
Rumänisches Parlament debattiert über vierjährige Verschiebung der zusätzlichen Aufnahmeprüfung für Gymnasien
Die rumänische Abgeordnetenkammer wird in einer außerordentlichen Sitzung über einen Vorschlag debattieren, die Einführung einer zweiten Aufnahmeprüfung für Gymnasien um vier Jahre zu verschieben, um Achtklässler im Jahr 2027 vor zwei getrennten Prüfungen zu bewahren.
Parlamentsdebatte angesetzt
Rumänische Abgeordnete werden in einer für nächste Woche angesetzten außerordentlichen Parlamentssitzung über einen Gesetzentwurf debattieren, der die Einführung einer zweiten Aufnahmeprüfung für Gymnasien um vier Jahre verschieben soll. Die Abgeordnete der Liberalen Partei (PNL), Raluca Turcan, kündigte die Maßnahme am Sonntag, dem 23. August 2026, an und bestätigte, dass die Führung der Abgeordnetenkammer die Aufnahme ihrer Gesetzesinitiative auf die Tagesordnung der Sitzung genehmigt hat. Die vorgeschlagene vierjährige Verzögerung soll verhindern, dass Achtklässler am Ende des laufenden Schuljahres zwei getrennte Prüfungsrunden absolvieren müssen. Nach dem umstrittenen Rahmen müssten sich die auf die achte Klasse vorbereitenden Schüler sowohl der standardmäßigen Nationalen Evaluierung als auch einer separaten Aufnahmeprüfung für das Gymnasium unterziehen. Turcan argumentierte, dass eine kurzfristige Änderung der Bewertungskriterien zu Instabilität für Schüler führe, die sich in einer kritischen akademischen Übergangsphase befänden.
Wir können die Regeln für diese Kinder nicht ändern, während sie sich bereits auf eines der wichtigsten Jahre ihrer Schullaufbahn vorbereiten.
Mechanismus des Aufnahmerahmens von 2023
Die Bestimmung, die es weiterführenden Schulen erlaubt, neben der Nationalen Evaluierung eigene Aufnahmewettbewerbe durchzuführen, wurde ursprünglich im Gesetz über die voruniversitäre Bildung von 2023 erlassen. Dieses Gesetz sah vor, dass der Mechanismus der Doppelprüfung zum Schuljahr 2026–2027 in Kraft treten sollte, was sich direkt auf die Aufnahmen im Jahr 2027 auswirken würde. Nach diesem System haben einzelne Gymnasien das gesetzliche Ermessen, eigene Aufnahmetests für bis zu 50 % ihrer verfügbaren Schulplätze zu organisieren. Die Teilnahmeberechtigung an diesen schulinternen Prüfungen setzt voraus, dass die Schüler in jedem Fachtest der Nationalen Evaluierung mindestens die Note 5 erreichen. Schüler, die die schulinterne Prüfung nicht bestehen oder nicht daran teilnehmen, bleiben für die Gymnasialplatzvergabe über das landesweite computergestützte Zuteilungsverfahren berechtigt. Das Bildungsministerium hat kürzlich öffentliche Konsultationen zu einem ministeriellen Verordnungsentwurf eingeleitet, der den Prüfungszeitplan und die Prüfungsfächer festlegen soll.
- Das Gesetz über die voruniversitäre Bildung wird verabschiedet und enthält eine Bestimmung, die Gymnasien erlaubt, separate Aufnahmeprüfungen für bis zu 50 % der Plätze durchzuführen.
- Abgeordnete von PNL, PSD und USR reichen drei separate Gesetzentwürfe ein, um die Zusatzprüfung zu verschieben oder abzuschaffen.
- Raluca Turcan kündigt an, dass der Verschiebungsgesetzentwurf in der außerordentlichen Parlamentssitzung nächste Woche debattiert wird.
- Ursprünglich geplantes Einführungsjahr für das System der Doppelzulassung.
Politischer Druck zur Verschiebung der Änderungen
Der Vorstoß zur Änderung des Prüfungsausrollens gewann Anfang der Woche an Dynamik, als drei Abgeordnete am selben Mittwoch separate Gesetzesinitiativen einreichten. Neben Turcan reichten der sozialdemokratische (PSD) Abgeordnete Mihai Ghigiu und der Senator der Union Rettet Rumänien (USR), Ștefan Pălărie, Vorschläge ein, die entweder eine Verschiebung oder Abschaffung des zusätzlichen Aufnahmewettbewerbs vorsehen. Nach den Bestimmungen des Gesetzes von 2023 hebt das Modell der zweiten Aufnahmeprüfung die Anonymität der Kandidaten auf und schafft die audio-visuelle Prüfungsüberwachung ab. Turcan betonte, dass der Übergang zwischen Mittelschule und Gymnasium eine verletzliche Bildungsphase darstelle, in der politische Vorhersehbarkeit notwendig sei, um das Risiko von Schulabbrüchen zu mindern. Sie forderte ein kohärentes Bewertungssystem, das auf transparenten Regeln basiert und gleiche Chancen für alle Schülergruppen gewährleistet.
Ernsthafte Veränderungen im Bildungswesen werden nach Debatten, mit Argumenten und ausreichend Zeit für Schüler, Eltern und Lehrer getroffen, um zu wissen, was kommt. Nicht indem man die Regeln für Kinder ändert, die bereits in die achte Klasse kommen.
Nächste Schritte im Gesetzgebungsprozess
Die parlamentarische Debatte in der bevorstehenden außerordentlichen Sitzung wird entscheiden, ob die vierjährige Verschiebung vor Beginn des neuen Schuljahres gesetzlich verabschiedet wird. Im Falle einer Annahme würde die Verschiebung das Modell der Doppelzulassung bis mindestens 2030 einfrieren, sodass die alleinige Nationale Evaluierung und das zentralisierte Zuteilungsverfahren als alleiniger Aufnahmemechanismus für die derzeitigen Achtklässler übrig bleiben. Abgeordnete aus Regierungs- und Oppositionsfraktionen werden prüfen, ob das Bildungsministerium seinen Verordnungsentwurf überarbeiten oder alle vorbereitenden Umsetzungsschritte aussetzen muss. Die Entscheidung wird darüber bestimmen, wie rumänische Achtklässler am Ende des Schuljahres 2026–2027 bewertet werden.


