
Spanischer Richter ordnet Festnahme des rechten Aktivisten Vito Quiles nach monatelangen juristischen Auseinandersetzungen an
Ein Madrider Richter hat am Mittwoch einen Haftbefehl gegen den rechten Aktivisten Vito Quiles erlassen, nachdem er mehrfach Vorladungen vor Gericht ignoriert hatte. Die Polizei durchsuchte seinen Arbeitsplatz, fand ihn jedoch nicht.
Ein spanischer Richter hat die Festnahme von Vito Quiles angeordnet, einem rechten Aktivisten und Online-Agitator, nachdem er wiederholt nicht zu Gerichtsterminen erschienen war. Die Entscheidung vom Mittwoch, dem 1. Juli 2026, erging nach monatelangen angesammelten Gerichtsverfahren und nicht zugestellten Benachrichtigungen.
Haftbefehl und Polizeidurchsuchung
Polizeibeamte begaben sich zur Madrider Zentrale von EdaTV, dem YouTube-Kanal, bei dem Quiles arbeitet, um den Haftbefehl zu vollstrecken. Er war zu diesem Zeitpunkt nicht dort. Quiles selbst kündigte den Schritt in den sozialen Medien an und erklärte, er werde sich am folgenden Tag auf einer Polizeiwache stellen.
Ein Richter hat meine Festnahme angeordnet, nach einer massiven Denunziationskampagne von Sánchez' Umfeld im Anschluss an meine Begegnung mit Begoña Gómez. Die Regierung nutzt die Justiz, um ihre Gegner grundlos zu verfolgen, spielt aber das Opfer, wenn ihre Korruption verurteilt wird. Kein Schritt zurück.
Sein Anwalt Juan Gonzalo Ospina kritisierte das Vorgehen und sagte, es gebe weniger aggressive Wege, Quiles zu benachrichtigen.
Es ist eine unverhältnismäßige Maßnahme. Sie hätten ihn oder seinen Vertreter benachrichtigen oder zu seiner Privatwohnung gehen können, nicht zum Unternehmen.
Die offenen Verfahren gegen Quiles
Dem Aktivisten drohen mindestens fünf Strafverfahren. Dazu gehört eine Anklage wegen Hasskriminalität aus dem Jahr 2024, als er angeblich eine behinderte Person angriff, die gegen die Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso protestierte. Die Staatsanwaltschaft fordert eine zweijährige Haftstrafe und ein fünfjähriges Berufsverbot als Journalist.
Ein weiterer Fall betrifft Geheimnisverrat und Belästigung von Beatriz Corredor, der Präsidentin von Red Eléctrica Española. Kurz nach dem landesweiten Stromausfall am 28. April 2025 veröffentlichte Quiles Corredors Privatadresse und Fotos ihres Gebäudes in den sozialen Medien. In diesem Fall erschien er am 7. April 2026 vor dem Ermittlungsgericht.
Zudem wird er wegen Verleumdung und übler Nachrede gegen Rubén Sánchez, den Generalsekretär der Verbraucherorganisation Facua, angeklagt. Zwei weitere Beschwerden, eine von Begoña Gómez, der Ehefrau von Premierminister Pedro Sánchez, und eine von der politischen Analystin Sarah Santaolalla, wurden Anfang des Jahres vorläufig zu den Akten gelegt.
Auseinandersetzungen mit Institutionen
Neben den strafrechtlichen Verfahren ist Quiles wiederholt mit Institutionen aneinandergeraten. Im Mai entzog ihm der Kongress der Abgeordneten für drei Monate die Presseakkreditierung. Das Parlamentsgremium befand, dass er einen schweren Verstoß begangen habe, indem er unbefugte Aufnahmen in gesperrten Bereichen des Gebäudes machte und verbreitete – ein Vorfall, der den ehemaligen Premierminister José Luis Rodríguez Zapatero betraf.
Was als Nächstes kommt
Quiles, der in Alicante gemeldet ist, aber in Madrid lebt, hat angekündigt, dass er sich am Donnerstag mit seinem Anwalt auf der nächstgelegenen Polizeiwache stellen wird. Welcher konkrete Fall den Haftbefehl ausgelöst hat, ist noch unbekannt, da das Gericht noch nicht mitgeteilt hat, aus welchem Verfahren er stammt. Bis dahin bleibt der Haftbefehl bestehen.
- Quiles begeht angeblich eine Hassstraftat gegen eine behinderte Person, die gegen Isabel Díaz Ayuso protestiert.
- Ein großer Stromausfall trifft Spanien.
- Quiles erscheint vor Gericht im Fall des Geheimnisverrats und der Belästigung gegen Red Eléctrica-Präsidentin Beatriz Corredor.
- Ein Richter legt die Beschwerde von Begoña Gómez gegen Quiles zu den Akten.
- Ein Richter erlässt einen Haftbefehl; Polizei durchsucht Quiles' Arbeitsplatz, findet ihn aber nicht.


