Bundesrichter lehnt Antrag ab, Entlassungen beim Pentagon bei Stars and Stripes zu blockieren
Ein US-Bezirksgericht hat einen von drei Stars-and-Stripes-Journalisten beantragten einstweiligen Unterlassungsanspruch abgelehnt und dem Verteidigungsministerium damit gestattet, ihre Entlassungen nach einem Rundfunkinterview durchzuführen.
Gerichtsentscheidung zu Mitarbeiterentlassungen
Der US-Bezirksrichter Trevor McFadden lehnte am 4. September einen Eilantrag ab, der das Pentagon daran hindern sollte, drei Führungskräfte und Reporter von Stars and Stripes zu entlassen. Die rechtliche Anfechtung wurde vom Verleger Max Lederer, dem Chefredakteur Erik Slavin und der Nahost-Korrespondentin Lara Korte in Washington, D.C. eingereicht. Die Klage nennt sowohl das Verteidigungsministerium als auch Verteidigungsminister Pete Hegseth als namentlich genannte Beklagte. Die Journalisten beantragten eine einstweilige Verfügung, um ihre Kündigungen zu stoppen und ihre Wiedereinstellung zu erreichen. Sie argumentierten, dass Militärbeamte sie unrechtmäßig diszipliniert hätten, weil sie sich für die Autonomie der Redaktion eingesetzt hätten. McFadden, der von Donald Trump in das Bundesrichteramt berufen wurde, lehnte die Verfügung ab und erlaubte dem Pentagon, die Kündigungen bei der Militärzeitung voranzutreiben.
Ursprünge des Redaktionskonflikts
Der Konflikt entstand aus einem am 11. August von Stars and Stripes veröffentlichten Bericht, der sich verschlechternde Lebensbedingungen und psychische Gesundheitskrisen an Bord des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln aufdeckte. Verteidigungsbeamte wiesen Lederer an, Slavin und Korte nach der Veröffentlichung der Untersuchung zu entlassen. Lederer weigerte sich, die Anordnung zur Entlassung der Journalisten zu befolgen und kündigte anschließend seinen bevorstehenden Ruhestand an. Er erklärte, dass Pentagon-Beamte ohne seine Zustimmung oder vorherige Kenntnis einen aktiven Militärangehörigen als seinen stellvertretenden Verleger eingesetzt hätten. Slavin und Korte nahmen anschließend an einem Rundfunkinterview mit CBS News teil, in dem sie Bedenken über mögliche Zensur durch Militärbehörden äußerten. Das Pentagon entließ Slavin nach der Sendung wegen Insubordination, während Korte die gleiche Disziplinarmaßnahme erhielt.
Rechtliche Begründung zum Ersten Verfassungszusatz
In seinem Urteil stellte McFadden fest, dass die Journalisten bei ihrem Auftritt in der CBS-News-Sendung nicht als Privatpersonen gesprochen hätten. Der Richter kam zu dem Schluss, dass Slavin und Korte das Interview im Rahmen ihrer offiziellen Pflichten als öffentliche Angestellte, die die Zeitung vertreten, geführt hätten. Das Gericht befand, dass die Entlassungen nicht gegen den verfassungsmäßigen Schutz der Meinungsfreiheit verstoßen hätten, da der Auftritt die Genehmigung des Arbeitsplatzes erhalten hatte. McFadden stellte außerdem fest, dass die allgemeine redaktionelle Unabhängigkeit von Stars and Stripes durch den vorliegenden Fall nicht unmittelbar bedroht sei.
Die Kläger argumentieren, dass ihre Kündigung die geschützte Meinungsäußerung ihrer selbst und anderer bei Stripes unterdrücken werde. Die Kläger haben hier keine Unterdrückung nachweisen können.
Der Richter betonte, dass Personalmaßnahmen als Reaktion auf Arbeitsplatzäußerungen außerhalb der Grenzen geschützter Ansprüche nach dem Ersten Verfassungszusatz lägen.
Sie werden entlassen, weil sie im Namen ihrer Zeitung vorab genehmigte Interviews gegeben haben, in denen sie sich weitgehend an die Unternehmenslinie gehalten haben. Was auch immer ein solches Vorgehen sonst verletzen mag, es verstößt nicht eindeutig gegen den Ersten Verfassungszusatz.
Breitere rechtliche Herausforderungen und Verteidigungskontrolle
Die Journalisten werden von einem Bündnis juristischer Gruppen vertreten, darunter der Democracy Defenders Fund, Lawyers for Good Government, das Government Accountability Project und eine Klinik der Yale Law School. Nach der Entscheidung bezeichnete der Rechtsbeistand der Kläger das Gerichtsurteil als enttäuschend. Die Klage ist eine von mindestens drei separaten rechtlichen Schritten, die dem Pentagon vorwerfen, eine größere redaktionelle Kontrolle über das historisch unabhängige Medium anzustreben. Zu den Mitgliedern des Beirats der Publikation gehören die mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Journalisten Susan Dardarian und William Church. McFadden hatte zuvor gegen die Trump-Administration in einer Klage der Associated Press über den Pressezugang nach einer Präsidentendirektive zum Golf von Mexiko entschieden und das Weiße Haus angewiesen, die vollständigen Akkreditierungen wiederherzustellen.
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