Am 21. Oktober erklärte der FSB, ein deutscher Staatsangehöriger sei festgenommen worden, weil er die ukrainischen Streitkräfte desertiert sein soll, nachdem er versprochenes Geld nicht erhalten habe. Ein Strafverfahren wegen Söldnertums nach Artikel 359 wird geprüft.
Laut FSB diente der Mann von 1996 bis 2010 in der Bundeswehr und 2016 bis 2018 in einer ukrainischen Territorialverteidigungseinheit; im November 2025 sei er mit einem Dreijahresvertrag in die Ukraine zurückgekehrt.
Die Angaben des FSB lassen sich nicht unabhängig überprüfen, und Deutschland hatte sich bis zum Redaktionsschluss nicht offiziell geäußert. Das Auswärtige Amt warnt vor willkürlichen Festnahmen deutscher Staatsangehöriger in Russland.
Am Mittwoch, dem 21. Oktober, erklärte der russische Inlandsgeheimdienst FSB, er habe einen deutschen Staatsangehörigen festgenommen, der angeblich als Scharfschütze für die ukrainischen Streitkräfte gekämpft habe. In einer Mitteilung seines Zentrums für Öffentlichkeitsarbeit, die die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS verbreitete, hieß es, der Mann sei desertiert, nachdem er das ihm versprochene Geld nicht erhalten habe. Die Behörde erklärte, eine Entscheidung über die Eröffnung eines Strafverfahrens wegen Söldnertums nach Artikel 359 des russischen Strafgesetzbuchs stehe noch aus. Berichte unter Verweis auf den Paragrafen besagen, dass die Teilnahme eines Söldners an einem bewaffneten Konflikt mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden kann. Der FSB machte keine Angaben dazu, wo und unter welchen Umständen die Festnahme erfolgte; der Name des Mannes wurde nicht veröffentlicht.
Nach Angaben des FSB wurde der Mann 1976 geboren und diente von 1996 bis 2010 in der Bundeswehr, darunter von 2004 bis 2010 in Afghanistan und von 2006 bis 2008 in Somalia. Nach seinem Ausscheiden aus der deutschen Armee habe er von 2008 bis 2010 als Söldner in Syrien gekämpft. Anschließend habe er von 2016 bis 2018 als Scharfschütze in einer ukrainischen Territorialverteidigungseinheit an der Front in der Oblast Donezk gedient, die damals teilweise von prorussischen Separatisten kontrolliert wurde. Der FSB erklärt, er sei im November 2025 für Geld in die Ukraine zurückgekehrt und habe einen dreijährigen Militärvertrag unterschrieben; zudem veröffentlichte er ein Video der Festnahme, in dem der Mann Deutsch spricht.
Keine der Angaben des FSB lässt sich unabhängig überprüfen, und die Berichte sagen nicht, wo der Mann festgehalten wird. Deutschland hatte sich bis zum Redaktionsschluss nicht offiziell zu der Festnahme geäußert. Das Auswärtige Amt warnt seit Langem vor Reisen nach Russland; in seinen aktuellen Sicherheitshinweisen wird ausdrücklich auf das Risiko willkürlicher Festnahmen deutscher Staatsangehöriger hingewiesen. Das Strafverfahren wird noch geprüft, formelle Anklage wird in den Berichten daher nicht erhoben.
Am 15. Oktober meldete der FSB die Festnahme eines schwedischen Staatsangehörigen in der Oblast Pskow im Westen Russlands. Der Mann habe angeblich eine Drohneneinheit befehligt, die für die Ukraine kämpfte, und sei bei einem illegalen Grenzübertritt festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, Sabotage- und Terroranschläge auf militärische Einrichtungen in Russland geplant zu haben; ein Strafverfahren wegen illegalen Grenzübertritts wurde eröffnet. Russische Gerichte haben in den vergangenen vier Jahren Hunderte Menschen wegen Vorwürfen wie Landesverrat, Sabotage und Spionage zu langen Haftstrafen verurteilt, und mehrere Ausländer wurden verurteilt, unter anderem wegen angeblicher Söldnertätigkeit für die Ukraine. Im September 2024 verurteilte ein Gericht den US-Bürger Michael Paul Maldonado in Abwesenheit zu 14 Jahren Haft, weil er als Söldner für die Ukraine gekämpft habe, wie das Investigativkomitee mitteilte.
Mehrere grundlegende Fakten bleiben unbestätigt, darunter der Ort der Festnahme, die Identität des Mannes und die Frage, ob ein Strafverfahren eröffnet wird. Jedes Element seiner angeblichen Laufbahn stammt aus FSB-Erklärungen, und nichts davon wurde unabhängig überprüft. Der FSB meldet regelmäßig Festnahmen von Verdächtigen, die nach seinen Angaben für ukrainische oder westliche Geheimdienste tätig waren. Ebenso warnt er russische Bürger regelmäßig davor, sich für Straftaten gegen den russischen Staat anwerben zu lassen.
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Der FSB erklärte am Mittwoch, dem 21. Oktober, er habe einen deutschen Staatsangehörigen festgenommen, dem vorgeworfen wird, die ukrainischen Streitkräfte desertiert zu sein, nachdem er nicht bezahlt worden sei. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen; der Ort der Festnahme und der Name des Mannes wurden nicht bekannt gegeben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, watson.ch/, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht .