
Russische Drohnen treffen Reisezug Kiew–Warschau zwei Kilometer vor polnischer Grenze
Eine russische Drohne traf am Sonntag die Lokomotive eines Reisezugs mit 206 Menschen an Bord auf dem Weg von Kiew nach Warschau nahe der polnischen Grenze und veranlasste den ukrainischen Bahnbetreiber Ukrsalisnyzja, einen landesweiten Bahnalarm auszurufen.
Angriff auf Zug Kiew–Warschau nahe Grenze
Eine russische Drohne traf am Sonntag, den 13. September 2026, einen Reisezug auf der Strecke von Kiew nach Warschau und traf die Lokomotive zwei Kilometer vor der polnischen Grenze. Der Zug befand sich zum Zeitpunkt des Einschlags in der westukrainischen Region Wolhynien und hatte 206 Fahrgäste an Bord. Der polnische Staatsbahnbetreiber PKP Intercity und ukrainische Behörden bestätigten, dass keiner der 206 Passagiere bei dem Angriff verletzt wurde. Die Drohne setzte die Lokomotive in Brand und beschädigte eine nahegelegene Tankstelle am Grenzübergang. Zusätzlich zu dem direkten Angriff auf den Zug meldeten polnische Behörden, dass eine weitere russische Drohne in unmittelbarer Nähe eines Grenzpostens an der Grenze zu Polen, einem NATO-Mitglied, einschlug.
- Eine russische Drohne trifft und entzündet die Lokomotive eines Zugs von Kiew nach Warschau, 2 km von Polen entfernt.
- Polnische Behörden melden einen weiteren Drohnenangriff nahe einem Grenzposten.
- Der ukrainische Staatsbahnbetreiber warnt vor einem systemweiten Angriff auf das gesamte Land und erhöht die Alarmstufe.
- PKP Intercity bestätigt, dass alle 206 Fahrgäste an Bord unverletzt blieben.
Landesweites Bahnnetz in höchster Alarmbereitschaft
Nach dem Vorfall an der Westgrenze gab die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja bekannt, dass eine breitere Angriffswelle die Transitwege in der gesamten Ukraine treffe. Der Betreiber gab eine dringende Mitteilung heraus, die vor erheblichen Verspätungen warnte und die Fahrgäste aufforderte, sich auf mögliche Evakuierungen aus Zügen und Bahnhöfen vorzubereiten. Bahnbeamte stellten fest, dass Evakuierungsverfahren inzwischen Routine seien, da Moskau regelmäßig Raketen- und Drohnenangriffe auf ukrainische Verkehrskorridore, Bahnhöfe und Stromnetze richte. Ukrsalisnyzja erläuterte seine operative Haltung in einer am Sonntag veröffentlichten öffentlichen Erklärung.
Ein systemischer Angriff auf die Eisenbahn ist landesweit im Gange. Unser Überwachungszentrum und unsere Mitarbeiter sind in höchster Alarmbereitschaft.
Ukrsalisnyzja bestätigte, dass die Überwachungszentren im gesamten nationalen Bahnnetz unter maximalen Bereitschaftsprotokollen arbeiten, um den Verkehr umzuleiten und Störungen zu bewältigen.
Notfallmaßnahmen in der Region Wolhynien
Rettungs- und Reparaturteams wurden sofort zum Einschlagsort in Wolhynien entsandt, um die brennende Lokomotive zu löschen und das umliegende Gebiet zu sichern. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, das russische Militär habe den Reisezug und die angrenzenden zivilen Einrichtungen gezielt angegriffen. Selenskyj wies darauf hin, dass die Angriffe Verkehrsverbindungen und kommerzielle Infrastruktur nur wenige Minuten von der polnischen Grenze entfernt beschädigten. Der ukrainische Präsident beschrieb die Lage und die Reaktion vor Ort in einer offiziellen Mitteilung.
Alle notwendigen Dienste sind nahe der polnisch-ukrainischen Grenze in der Region Wolhynien im Einsatz, wo die Russen bei einem Drohnenangriff vorsätzlich eine Lokomotive in Brand gesetzt und eine Tankstelle beschädigt haben.
Selenskyj bestätigte, dass Einsatzkräfte den ganzen Sonntag über vor Ort blieben, um die Schäden zu beheben und die Sicherheit der Fahrgäste entlang des Korridors zu gewährleisten.
Eskalation gegen westliche Infrastruktur
Die grenzüberschreitenden Drohnenangriffe ereignen sich mehr als viereinhalb Jahre nach dem Beginn der umfassenden Invasion Russlands in der Ukraine. Nach Angaben ukrainischer Regierungsbeamter zielte die Luftangriffsserie am Sonntag auf Bahnanlagen, Strom- und Energieinfrastruktur sowie Wohn- und Zivilgebäude in westukrainischen Regionen. Die Behörden in Warschau und Kiew hielten direkten Kontakt, während die Angriffe innerhalb von zwei Kilometern an NATO-Territorium stattfanden. Eisenbahningenieure und Notfallteams setzten die Reparaturarbeiten an der betroffenen Gleisinfrastruktur in Wolhynien fort, um die Strecke zu räumen und den regulären Personenverkehr zwischen Kiew und Warschau wiederherzustellen.


