
US-Außenminister Marco Rubio und der kolumbianische Präsident Abelardo De La Espriella unterzeichnen Abkommen von Barranquilla
US-Außenminister Marco Rubio traf den kolumbianischen Präsidenten Abelardo De La Espriella in Barranquilla, um bilaterale Abkommen über Sicherheit, kritische Mineralien und Kernenergie zu unterzeichnen.
Bilaterales Treffen in Barranquilla
Der US-Außenminister Marco Rubio traf am 8. September 2026 in Kolumbien ein und traf den kolumbianischen Präsidenten Abelardo De La Espriella in Barranquilla. Die Begegnung war das erste hochrangige Treffen zwischen Washington und der neu eingeweihten kolumbianischen Regierung seit De La Espriella am 7. August 2026 sein Amt antrat. Rubio landete gegen 13:00 Uhr Ortszeit in der Karibikstadt und nutzte den alternativen Präsidentensitz Kolumbiens als ersten Stopp einer dreitägigen Südamerika-Reise. Vor diesem persönlichen Treffen hatten die beiden Amtsträger nach De La Espriellas Wahlsieg bereits zweimal telefoniert.
Der kolumbianische Außenminister Omar Bula bezeichnete den Besuch als Beginn einer wiederaufgebauten strategischen Allianz mit den Vereinigten Staaten, dem wichtigsten Handelspartner Kolumbiens, und als gemeinsame Bekräftigung westlicher Werte. Nach den Gesprächen schlossen Rubio und De La Espriella einen Rahmen, den die kolumbianische Regierung als Abkommen von Barranquilla bezeichnete. Rubio gab bei einem gemeinsamen Pressetermin Erklärungen auf Englisch und Spanisch ab, der ohne Fragen der Presse endete.
Wir haben über viele Sicherheitsfragen gesprochen, und das ist entscheidend, denn ohne Sicherheit kann es keinen Wohlstand geben. Die Möglichkeiten, die zwischen Kolumbien und den Vereinigten Staaten bestehen, gehen weit über die reine Sicherheit hinaus.
Sicherheitskooperation und Modernisierung der Verteidigung
Die Strategie zur Drogenbekämpfung und die Verteidigungsunterstützung standen im Mittelpunkt der Gespräche in Barranquilla. Kolumbien bleibt der weltweit größte Kokainproduzent, während die Vereinigten Staaten der Hauptkonsument sind. Rubio übermittelte direkte Erwartungen der Regierung von Donald Trump, den Koka-Anbau durch verstärkte Militäreinsätze gegen Drogenhändlernetze und die Zerschlagung ihrer Finanzapparate rasch zu reduzieren.
De La Espriella, Spitzname El Tigre, genehmigte nach seinem Amtsantritt gemeinsame Militäreinsätze mit den US-Streitkräften und wandte sich damit von den verhandelten Zugeständnissen ab, die der frühere Präsident Gustavo Petro verfolgt hatte. Während des Treffens bat De La Espriella um technische und materielle Unterstützung der USA zur Modernisierung von militärischem Gerät, darunter Aufklärungsdrohnen, Verteidigungsflugzeuge, Hubschrauber und allgemeine Einsatzausrüstung. Die kolumbianischen Streitkräfte kämpfen mit Ausrüstungsdefiziten, darunter eine dezimierte Hubschrauberflotte, Anfälligkeit gegenüber modernen Drohnentaktiken und frühere Budgetkürzungen. Die bilaterale Verteidigungsplanung ist auch mit der Umsetzung eines US-Hilfspakets in Höhe von einer Milliarde Dollar verbunden, das bei De La Espriellas Amtseinführung angekündigt wurde.
Dieses hochrangige Treffen bestätigt mit Taten und absoluter Entschlossenheit, dass die strategische Allianz zwischen Kolumbien und den Vereinigten Staaten stärker ist als je zuvor.
Wiederaufbau und Handelsabkommen
Über die Verteidigung hinaus befassten sich die beiden Staatschefs mit der Katastrophenhilfe nach dem Erdbeben, das Kolumbien am 10. August 2026 erschütterte. Das Beben verursachte umfangreiche strukturelle Schäden in kolumbianischen Gemeinden, zerstörte Schulen, medizinische Einrichtungen und Tausende von Wohn- und Geschäftsgebäuden. Die Delegationen prüften bilaterale Mechanismen zur Unterstützung des Infrastrukturwiederaufbaus in den betroffenen Gemeinden.
Die Delegationen unterzeichneten auch bilaterale Abkommen zur Zusammenarbeit im Bereich der zivilen Kernenergie und zur Erleichterung des Handels mit kritischen Mineralien. De La Espriella erklärte, dass die bilaterale Agenda sich auf die Ausweitung ausländischer Investitionen, die Koordinierung der Grenzsicherheit und des Migrationsmanagements sowie die Verfolgung von Ressourcenentwicklungsprojekten konzentrieren werde.
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Anden-Diplomatiereise
Der Gipfel von Barranquilla eröffnet eine dreitägige diplomatische Mission durch das nordwestliche Südamerika, die darauf abzielt, die Beziehungen der USA zu regionalen Regierungen zu stärken. Washington strebt eine vertiefte hemisphärische Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung, Handel und Bekämpfung der organisierten Kriminalität mit ideologisch gleichgesinnten Regierungen an.
Von Kolumbien aus soll Rubio zu bilateralen Gesprächen mit dem ecuadorianischen Präsidenten Daniel Noboa nach Ecuador reisen. Die diplomatische Reise wird anschließend in Peru mit Treffen mit der peruanischen Präsidentin Keiko Fujimori enden, wobei der Schwerpunkt auf gemeinsamen Sicherheitsherausforderungen, Handelsausweitung und Initiativen zur Drogenbekämpfung liegt.

