Entdeckungen · Perth
Chinesische Expedition entdeckt tiefsten, größten und ältesten Wal-Friedhof im Indischen Ozean
Ein chinesisches Forschungsteam hat fast 480 versteinerte Walkadaver gefunden, einige bis zu 5,3 Millionen Jahre alt, entlang eines 1.200 Kilometer langen Korridors in der Diamantina-Frakturzone.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von stern.de, RP Online, Focus und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Friedhof liegt in 4.200 bis 7.000 Metern Tiefe, erstreckt sich über 1.200 Kilometer und enthält 476 dokumentierte Wal-Fossilien.
Die Überreste umfassen ausgestorbene Schnabelwal-Gattungen wie Pterocetus und Izikoziphius sowie noch lebende Arten.
Die Knochen beherbergen Quallen, Schlangensterne, Muscheln und Osedax-Würmer, die eine spezialisierte biologische Gemeinschaft bilden.
V-förmige Topographie, hohe Knochendichte der Schnabelwale und Eisen-Mangan-Oxid-Beschichtungen verlangsamen die Zersetzung.
- 1.03.32 weitere Tauchgänge offenbaren einen 1.200 km langen Korridor mit 476 versteinerten Überresten.
- 1.01.Bisheriger Tiefenrekord von 4.204 Metern im südwestlichen Atlantik vor Brasilien aufgestellt.
- 10.06.Die Ergebnisse werden in der Fachzeitschrift Nature von Xiaotong Pengs Team veröffentlicht.
Die Entdeckung
Ein Team unter der Leitung von Xiaotong Peng von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Sanya hat eine riesige Walkadaver-Stätte im südöstlichen Indischen Ozean aufgedeckt. Der Fundort, etwa 1.000 Kilometer westlich von Perth, Australien, wurde erstmals im Februar 2023 vom chinesischen Tauchboot „Fendouzhe“ erkundet. Bei einem ersten Tauchgang in der Nähe der Dordrecht Deep entdeckten die Forscher Knochen, die aus dem Sediment in einer Tiefe von rund 7.000 Metern ragten, überzogen mit einer schwarzen Schicht aus Eisen-Mangan-Oxiden.
Ausmaß der Nekropole
Bei 32 weiteren Tauchgängen wurde das volle Ausmaß des Fundortes deutlich. Der sogenannte „Whale-Fall-Super-Korridor“ erstreckt sich über 1.200 Kilometer entlang der Diamantina-Frakturzone und liegt in Tiefen zwischen 4.200 und 7.000 Metern. Das Team dokumentierte 476 versteinerte Walkadaver, was ihn zum tiefsten, größten und ältesten bekannten Wal-Friedhof macht. Der bisherige Tiefenrekord war ein im Jahr 2016 gemeldeter Fundort im südwestlichen Atlantik vor Südbrasilien in 4.204 Metern Tiefe. Der neue Fundort liegt bis zu 2.800 Meter tiefer.
„Ich war erstaunt über die vielen Kadaver, von denen einige Millionen Jahre alt sind.“
Uralte Arten und lebende Ökosysteme
Die Fossilien umfassen sowohl noch existierende Arten, wie den Andrew-Schnabelwal und den Layard-Schnabelwal, als auch längst ausgestorbene Gruppen wie die Schnabelwal-Gattungen Pterocetus und Izikoziphius. Einige Exemplare sind bis zu 5,3 Millionen Jahre alt. Die Knochen beherbergen ein hochspezialisiertes Ökosystem, das von Quallen, Schlangensternen, Muscheln und Bartwürmern der Gattung Osedax dominiert wird.
„Die lebenden Ökosysteme, die wir dort sahen, boten eine völlig neue Perspektive auf diesen ansonsten dunklen und kalten Meeresboden.“
Warum hier?
Mehrere Faktoren erklären die Konzentration der Überreste. Die V-förmige Topographie der tief eingeschnittenen Bruchzone begünstigt die Ansammlung von Kadavern. Schnabelwale haben eine sehr hohe Knochendichte, sodass ihre Skelette besonders langsam verwesen. Eine zusätzliche Schutzschicht aus Eisen-Mangan-Oxid überzieht die Fossilien. Die Forscher schätzen, dass in diesem Gebiet mehr als zehn Millionen Kadaver liegen könnten, mit Dichten von bis zu 750 Walen pro Quadratkilometer. Der Fundort fungiert zudem als Kohlenstoffsenke und bindet Millionen Tonnen Kohlenstoff.
„Die große Zahl dokumentierter fossiler Walkadaver – darunter eine neue Schnabelwal-Art – ist wirklich erstaunlich und von großer Bedeutung für das Verständnis der Evolution und Verbreitung von Walen.“
Globaler Kontext
Während Walkadaver-Fälle häufig vorkommen, wurden weltweit bisher nur etwas mehr als 70 solcher Gebiete dokumentiert. Das Team, das in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht, erwartet, dass es weltweit viele weitere Wal-Friedhöfe gibt. Fossilienfunde aus der Schleppnetzfischerei deuten auf ähnliche Stätten vor den Küsten Südafrikas und der Iberischen Halbinsel hin.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Xiaotong Peng
- Leitender Forscher von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Sanya, der die Expedition leitete.
- Peng Zhou
- Koautor der Studie, der die lebenden Ökosysteme am Wal-Fall-Standort beschrieb.
- Craig Smith
- Ozeanforscher an der Universität von Hawaii, der die Bedeutung der Entdeckung kommentierte.
- Orte
- Perth
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