Rubio warnt Kuba ‚bevor es zu spät ist‘ zum fünften Jahrestag der Massenproteste von 2021, während Trump mit ‚Übernahme‘ droht
US-Außenminister Marco Rubio rief am 11. Juli 2026, dem fünften Jahrestag der Massendemonstrationen von 2021, die sozialistische Regierung Kubas zu grundlegenden Reformen auf, während Präsident Trump wiederholt mit einer ‚Übernahme‘ der Insel gedroht hat.
Rubios Warnung zum Jahrestag
Zum fünften Jahrestag der Massenproteste gegen die kubanische Regierung vom 11. Juli 2021 stellte US-Außenminister Marco Rubio Havanna ein deutliches Ultimatum. Reformen müssten ‚bevor es zu spät ist‘ erfolgen, sagte Rubio in einer am 11. Juli 2026 veröffentlichten Erklärung. Er ließ die Möglichkeit einer neuen bilateralen Beziehung offen, die an politische und wirtschaftliche Veränderungen geknüpft sei. ‚Eine neue Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba ist möglich, wenn Havanna zu politischen und wirtschaftlichen Reformen zum Wohle des kubanischen Volkes bereit ist‘, erklärte Rubio.
Präsident Trump und ich wünschen eine bessere Zukunft für Kuba und seine leidgeprüfte Bevölkerung.
Trumps Druckkampagne
Präsident Donald Trump hat seit Januar 2026 den Druck auf die Insel mit fast zehn Millionen Einwohnern erhöht. Die Regierung verhängte zusätzliche Sanktionen und ein Ölembargo. Trump hat wiederholt mit einer ‚Übernahme‘ des Landes gedroht. Die verschärften Maßnahmen folgen einer längeren Entwicklung: Im Dezember 2025 ordnete Trump eine vollständige Blockade sanktionierter Öltanker an, die Lieferungen aus Venezuela transportieren, wodurch Kubas Zugang zu venezolanischem Rohöl unterbrochen wurde. Aufgrund von Energieengpässen kommt es nun regelmäßig zu großflächigen Stromausfällen auf der Insel.
Die Proteste von 2021 und das Vorgehen der Sicherheitskräfte
Am 11. Juli 2021 gingen Tausende Kubaner auf die Straße und forderten Veränderungen, nachdem Rubio Jahrzehnte der Unterdrückung und des Missmanagements beklagt hatte. Nach Rubios Angaben reagierte die kommunistische Regierung mit Brutalität. Tausende Menschen wurden festgenommen, Hunderte sitzen fünf Jahre später noch in Haft. Die Proteste stellten die größte Herausforderung für die Autorität der Regierung seit Jahren dar.
- Fidel Castros Revolution ergreift die Macht in Kuba.
- Washington verhängt ein Handelsembargo gegen Kuba, das noch mehr als 60 Jahre später in Kraft ist.
- Tausende protestieren in Massendemonstrationen; die Regierung verhaftet Tausende, Hunderte bleiben in Haft.
- Trump ordnet eine vollständige Blockade sanktionierter Öltanker an, die venezolanisches Rohöl nach Kuba transportieren.
- Trump verschärft den Druck mit zusätzlichen Sanktionen und einem Ölembargo.
- Rubio fordert Reformen ‚bevor es zu spät ist‘ am fünften Jahrestag der Proteste von 2021.
Sechs Jahrzehnte der Entfremdung
Die bilateralen Beziehungen sind seit der Revolution von 1959 unter Führung von Fidel Castro angespannt. Washington verhängte vor mehr als 60 Jahren ein Handelsembargo gegen Kuba, das bis heute in Kraft ist. Havanna macht Washington für die schwere Wirtschaftskrise verantwortlich, die das Land jetzt erfasst. Die Ölblockade gegen Lieferungen aus Venezuela hat die seit langem bestehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Insel noch verschärft und die Bevölkerung ohne zuverlässige Stromversorgung zurückgelassen.
Die kommunistische Regierung reagierte mit Brutalität – Tausende Menschen wurden festgenommen.
Kubas Reaktion
Die kubanische Regierung macht die Vereinigten Staaten für die sich verschlechternde Wirtschaftslage verantwortlich. In den Berichten fand sich keine direkte Reaktion aus Havanna auf Rubios Erklärung vom 11. Juli. Der Jahrestag verging mit einer Botschaft Washingtons, die den diplomatischen Kanal dominierte, während Rubio die Wahl in drastischen Worten formulierte: Reformen und ein Weg zu einer neuen Beziehung oder fortgesetzte Isolation und Druck.


