Kurz gefasst
Nowak sagte, der erste Tanker mit 40.000 Tonnen Diesel werde am 22. Oktober in Richtung Vereinigte Staaten auslaufen, weitere Lieferungen sollen folgen.
Trump sagte, Russland werde sofort 300.000 Tonnen, im November 500.000 Tonnen und danach 1 Million Tonnen exportieren, weitere drei Millionen Tonnen sollen folgen.
Nowak sagte, Russland exportiere nur, was seine Raffinerien produzieren könnten, und erwarte das geplante Niveau erst zum Jahresende.
Witkoff traf Putin am 21. Oktober, und Putin sagte, die Dieselpreise seien nach der Ankündigung des Abkommens um 5 bis 6 % gefallen.
- 9.10.Russland hebt sein selbst verhängtes Diesel-Exportverbot auf
- 21.10.Witkoff trifft Putin in Sankt Petersburg; Putin sagt, der erste Tanker laufe in zwei oder drei Tagen aus
- 22.10.Erster Tanker mit 40.000 Tonnen Diesel soll ablegen
- Anfang November 2026US-Zwischenwahlen
Erster Tanker soll am 22. Oktober auslaufen
Der russische Vize-Regierungschef Alexander Nowak erklärte am 21. Oktober, der erste Tanker werde am 22. Oktober mit 40.000 Tonnen Diesel an Bord in Richtung Vereinigte Staaten auslaufen. Die Ladung fällt unter die Vereinbarung zwischen Trump und Putin, die Finanz- und Handelssanktionen gegen den Kraftstoff vorübergehend lockert. Putin sagte am selben Tag, das erste Schiff werde in zwei oder drei Tagen ablegen, mehrere Tanker würden derzeit nacheinander für die Ausfahrt vorbereitet. Nowak fügte hinzu, weitere Lieferungen würden folgen und die Papiere für die Liefervereinbarung befänden sich in der Endphase. Er sagte zudem, Russland exportiere derzeit nur das, was seine Raffinerien produzieren könnten, nicht die im Abkommen vorgesehene Gesamtmenge.
Von Trump genannte Mengen
Trump hatte erklärt, Russland werde sofort 300.000 Tonnen Diesel exportieren, im November weitere 500.000 Tonnen und danach 1 Million Tonnen. Laut LBC sagte er außerdem, Russland werde innerhalb kurzer Zeit weitere drei Millionen Tonnen bereitstellen. Nowaks Darstellung ist zurückhaltender, da er sagte, das geplante Niveau werde erst zum Jahresende erreicht. Andere Länder würden dann wieder die Diesel-Mengen erhalten, die sie zuvor bezogen hätten, sobald dieses Niveau erreicht sei.
- Sofort
- 300000 Tonnen
- November 2026
- 500000 Tonnen
- Nach November 2026
- 1000000 Tonnen
Daten aus dem Artikeltext
Engpass als Grundlage des Abkommens
Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien haben die Benzin- und Dieselproduktion gedrosselt und im Inneren Russlands ein Kraftstoffdefizit verursacht. Der Mangel hat die Preise in die Höhe getrieben und lange Schlangen an Tankstellen verursacht. Russland hob am 9. Oktober sein selbst verhängtes Diesel-Exportverbot als Reaktion auf die Knappheit im eigenen Land auf. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte das Abkommen als „eine Investition in einen Krieg, der beendet werden muss“. Washington hat Selenskyj in den vergangenen Tagen laut Europa Press gedrängt, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen.
Witkoff-Besuch und weitere Gespräche
Steve Witkoff, der US-Sondergesandte, traf Putin am 21. Oktober in Sankt Petersburg und dankte ihm für die Aufhebung der Exportbeschränkungen. Witkoff sagte:
„Das ist ein Beispiel dafür, wie wir zusammenarbeiten. Ich möchte Ihnen dafür danken.“
Putin sagte, die globalen Dieselpreise seien nach der Ankündigung des Abkommens um 5 bis 6 % gefallen. Er bot zudem an, Düngemittel in großen Mengen auf den US-Markt zu liefern, und bot Hilfe im Fall Iran an, wobei er auf eine jahrzehntelange Beziehung zu Teheran verwies. Putin schlug ein Treffen mit Trump im kommenden Monat in China vor, an dem nach Angaben des Kreml auch der chinesische Präsident Xi Jinping teilnehmen könnte. Die Gespräche umfassten daher neben Diesel auch Düngemittel und den Iran.
Politische Bedeutung vor den Midterms
Europa Press berichtet, dass die US-Zwischenwahlen in zwei Wochen anstehen und die Regierung den Anstieg der Dieselpreise bremsen und die Inflation dämpfen will. Die Inflation trifft Sektoren wie Transport, Landwirtschaft und Viehzucht unmittelbar. Das Handelsblatt merkt an, dass die Dieselpreise während des US-Kriegs gegen den Iran auf Rekordhöhen gestiegen sind, was für Trump und seine Republikanische Partei vor den Midterms Anfang November eine politische Belastung darstellt. Der erste Tanker soll am 22. Oktober auslaufen.