samstag
Die Veranstaltung verlief in zwei gegensätzlichen Etappen in den Schlesischen Beskiden. Am Freitag gewannen Rzeźnik und Kozdroń alle sechs Wertungsprüfungen der ersten Etappe und bauten bis zum Tagesende einen Vorsprung von 34,4 Sekunden auf die Szeja-Brüder aus. Jarosław Szeja konterte am Samstagmorgen, indem er die ersten sechs Wertungsprüfungen der zweiten Etappe gewann und den Rückstand vor der letzten Prüfung auf 6,2 Sekunden verkürzte. Der Titelkampf entschied sich auf der 9,24 Kilometer langen ORLEN VITAY Partecznik Power Stage. Rzeźnik fuhr auf der letzten Prüfung die schnellste Zeit, schlug Szeja um 1,2 Sekunden und sicherte sich damit sowohl den Rallyesieg als auch die Gesamtmeisterschaft.
Debütsaison und Saisonrekord
Rzeźnik, geboren am 29. September 2006 und Sohn des ehemaligen Rallyefahrers Maciej Rzeźnik, wird zum jüngsten Gesamtsieger in der Geschichte der Polnischen Rallye-Meisterschaft. Bereits zuvor in der Saison übertraf sein Sieg bei der 54. Świdnicki-Rallye im April 2026 einen Rekord des finnischen Fahrers Esapekka Lappi, der die Rallye Polen 2012 im Alter von 21 Jahren und acht Monaten gewonnen hatte. Im sechs Runden umfassenden Kalender 2026 erzielten Rzeźnik und Kozdroń drei Siege: die Świdnicki-Rallye, ihre Heimrallye, die 35. Rzeszowski-Rallye, und die Wisła-Rallye. Ihr einziges Ergebnis außerhalb der Top Drei war bei der 10. Nadwiślański-Rallye, wo ein Reifenschaden sie vom Podium warf, sowie dritte Plätze bei der Małopolska-Rallye und der 82. Rallye Polen.
- Sieg in der ersten Runde, wird zum jüngsten Rallyesieger der Seriengeschichte
- Endet nach einem Reifenschaden außerhalb des Podiums
- Belegt den dritten Gesamtrang
- Sichert sich den dritten Platz in der RSMP-Wertung
- Gewinnt die Heimrunde in Rzeszów
- Gewinnt die letzte Runde und sichert sich die nationale Meisterschaft
Endstand und Reaktionen nach dem Rennen
Der Sieg in Wisła brachte Rzeźnik und Kozdroń in der Endwertung auf 188 Punkte, 11 Punkte vor Jarosław und Marcin Szeja mit 177 Punkten. Byśkiniewicz und Jastrzębski belegten mit 157,5 Punkten den dritten Gesamtrang, gefolgt von Jarosław Kołtun und Ireneusz Pleskot mit 139,5 Punkten, Michał Chorbiński und Adam Chrzanowski mit 88,5 Punkten sowie Zbigniew Gabryś und Adrian Sadowski mit 53 Punkten. Im Ziel dankte Rzeźnik seinem Team und seiner Familie dafür, dass sie während der entscheidenden Prüfung die Konzentration bewahrt hatten.
Das gesamte Team half mir, mich vor der letzten Prüfung zu konzentrieren, und dank dessen sind wir mit einer so guten Zeit im Ziel. Danke für diese Prüfung, diese Rallye und diese Saison! Ogromne podziękowania dla całej rodziny, dla mojego taty, który wkłada w to całe serce, dla Kamila za świetną pracę. To dzięki wam tutaj jesteśmy! Dziękuję naszym partnerom i wszystkim, którzy nas wspierają oraz oczywiście naszym fantastycznym kibicom, czuliśmy wasz doping na każdej rundzie. To dla nas ogrom wsparcia, bez którego również nie bylibyśmy w tym miejscu.
Kozdroń äußerte sich zum Tempo der letzten Prüfung und zu ihrem Meisterschaftsergebnis.
Ich bin froh, dass diese letzte Prüfung hinter uns liegt, es war wahrscheinlich die schnellste Prüfung meines Lebens. Volle Hingabe und großartiges Tempo von Adrian, der die Zukunft des polnischen Rallyesports ist. Es müssen ein paar Tage vergehen, bis es bei mir ankommt, aber wir sind polnische Meister.
- Adrian Rzeźnik
- 188 Pkt.
- Jarosław Szeja
- 177 Pkt.
- Łukasz Byśkiniewicz
- 157.5 Pkt.
- Jarosław Kołtun
- 139.5 Pkt.
- Michał Chorbiński
- 88.5 Pkt.
- Zbigniew Gabryś
- 53 Pkt.


