Stromnetz · Iernut

Iernut-Gaskraftwerk soll bis Ende des ersten Halbjahres 2027 in den kommerziellen Betrieb gehen, sagt Minister

Dumitru Chisăliță sagte, das 430-MW-Kraftwerk Iernut könnte bis Ende des ersten Halbjahres 2027 den kommerziellen Betrieb aufnehmen, während Gas aus Neptun Deep im dritten Quartal fließen soll. Er rechnet außerdem mit steigenden Stromrechnungen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Mediafax.ro und Digi24. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Iernut · Rumänien
Wie es dazu kam
  1. 1. Quartal 2027Synchronisierung des Kraftwerks Iernut mit dem nationalen Netz spätestens in diesem Quartal erwartet
  2. 31.03.Verwaltungspreis für in Rumänien gefördertes und an Lieferanten verkauftes Gas gilt bis zu diesem Datum
  3. Ende des ersten Halbjahres 2027Kraftwerk Iernut soll den kommerziellen Betrieb aufnehmen
  4. 3. Quartal 2027Neptun Deep soll die Förderkapazität erreichen

Iernut-Kraftwerk auf Kurs für 2027

Energieminister Dumitru Chisăliță besuchte das Heizkraftwerk Iernut, eine Gas-und-Dampf-Kombianlage mit 430 MW installierter Leistung, die Romgaz als eine seiner strategischen Investitionen baut. Mit der Führung von Romgaz erörterte er den Fortschritt und die noch ausstehenden Maßnahmen – die Arbeit des Unternehmens als Generalunternehmer, die laufenden Verträge und den Stand von General Electric auf der Baustelle. In einem am Samstag, 31. Oktober, veröffentlichten Facebook-Beitrag erklärte er, es gebe solide Gründe für die Erwartung, dass der kommerzielle Betrieb bis Ende des ersten Halbjahres 2027 beginne. Die Tests vor der Synchronisierung mit dem nationalen Energiesystem (SEN) würden vorbereitet, die Synchronisierung werde spätestens im ersten Quartal 2027 erwartet. Das Ministerium erklärte, den verbleibenden Arbeiten, der Integration der Ausrüstung sowie den Test- und Inbetriebnahmephasen gelte besondere Aufmerksamkeit. Sein Ziel fasste er im selben Beitrag knapp zusammen.

„Iernut muss so schnell wie möglich zu einer funktionierenden Investition werden, die Energie für Rumänien produziert.“

Dumitru Chisăliță

Die Anlage hat einen Bruttowirkungsgrad von 56,4 Prozent, was laut Ministerium höher ist als bei Kohlekraftwerken und älteren Gaskraftwerken. Sie verfügt zudem über eine Schwarzstartfähigkeit, die es erlaubt, Anlagenteile ohne Strom aus dem externen Netz wieder anzufahren, was bei Stromausfällen nützlich ist. Chisăliță sagte, der Abschluss des Projekts bedeute mehr im Inland erzeugten Strom, ein flexibleres nationales System und weniger Abhängigkeit von Importen.

Neptun Deep und Gas aus dem Schwarzen Meer

In dem am Samstag ab 14 Uhr ausgestrahlten Digi24-Interview „În Fața Ta“ sagte Chisăliță, Neptun Deep liege weitgehend im Zeitplan, um etwa im dritten Quartal 2027 mit der Förderung zu beginnen. Den Fortschritt beschrieb er so:

„Die Arbeiten verlaufen planmäßig, es gibt keine nennenswerten Verzögerungen.“

Dumitru Chisăliță

Er arbeitet an einer Regelung, die eine stärkere Nutzung von Gas aus dem Schwarzen Meer im Inland fördern soll; sie muss noch den Wettbewerbsrat und andere Stellen passieren. Er merkte an, dass Lieferanten lieber in der Nähe verkaufen, weil Transport- und Verteilungskosten niedriger sind, sie aber auch lokale Abnehmer brauchen. Nach seinen Berechnungen läge die Wertschöpfung bei mindestens dem 1- bis 1,5-Fachen, egal ob das Gas direkt verkauft oder zu chemischen Düngemitteln und Glas verarbeitet und als Fertigprodukt verkauft werde.

Batteriespeicher und die kalte Jahreszeit

Im selben Interview sagte Chisăliță, Speicherung müsse als Mix gedacht werden und nicht allein über Batterien. Batterien deckten vor allem Schwankungen im Stundenbereich ab, sie laden tagsüber und entladen abends, doch in der kalten Jahreszeit könne es Phasen von ein oder zwei Wochen mit starker Bewölkung geben, sodass andere Systeme nötig seien, die Energie über mehrere Tage halten. Er sagte, die Batteriespeicherung sei in den vergangenen zwei Jahren so stark gewachsen wie in den zwölf Jahren davor zusammen. Er erwartet bis Ende dieses Jahres einen weiteren Anstieg um 20 Prozent und bis 2028 eine Verdopplung der derzeitigen Kapazität, abhängig von verfügbaren Mitteln und Marktinteresse. Rumänien hätte seiner Ansicht nach bereits etwa 2014 bis 2016 Speicher zusammen mit erneuerbarer Erzeugung bauen sollen, so wie Bulgarien es getan habe.

Strom- und Gaspreise

Chisăliță sagte, die Stromrechnungen dürften in den Angeboten der Lieferanten steigen, und die auf der Website der Regulierungsbehörde ANRE gezeigten Angebote lägen höher und könnten zu Vertragspreisen werden. Die auf der ANRE-Seite sichtbaren Veränderungen lägen zwischen 10 und 22 Prozent, und Nicht-Haushaltskunden seien in etwa gleichem Umfang betroffen, auch wenn die öffentlichen Angebote niedriger aussähen. Beim Gas für Haushalte gilt seinen Angaben zufolge bis zum 31. März 2027 ein gesetzlicher Verwaltungspreis für in Rumänien gefördertes und an Lieferanten verkauftes Gas, sodass der endgültige Haushaltspreis etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen dürfte. Die Gaspreise für Nicht-Haushaltskunden stiegen deutlich, und das Ministerium arbeite an neuen Ausgleichsregelungen für Strom und Gas. Zudem skizzierte er drei Szenarien für die Preisentwicklung, da die Preise je nach Vertrag und Lieferant unterschiedlich seien.

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