
Untersuchungsbericht zum Zugunglück von Riedlingen zum Jahrestag erwartet
Ein Jahr nach der Entgleisung eines Regionalzugs in Riedlingen mit drei Toten und Dutzenden Verletzten will das Bundesamt für Eisenbahnunfalluntersuchung den Abschlussbericht am Jahrestag, dem 27. Juli 2026, veröffentlichen.
Der Unfall
Am 27. Juli 2025 entgleiste ein Regionalzug nahe Riedlingen im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg. Drei Menschen starben: der Triebfahrzeugführer, ein Eisenbahn-Azubi und eine 70-jährige Fahrgästin. Mehr als 30 Fahrgäste wurden verletzt, einige lebensgefährlich. Nach Angaben der Ermittler hatte vermutlich ein durch heftigen Regen kurz vor dem Unfall ausgelöster Erdrutsch die Entgleisung verursacht. Mehrere Waggons verkeilten sich, der erste Wagen wurde einen Bahndamm hinaufgeschoben und prallte gegen einen Baum, wobei die Front abgerissen wurde.
Ermittlungen laufen
Die Staatsanwaltschaft Ravensburg leitete nach dem Unfall ein Todesermittlungsverfahren ein, was bei unnatürlichen Todesfällen Standard ist. Ein Sprecher sagte, die Ermittlungen warteten noch auf ein geologisches Gutachten. Parallel dazu erstellt das Bundesamt für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) in Bonn seinen eigenen Abschlussbericht. Das BEU hat die beteiligten Eisenbahnen um Stellungnahme zu seinen Erkenntnissen gebeten und wird diese auswerten, bevor das Dokument fertiggestellt wird.
Der abschließende Untersuchungsbericht zum Ereignis wird dann erstellt. Der Untersuchungsbericht soll dann am Jahrestag des Ereignisses veröffentlicht werden.
Das BEU teilte mit, der Bericht werde auf seiner Website öffentlich zugänglich gemacht.
Streckensanierung und Zeitplan
Die Bahnstrecke wurde nach dem Unfall gesperrt. Die Reparaturarbeiten dauerten mehr als vier Monate, bevor die Strecke wieder für Züge freigegeben werden konnte.
- Regionalzug entgleist nahe Riedlingen: 3 Tote, über 30 Verletzte.
- Geplante Veröffentlichung des BEU-Abschlussberichts zum ersten Jahrestag.


