Humanoide Roboter schlagen Usain Bolts 100-Meter-Sprintrekord in Peking
Mehr als 2.000 humanoide Roboter traten in der Olympischen Eisschnelllaufhalle Pekings an, wo der chinesische Tiangong Ultra die 100 Meter in 9,39 Sekunden und die 400 Meter in 38,15 Sekunden lief.
Bahnrekorde in Peking
Mehr als 2.000 humanoide Roboter versammelten sich in der Olympischen Eisschnelllaufhalle Pekings für die fünftägigen World Humanoid Robot Games. Im zweiten Jahr umfasst das Turnier 51 Einzelveranstaltungen und 30 Sportdisziplinen, darunter Leichtathletik, Fußball, Boxen, Hochsprung, Kampfsport und Tischtennis. Das Wettkampfprogramm wurde am Samstag mit Sprintläufen eröffnet, bei denen ein kopfloser weißer Roboter namens Tiangong Ultra die 100 Meter in 9,39 Sekunden absolvierte, wie der chinesische Staatsender CCTV berichtete. Diese Marke übertraf den 9,58-Sekunden-Benchmark des jamaikanischen Sprinters Usain Bolt aus dem Jahr 2009. In einem früheren Testlauf legte ein von Smartphone-Hersteller Honor entwickelter Roboter die 100-Meter-Strecke in 9,32 Sekunden zurück. Am zweiten Wettkampftag unterbot Tiangong Ultra den menschlichen 400-Meter-Standard um fast fünf Sekunden mit einer Zeit von 38,16 Sekunden, die später auf 38,15 Sekunden korrigiert wurde.
- Honor-Roboter (Testlauf)
- 9.32 s
- Tiangong Ultra
- 9.39 s
- Usain Bolt (2009)
- 9.58 s
Wettkampfplan und mechanische Hürden
Tiangong Ultra wurde vom Pekinger Innovationszentrum für humanoide Robotik entwickelt, einer von der Stadtregierung unterstützten Forschungseinrichtung. Während seines 400-Meter-Laufs schwankte die weißgehäusige Maschine und schlug die Arme seitlich hin und her, bevor sie die Ziellinie ohne Sturz überquerte. Andere Teilnehmer erlitten am Eröffnungswochenende mechanische Ausfälle. Mehrere Roboterläufer starteten nicht von der Startlinie, andere brachen unmittelbar nach dem Startschuss auf der Bahn zusammen oder bewegten sich kaum schneller als im Gehtempo. Im Boxturnier taumelte ein humanoider Teilnehmer in die Seile und blieb regungslos, bis Techniker ihn aus dem Ring entfernten. Auf dem Fußballplatz schossen Kleinkind-große Roboter Bälle über kniehohe Begrenzungszäune, und eine Einheit imitierte die Jubelpose des Fußballers Cristiano Ronaldo.
- Tiangong Ultra läuft 9,39 Sekunden im 100-Meter-Sprint während der Eröffnungszeremonie
- Tiangong Ultra absolviert das 400-Meter-Rennen in 38,15 Sekunden am zweiten Wettkampftag
Praktischer Einsatz und öffentliche Reaktion
Neben den Sportdisziplinen müssen die Humanoiden im Veranstaltungsplan auch industrielle und logistische Aufgaben erfüllen, darunter das Anschließen von Elektrokabeln und das Bearbeiten von Paketen. Das chinesische Turnier dient als öffentliche Demonstration der heimischen Robotikfähigkeiten im anhaltenden technologischen Wettbewerb mit den Vereinigten Staaten. Technische Experten, die die Spiele beobachteten, erklärten, dass humanoide Einheiten weitgehend auf Forschungsumgebungen, Vorführungen und Unterhaltungsausstellungen beschränkt bleiben, während der alltägliche kommerzielle Einsatz noch Hürden gegenübersteht. Zuschauer in Peking stellten die physische Beschleunigung der Maschinen der praktischen häuslichen Unterstützung gegenüber. Hou Yali, eine 72-jährige Rentnerin, die für wöchentliche Reinigung und Kochen Handwerker bezahlt, besuchte die Wettkämpfe in der Halle und forderte direkte Mensch-gegen-Maschine-Rennen.
Wir werden deutlicher sehen können, ob Maschinen Menschen übertreffen können.
Hou betonte, dass Laufgeschwindigkeiten nicht mit den kognitiven Fähigkeiten gleichzusetzen seien, die für die häusliche Pflege erforderlich sind.
Im Moment ist das nur Laufen, nur ein Wettbewerb der Geschwindigkeit. Es ist kein Test der Intelligenz oder der Einstellung von jemandem für Haushaltsaufgaben oder als Betreuungskraft.


