
Rosalía entschuldigt sich bei argentinischen Fans beim Konzert in Buenos Aires für geteilten WM-Beitrag: „Tremenda cagada"
Die spanische Sängerin reagierte auf den Gegenwind, den sie durch das Teilen eines Videos auslöste, das Argentiniens Niederlage im WM-Finale verspottete. Vor 15.000 Fans in der Movistar Arena bezeichnete sie es als 'gewaltigen Fehler' und betonte, ihre Liebe zu dem Land sei ungebrochen.
Die Kontroverse
Nachdem Spanien Argentinien am 19. Juli im WM-Finale 2026 besiegt hatte, teilte Rosalía ein TikTok-Video der Influencerin Mia Khalifa, das sich über die argentinische Mannschaft lustig machte. Der Clip enthielt Rosalías Song „La Perla" und verwendete den spanischen Slang „Perla" – ein Begriff für eine problematische Person – um Argentinier zu beschreiben. Der Beitrag löste eine Welle der Kritik im Internet aus, und einige Fans forderten einen Boykott ihrer bevorstehenden Konzerte in Buenos Aires. Rosalía löschte den Beitrag innerhalb weniger Stunden und entschuldigte sich auf Instagram mit den Worten „Mala mía" (Mein Fehler), doch viele empfanden dies als unzureichend.
Die Entschuldigung auf der Bühne
Am Samstag, dem 1. August, eröffnete Rosalía das erste von vier geplanten Konzerten in der Movistar Arena. Nachdem sie ihre Eröffnungssongs „Sexo, violencia y llantas" und „Reliquia" vorgetragen hatte, unterbrach sie die Show, um die Kontroverse direkt anzusprechen, etwa 20 Minuten nach Beginn. „Ich habe gescrollt, ohne richtig hinzusehen. Und bam, ich habe schnell geteilt", sagte sie zu der Menge von etwa 15.000 Menschen. „Gewaltiger Fehler. Es war wirklich nie meine Absicht. Ich habe mich furchtbar gefühlt wegen dem, was passiert ist."
Ich habe gescrollt, ohne richtig hinzusehen. Und bam, ich habe schnell geteilt. Gewaltiger Fehler. Es war wirklich nie meine Absicht. Ich habe mich furchtbar gefühlt wegen dem, was passiert ist.
Dann erinnerte sie an ihren ersten großen internationalen Durchbruch beim Lollapalooza Argentina 2019 und sagte, dieser Moment habe ihre Karriere geprägt. „Meine Liebe zu dem Land ist ungebrochen. Ich habe immer gesagt, ihr seid das beste Publikum der Welt", fügte sie hinzu und erntete anhaltenden Applaus.
Reaktion der Fans
Vor dem Konzert lag Unsicherheit in der Luft. Die Türen öffneten um 19 Uhr, aber die Halle füllte sich langsam, und viele Besucher diskutierten, ob sie kommen sollten. Einige sagten gegenüber lokalen Medien, sie seien immer noch verärgert („Ich wäre fast nicht gekommen, weil ich beleidigt war"), während andere meinten, sie würden es bereuen, zu hart gewesen zu sein. Als Rosalía jedoch die Bühne betrat, brach die Menge in Jubel aus, skandierte „Olé, olé, olé, Rosi, Rosi" und später minutenlang ihren Namen. Die Entschuldigung bewegte die Sängerin sichtlich, die mit verweinten Augen wirkte, als ob sie geweint hätte. Trotz der Boykottaufrufe im Internet war die Arena voll, und es gab keine Anzeichen für massenhafte Ticketrückgaben.
Die Show geht weiter
Nach dem emotionalen Austausch verlief das Konzert mit der vollständigen Lux-Tour-Produktion. Rosalía spielte Hits wie „La Perla" – das das Publikum mitsang – und „Reliquia", dessen Textzeile „El cielo nació en Buenos Aires" besonders starke Reaktionen hervorrief. Die argentinische Sängerin Ángela Torres kam als Gast während des „Confesionario"-Segments dazu. Rosalía überraschte das Publikum zudem mit einer englischen Version von „Can't Take My Eyes Off You" und einem Klavierstück von „Alfonsina y el mar", dem von Mercedes Sosa populär gemachten Klassiker. Die vier Termine in Buenos Aires dauern bis Anfang August an.
- Spanien besiegt Argentinien; Rosalía teilt daraufhin ein TikTok-Video von Mia Khalifa, das sich über die argentinische Mannschaft lustig macht.
- Fans rufen zum Boykott von Rosalías Buenos-Aires-Konzerten auf; sie löscht den Beitrag innerhalb weniger Stunden.
- Rosalía entschuldigt sich kurz auf Instagram mit den Worten 'Mala mía' (Mein Fehler), doch viele Fans empfinden dies als unzureichend.
- In der Movistar Arena in Buenos Aires entschuldigt sich Rosalía persönlich bei 15.000 Fans und bezeichnet das Teilen des Videos als 'gewaltigen Fehler'.


