
Russische Angriffe töten neun Menschen in der Region Kyjiw, während Drohnen Schytomyr und Moskau treffen
Nächtliche russische Bombardierungen töteten acht Menschen in Kyjiw und einen in Browary, während Drohnenangriffe das Polizeihauptquartier in Schytomyr trafen und Moskau anvisierten.
Angriffe in Kyjiwer Bezirken
Russische Bombardierungen in der Nacht vom 19. auf den 20. August 2026 trafen mehrere Stadtteile der ukrainischen Hauptstadt und der umliegenden Gebiete. In Kyjiw wurden nach Angaben des Bürgermeisters Vitali Klitschko acht Menschen getötet und 33 verletzt, nachdem die Zahlen zunächst bei fünf und sechs Toten gelegen hatten. Im angrenzenden Bezirk Browary wurde nach Angaben des Verwaltungschefs Tymur Tkachenko eine weitere Person getötet. Um 3:20 Uhr wurden Schäden an mehr als zwölf Orten in den Bezirken Darnyzkyj, Swjatoschynskyj und Solomjanskyj verzeichnet. Die Angriffe beschädigten Wohngebäude, eine Bildungseinrichtung und eine medizinische Einrichtung, während in großen Lagerhäusern Brände ausbrachen. Im Bezirk Solomjanskyj stürzten die oberen Stockwerke eines neunstöckigen Wohnhauses ein und fingen Feuer, wodurch Bewohner eingeschlossen wurden, bevor Rettungskräfte zwei Personen aus den Trümmern ziehen konnten. Die ukrainische Luftwaffe meldete, dass anfliegende Raketen aus dem Norden und Nordosten über die Regionen Poltawa und Charkiw in den nationalen Luftraum eingedrungen seien.
Nach aktualisierten Zahlen wurden in der Hauptstadt infolge des feindlichen Angriffs acht Menschen getötet. 33 Stadtbewohner wurden verletzt.
Polizeihauptquartier in Schytomyr getroffen
Russische Streitkräfte griffen auch Regierungseinrichtungen in der Stadt Schytomyr westlich von Kyjiw an. Bei einem Angriff am Mittwoch trafen russische Banderol-Drohnen das Hauptgebäude der Nationalpolizei in der Oblast Schytomyr. Der Angriff tötete zwei Polizisten und verletzte nach Angaben von Maksym Tsutskiridze, dem ersten stellvertretenden Chef der Nationalpolizei, mindestens 40 Menschen. Der Einschlag entzündete Brände auf dem Dach und im vierten Stock des Polizeihauptquartiers, die ein schnelles Eingreifen von Rettungskräften und medizinischen Teams erforderten. Gouverneur Vitalii Bunechko stellte fest, dass der Angriff mit düsengetriebenen Drohnensystemen durchgeführt wurde.
- Belgischer Außenminister Maxime Prévot trifft zu einem zweitägigen Besuch in der Ukraine ein
- Russischer Drohnenangriff auf das Hauptquartier der Nationalpolizei in Schytomyr tötet zwei Beamte
- Angriffe in mehreren Bezirken von Kyjiw gemeldet
- Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko aktualisiert Bilanz der Hauptstadt auf acht Tote und 33 Verletzte
Drohnenangriffe auf die Region Moskau
Ukrainische Streitkräfte starteten in der Nacht Vergeltungsdrohnenoperationen gegen russisches Territorium. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte am Donnerstagmorgen, dass ab Mittwochabend 250 Drohnen auf die Region Moskau abgefeuert worden seien. Sobjanin berichtete, dass die russische äußere Luftabwehr die meisten unbemannten Fluggeräte zerstört habe, wobei 28 Drohnen speziell innerhalb der Region Moskau abgeschossen worden seien. Sowohl ukrainische als auch russische Behörden beschuldigen sich weiterhin gegenseitig, mehr als vier Jahre nach der russischen Invasion absichtlich zivile Einrichtungen anzugreifen.
- Auf die Region Moskau abgefeuert
- 250
- In der Region Moskau abgeschossen
- 28
NATO-Grenzmaßnahmen in Polen und Rumänien
Die nächtlichen Bombardierungen führten zu defensiven Militäraktionen in den benachbarten NATO-Mitgliedstaaten. Polen mobilisierte Kampfflugzeuge in seinem Hoheitsgebiet, um die Grenzzonen zu überwachen und die Zivilbevölkerung vor möglichen Übergriffen zu schützen. In Rumänien setzte das Militärkommando zwei spanische Kampfflugzeuge und einen rumänischen Militärhubschrauber ein, um Luftziele nahe der ukrainisch-rumänischen Grenze zu verfolgen. Eine Drohne drang während der Auseinandersetzungen in den rumänischen Luftraum ein und stürzte in einer unbewohnten Zone nahe Grindu ab. Die Angriffe fielen mit diplomatischen Aktivitäten in der Ukraine zusammen, wo der belgische Außenminister Maxime Prévot einen zweitägigen Besuch in Kyjiw und der nördlichen Region Tschernihiw absolvierte.


