Kunst & Bücher · Amsterdam, Eindhoven und Leiden

Rudi Fuchs, früherer Direktor des Stedelijk Museum, der die niederländische Museumslandschaft prägte, ist mit 84 Jahren gestorben

Der niederländische Kunsthistoriker und Museumsdirektor Rudi Fuchs ist am Sonntagabend in Amsterdam im Alter von 84 Jahren gestorben, wie seine Familie am Montag, dem 26. Oktober, mitteilte. Er hatte mehrere Jahre in einem Pflegeheim am Museumplein gelebt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von de Volkskrant, Het Parool, Trouw und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Amsterdam, Eindhoven, Leiden, Den Haag · Niederlande, Deutschland, Italien
Wie es dazu kam
  1. 1993Tritt die Nachfolge von Wim Beeren als Direktor des Stedelijk Museum Amsterdam an
  2. 2002Scheidet laut AD Ende 2002 aus dem Stedelijk aus
  3. 25.10.Stirbt mit 84 Jahren in Amsterdam; die Familie gibt den Tod bekannt

Ein Dichter, der Museumsdirektor wurde

Rudi Fuchs starb am Sonntagabend, dem 25. Oktober 2026, in Amsterdam, wie seine Familie am Montag mitteilte. Er wurde 84 Jahre alt. Geboren in Eindhoven als Rudolf Herman Fuchs, lebte er seit einigen Jahren in einem Pflegeheim am Museumplein. Als Junge zeichnete er ununterbrochen und wollte Dichter oder Künstler werden, und im Van Abbemuseum seiner Heimatstadt fühlte er sich von der modernen Malerei angezogen, vor allem vom abstrakten Werk Piet Mondrians. 1960 begann er in Leiden ein Studium der Niederlandistik, wechselte ein Jahr später zur Kunstgeschichte und wurde dort von Professor Henri van de Waal unterrichtet.

Eindhoven, Documenta und Turin

1975 wurde er mit 32 Jahren Direktor des Van Abbemuseums, und NRC nennt ihn den jüngsten je dort ernannten Direktor. Seine ersten Ausstellungen widmeten sich der Minimal- und Konzeptkunst, mit Lawrence Weiner und Donald Judd, bevor er sich der neuen deutschen Malerei von Georg Baselitz, Anselm Kiefer und Markus Lüpertz zuwandte. 1982 wurde er künstlerischer Leiter der Documenta in Kassel und war laut AD der erste Niederländer in diesem Amt. Zwei Jahre später übernahm er nach Angaben von AD zudem das Castello di Rivoli bei Turin, während NRC seine Turiner Rolle als künstlerischer Leiter des Museo d'Arte Contemporanea von 1984 bis 1990 angibt. AD datiert seine Direktion des Gemeentemuseums in Den Haag auf die Jahre 1987 bis 1992, während NRC angibt, er habe sie bis 1993 innegehabt.

Auf die Frage, warum er von der Wissenschaft in die Museumsarbeit wechselte, sagte Fuchs:

„Das Universitätsklima ist großartig, aber ich passe besser ins Museum.“

Rudi Fuchs, Niederländischer Kunsthistoriker und Museumsdirektor

Die Stedelijk-Jahre und Geldsorgen

Ab 1993 leitete er das Stedelijk Museum Amsterdam und trat die Nachfolge von Wim Beeren an. AD beschreibt einen eigenwilligen Ausstellungsstil, bei dem er in der Reihe Coupletten Werke unterschiedlicher Epochen und Stile kombinierte, und er kaufte Arbeiten von Georg Baselitz, Bruce Nauman, Donald Judd und Damien Hirst. Er wollte das Museum erweitern und ließ den portugiesischen Architekten Álvaro Siza Vieira einen Entwurf ausarbeiten. Laut AD waren die Amsterdamer Jahre auch von finanziellen Problemen und Konflikten mit der Stadt über diesen Neubau geprägt. Trouw ergänzt eine finanzielle Anmerkung: Als er das Haags Gemeentemuseum verließ, habe es ein Betriebsdefizit von vier Millionen Gulden gegeben, und er habe erklärt, die Stadt im Voraus gewarnt zu haben, dass er sich für „die beste Kunst“ und nicht für die höchsten Besucherzahlen entscheiden werde. AD zufolge trat er Ende 2002 zurück, während NRC das Ende seiner Stedelijk-Amtszeit auf Anfang 2003 datiert; seine Abschiedsausstellung Tot zo ver fand einige Monate später statt.

Schreiben und spätes Werk

Nach seinem Abschied vom Stedelijk blieb er als Autor, Kolumnist, Lehrer und Ausstellungsmacher aktiv. 2015 wählte er mehr als siebzig Werke für ArtZuid aus, und 2016 kehrte er als Gastkurator mit Opwinding ins Stedelijk zurück, einer persönlichen Auswahl von Werken aus seinen Ankäufen. Trouw zufolge erschien sein letzter Beitrag zur Reihe „Kijken“ in De Groene Amsterdammer im Jahr 2023, eine Reihe, in der er das Werk bildender Künstler analysierte und seinen Assoziationen freien Lauf ließ. Im Rückblick auf seinen Weg in die Museumswelt sagte er 2016 in einem Interview mit NRC unverblümt:

„Ich war ein gescheiterter Dichter, der am liebsten gesungen hätte. Leider kann ich nicht singen.“

Rudi Fuchs, Niederländischer Kunsthistoriker und Museumsdirektor

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