
Verdächtige im Fall des Messerangriffs von Eleusis fordern Ablösung der Ermittlungsrichterin
Die Anwälte der beiden Verdächtigen im Messerangriff von Eleusis auf einen 32-Jährigen haben die Ablösung der Ermittlungsrichterin beantragt. Sie argumentieren, die Richterin habe einen Haftbefehl erlassen, nachdem sich einer der Verdächtigen bereits gestellt hatte. Der Antrag hat die Vernehmungen der beiden Männer vorerst gestoppt.
Antrag auf Ablösung der Ermittlungsrichterin
Der Anwalt der beiden Männer, die des Messerangriffs auf einen 32-Jährigen in Eleusis beschuldigt werden, hat einen Antrag auf Ablösung der mit dem Fall befassten Ermittlungsrichterin gestellt. Der Anwalt argumentiert, sie habe einen Haftbefehl erlassen, obwohl sich einer der beiden Verdächtigen bereits den Behörden gestellt hatte. Der Antrag wurde an dem Tag eingereicht, an dem die Verdächtigen ihre Aussagen machen sollten; diese Vernehmungen haben noch nicht begonnen.
Der Rat für Ordnungswidrigkeiten in Athen, ein richterliches Gremium, muss nun über den Antrag entscheiden. Bis zu seiner Entscheidung ruhen die Ermittlungen, und beide Verdächtigen bleiben in Haft. Das Gremium entscheidet auch, ob die derzeitige Ermittlungsrichterin den Fall behält oder ob er an eine andere Richterin oder einen anderen Richter übergeht; eine Entscheidung wird möglicherweise noch am selben Tag erwartet.
- Messerangriff auf einen 32-Jährigen in Eleusis, Donnerstagnachmittag
- Verteidigung reicht Antrag auf Ablösung der Ermittlungsrichterin ein
- Rat für Ordnungswidrigkeiten in Athen entscheidet über den Antrag
Vorwürfe gegen die Verdächtigen
Die beiden Verdächtigen im Alter von 18 und 22 Jahren werden beschuldigt, den 32-Jährigen am Donnerstag, dem 8. Oktober, am Nachmittag angegriffen zu haben. Nach Angaben von NEWS 24/7 drohen ihnen Verfahren wegen versuchten vorsätzlichen Totschlags als Mittäter, wegen Tragens und Besitzes einer Waffe sowie wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Derselbe Sender berichtet unter Berufung auf Medienquellen, die beiden Männer seien Mitglieder einer neonazistischen Organisation.
Das Opfer wird von NEWS 24/7 als Antifaschist beschrieben. Andere Medien bezeichnen den Fall als Messerangriff und nennen von den Verdächtigen nur das Alter.
Die Aussage der Verdächtigen
Berichten zufolge wollen die beiden Männer geltend machen, der 32-Jährige habe sie zuerst angegriffen und sie hätten in Notwehr gehandelt. Ihre Vernehmungen hatten noch nicht begonnen, als die Verteidigung den Antrag einreichte; diese Darstellung ist daher noch nicht zu Protokoll der Ermittlungsrichterin gebracht worden.
Wie es weitergeht
Nimmt der Rat den Antrag an, ginge der Fall an eine andere Ermittlungsrichterin oder einen anderen Ermittlungsrichter über, und die Vernehmungen würden nach dieser Entscheidung fortgesetzt. Lehnt er den Antrag ab, führt die derzeitige Richterin die Ermittlungen fort, und die Verdächtigen machen ihre Aussagen. Nach Abschluss der Vernehmungen entscheiden die Justizbeamten über die weitere strafrechtliche Behandlung der beiden Männer.


