NATO-Chef Rutte drängt Verbündete zu mehr Einsatz für die Luftverteidigung der Ukraine, während russische Angriffe zunehmen
NATO-Generalsekretär Mark Rutte richtete diesen Appell auf einer Pressekonferenz in Tallinn, Estland, an die Verbündeten, während Russland seine Angriffe auf die Ukraine vor dem Winter verstärkt. In der Nacht töteten russische Angriffe mindestens sieben Menschen und ließen 600.000 Menschen ohne Strom.
Forderung nach mehr Luftverteidigung
NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, die Mitglieder des Bündnisses müssten „mehr tun“, um der Ukraine zu helfen, insbesondere bei der Luftverteidigung, da Russland seine tödlichen Angriffe vor dem Winter intensiviert. Er äußerte dies auf einer Pressekonferenz in Tallinn, der Hauptstadt Estlands. Berichten zufolge betonte Rutte, dass die russische Aggression mit dem Näherrücken der kalten Jahreszeit nicht nachlasse. Er drängte die Verbündeten, die Ukraine mehr denn je zu unterstützen.
Angriffe in der Nacht auf die Ukraine
Russische Luftangriffe in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch forderten Berichten zufolge mindestens sieben Tote und ließen 600.000 Menschen ohne Strom. Mehrere Medien berichteten, die Angriffe hätten auf die Energieinfrastruktur der Ukraine gezielt, und ein Bericht nannte Kiew als getroffene Stadt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte am Mittwoch die „Verachtung“, die er Wladimir Putin gegenüber Donald Trumps Forderung nach einem Waffenstillstand bei Angriffen dieser Art zuschrieb. Rutte sagte, die Angriffe seien Teil der anhaltenden russischen Kampagne gegen die ukrainische Zivilbevölkerung.
Hybride Kampagne gegen die NATO
Rutte sagte, Russland führe neben seinen Angriffen auf die Zivilbevölkerung in der Ukraine eine hybride Kampagne gegen die NATO-Verbündeten fort. Die Europäer sind besorgt über die Zunahme solcher Angriffe, die unterhalb der Schwelle eines Kriegsakts oder einer militärischen Operation liegen. Ein Bericht nannte Brandstiftung in einer Militärfabrik, Sabotage und Kampagnen zur Informationsmanipulation als Beispiele. Rutte nannte diese Angriffe ein „Zeichen der Schwäche“ des Kremls. Er sagte, Russland wolle, dass die Europäer ständig darüber reden und sich verunsichert fühlen, und die NATO werde das nicht tun, sondern dort reagieren, wo es nötig sei, „nicht immer sichtbar“.
Putin und das Schlachtfeld
Rutte sagte, Putin versuche, die Entschlossenheit der Verbündeten der Ukraine zu schwächen und ihre Unterstützung für Kiew zu beenden. Er argumentierte, Russland scheitere auf dem Schlachtfeld in der Ukraine. Rutte, der frühere niederländische Ministerpräsident, sagte den Verbündeten, sie würden sich nicht einschüchtern lassen. Die Äußerungen fielen, während die Europäer beobachten, wie die hybriden Angriffe neben den Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur zunehmen.
