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Hormus brennt, Paris schwitzt

USA greifen Iran an, Hitze testet Regierungen und Ukraine baut für Verbündete um

Die schwersten Nachrichten des Tages kamen von Engstellen, Wetterkarten und Kriegskabinetten. Iran und die Vereinigten Staaten rückten den Golf näher an eine offene Unterbrechung, während Hitze und Feuer Regierungen von Ostasien bis Westeuropa in den Notfallmodus zwangen.

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© Al Jazeera Online
Fußball·vor 2 Std.

Argentinien und England stehen vor emotional aufgeladenem WM-Halbfinale in Atlanta – historische Rivalität neu entfacht

Argentinien und England treffen am Mittwoch im WM-Halbfinale in Atlanta aufeinander – das erste Pflichtspiel zwischen den Teams seit 2002. Es belebt eine Rivalität, die vom Falklandkrieg, Diego Maradonas ‚Hand Gottes‘ und jahrzehntelangem Fußballdrama geprägt ist.

Rivalität neu entfacht

Argentinien und England erneuern am Mittwoch im WM-Halbfinale eine der emotionalsten Rivalitäten des internationalen Fußballs. Die Begegnung weckt Erinnerungen an das Viertelfinale von 1966, den Falklandkonflikt von 1982 und Maradonas berüchtigtes Tor von 1986. Es ist das erste Aufeinandertreffen seit einem Freundschaftsspiel 2005 in Genf und das erste Pflichtspiel seit David Beckhams Elfmeter zum 1:0-Sieg 2002. Argentiniens Trainer Lionel Scaloni rief zur Zurückhaltung auf und bezeichnete das Spiel als „ein Fußballspiel. Punkt.“

Es ist ein Fußballspiel. Mehr steckt nicht dahinter.

— Lionel Scaloni

Argentiniens Stürmer Jose Manuel Lopez räumte das historische Gewicht ein: „Außerhalb der vier Linien des Platzes ist es eine Begegnung mit viel Geschichte, viel Schmerz und viel dahinter“, betonte aber, dass die Mannschaft professionell damit umgehen werde.

Viertelfinal-Ergebnisse

Argentinien erreichte das Halbfinale mit einem 3:1-Sieg nach Verlängerung gegen die Schweiz am Samstag in Kansas City und erzielte in der zweiten Verlängerungshälfte zwei späte Tore. England besiegte am selben Abend Norwegen 2:1 in Miami, wobei Jude Bellingham in der Verlängerung den Siegtreffer erzielte, nachdem Andreas Schjelderup Norwegen in Führung gebracht hatte. Die Vorbereitung zu Bellinghams Ausgleich war von Kontroversen überschattet, als ein norwegischer Abstoß ein über Kopfhöhe hängendes Fernsehkabel zu treffen schien, obwohl die FIFA erklärte, ein Sensor habe keinen Kontakt angezeigt. Norwegens Trainer Ståle Solbakken widersprach der Entscheidung und behauptete, sie habe „ein Missverständnis unter unseren Spielern“ verursacht.

Egal.

— Jude Bellingham

Bellingham, der im Turnier zuvor verwarnt worden war, dankte seiner Mutter, dass sie ihm half, eine gelbe Karte zu vermeiden, die ihn für das Halbfinale gesperrt hätte. Der frühere englische Kapitän David Beckham, der 2002 den entscheidenden Elfmeter verwandelte und 1998 gegen Argentinien die Rote Karte sah, verfolgte das Spiel von den Rängen und feierte mit der Mannschaft.

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Physisches Missverhältnis?

FIFA-Trackingdaten deuten darauf hin, dass Argentinien möglicherweise einen Nachteil bei der Athletik hat. Argentinien belegt Platz 48 von 48 Teams bei der Durchschnittsgeschwindigkeit und Platz 10 bei den Gesamtsprints, obwohl die Mannschaft mehr K.o.-Minuten absolviert hat als die meisten Gegner. Nur Alexis Mac Allister taucht unter den Top 20 Spielern bei der gelaufenen Distanz auf. Im Gegensatz dazu liegt Englands Bellingham bei den Sprints im Turnier auf Platz zwei, während der beste Argentinier, Enzo Fernandez, gemeinsam auf Platz 19 liegt. Argentiniens späte Tore – in den letzten drei Spielen fielen Treffer in der 79., 83., 92., 111., 112. und 121. Minute – haben den physischen Tribut überdeckt.

Weg ins Halbfinale
  1. 11. Juli 2026Argentinien 3:1 Schweiz (n.V.) in Kansas City
  2. England 2:1 Norwegen (n.V.) in Miami
  3. 12. Juli 2026Teams reisen nach Atlanta und halten Erholungseinheiten ab
  4. 15. Juli 2026WM-Halbfinale: Argentinien vs. England im Mercedes-Benz Stadium

Scaloni räumte ein, dass die Schweiz „körperlich sehr stark“ sei, und das Muster, Schwierigkeiten bei Zweikämpfen zu haben, könnte sich gegen eine englische Mannschaft wiederholen, die mehr hochintensive Läufe absolviert.

Was auf dem Spiel steht

Der Sieger von Mittwoch trifft im Finale auf Frankreich oder Spanien. Lionel Messi, 39, spielt sein letztes WM-Turnier und trifft zum ersten Mal in einem Pflichtspiel auf England, nachdem er für das Freundschaftsspiel 2005 gesperrt war. Die Begegnung ist auch abseits des Platzes symbolträchtig. Argentinische Fans haben während des Turniers einen Gesang angestimmt, der die Falklandinseln und Maradona erwähnt – eine Erinnerung an den Konflikt von 1982, bei dem 649 argentinische und 255 britische Soldaten starben. Scaloni vermied es, direkt auf den Gesang einzugehen, und wiederholte stattdessen sein Mantra, dass es sich nur um ein Spiel handele.

Abwesenheit lässt die Herzen bei England und Argentinien ganz gewiss nicht höher schlagen.

— The New York Times

Ausblick

Thomas Tuchel, erst der vierte englische Trainer, der ein Männer-WM-Halbfinale erreicht, kritisierte die Leistung seiner Mannschaft gegen Norwegen als „glücklich“. Mit Messi, der einen zweiten WM-Titel anstrebt, und Bellingham in Topform verspricht die Begegnung große Emotionen und taktische Finesse. Anstoß ist am Mittwochabend im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta.

Atlanta · Kansas City · Miami
Lionel ScaloniLionel MessiJude BellinghamThomas TuchelDavid BeckhamStåle SolbakkenJose Manuel LopezZlatan Ibrahimovic
Lionel MessiAtlantaErling HaalandHarry KaneDavid Beckham

6 Quellen

  • Argentina cool rivalry talk ahead of England World Cup semi-final
    Reuters·vor 5 Std.
  • England on collision course with Messi and Argentina in World Cup semi-final grudge match
    The Guardian·vor 2 Std.
  • World Cup England vs Argentina: Historic rivalry renewed on biggest stage
    Al Jazeera Online·vor 2 Std.
  • World Cup semi-final just another game for laid-back Argentina
    The Irish Times·vor 4 Std.
  • The two factors that may leave Argentina at a disadvantage for World Cup semi-final
    The Independent·vor 5 Std.
  • England's World Cup semi-final with Argentina is going to be glorious, furious chaos
    The New York Times·vor 11 Std.

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