
Rumänisches Verteidigungsministerium bestätigt: Russische Geran-2-Kamikazedrohne mit 30 kg Sprengstoff trifft Wohnblock in Galați
Das rumänische Verteidigungsministerium hat seine technische Untersuchung des Drohnenabsturzes vom 29. Mai in Galați abgeschlossen und die Trümmer als eine russische Geran-2-Kamikazedrohne mit etwa 30 kg hochexplosivem Sprengstoff identifiziert.
Der Vorfall
In den frühen Morgenstunden des 29. Mai 2026, gegen 02:00 Uhr Ortszeit, stürzte ein unbemanntes Luftfahrzeug auf ein Wohngebäude im STIREX-Viertel von Galați, Rumänien. Der Einschlag ereignete sich in der Str. Brăilei nr. 50, bl. BR1B, sc. 2, et. 10, apt. 80. Der hochexplosive Sprengkopf der Drohne detonierte beim Aufprall.
Technische Erkenntnisse
Ein Spezialteam des Verteidigungsministeriums (MApN) führte die technische Untersuchung durch und veröffentlichte seine Schlussfolgerungen am Sonntag, dem 31. Mai. Die Trümmer wurden als Modell Geran-2 (ГЕРАНЬ 2) russischer Herkunft identifiziert, mit teilweise lesbaren kyrillischen Inschriften. Rumpf und Tragflächen bestanden aus Kohlefaserverbundstoff. Der Antrieb erfolgte durch einen luftgekühlten Zweitakt-Vierzylinder-Boxermotor, der einen Propeller antrieb. Zu den elektronischen Komponenten gehörten ein KOMETA-GNSS-Navigationssystem, das eine gleichzeitige Mehrkonstellations-Satellitenpositionierung ermöglicht, und ein elektronischer Servomotor zur Flugbahnsteuerung. Der Sprengkopf war ein hochexplosiver (HE) Typ mit einem TNT-Äquivalent von etwa 30 kg, der beim Aufprall detonierte.
Die am Ort identifizierten Proben sind strukturell und funktionell identisch mit denen, die bei früheren Vorfällen mit Geran-2-UAS geborgen und der Russischen Föderation zugeschrieben wurden.
Flugweg und Entdeckung
Die Drohne wurde erstmals um 01:46 Uhr im ukrainischen Luftraum entdeckt, etwa 19 Kilometer von der rumänischen Staatsgrenze entfernt, etwa 10 Kilometer östlich der Stadt Reni. Sie drang in rumänisches Hoheitsgebiet ein, bevor sie etwa 14 Minuten später den Wohnblock in Galați traf.
Muster von Grenzverletzungen
Der MApN-Bericht brachte diesen Vorfall mit einer Reihe früherer Drohneneindringlinge in Verbindung, die Russland entlang der rumänischen Grenzregionen zugeschrieben werden. Frühere Bergungen von Geran-2-Trümmern umfassen: Chilia Veche, Tulcea (17. Januar 2025); Ceatalchioi, Tulcea (17. Januar 2025); Galați, Galați (28. Februar 2025); Grindu, Tulcea (13. Februar 2025); Galați, Galați (25. April 2026); und Luncavița, Tulcea (26. April 2026).
- Geran-2-Trümmer in Chilia Veche, Kreis Tulcea, geborgen.
- Geran-2-Trümmer in Ceatalchioi, Kreis Tulcea, geborgen.
- Geran-2-Trümmer in Grindu, Kreis Tulcea, geborgen.
- Geran-2-Trümmer in Galați, Kreis Galați, geborgen.
- Geran-2-Trümmer in Galați, Kreis Galați, geborgen.
- Geran-2-Trümmer in Luncavița, Kreis Tulcea, geborgen.
- Drohne im ukrainischen Luftraum entdeckt, 19 km von der rumänischen Grenze bei Reni entfernt.
- Geran-2-Kamikazedrohne trifft Wohnblock in Galați; 30-kg-HE-Sprengkopf detoniert.
- MApN veröffentlicht Schlussfolgerungen der technischen Untersuchung, die russische Geran-2-Drohne bestätigen.
Offizielle Reaktionen
Präsident Nicușor Dan hatte zuvor bekannt gegeben, dass es sich bei der Drohne um eine russische Geran-2 handele, und Bilder der Trümmer veröffentlicht. Am selben Sonntag bot der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Erklärung dafür an, warum einige Drohnen in den Luftraum der Nachbarländer eindringen, und bezog sich dabei auf den Angriff auf Galați.


