Rheinfähren nehmen Betrieb in ganz Westdeutschland wieder auf, da sich die Wasserstände erholen
Fährbetreiber entlang des Rheins in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben nach wochenlangen dürrebedingten Einstellungen den Fährverkehr wieder aufgenommen, wobei auf mehreren Strecken weiterhin Gewichtsbeschränkungen gelten.
Betriebsaufnahme nach wochenlangen Beeinträchtigungen
Die Wasserstände des Rheins beginnen sich zu erholen, sodass mehrere Personen- und Autofähren in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz nach langen dürrebedingten Einstellungen den Betrieb wieder aufnehmen können. Im Süden Düsseldorfs nahm die Auto- und Personenfähre, die die Altstadt von Zons in Dormagen verbindet, am Samstagmorgen nach einer 29-tägigen Pause im Juli und August wieder ihren Dienst auf. Die Fähre des Bislicher Bürgervereins, die zwischen Xanten und Wesel am Niederrhein verkehrt, nahm nach einer dreiwöchigen Pause ebenfalls am Samstag den Betrieb wieder auf. Weiter flussaufwärts war der Betrieb bereits früher in der Woche zurückgekehrt: Die Weiß-Fähre in Köln nahm am Freitag ihren Dienst wieder auf, die Überfahrten in Bad Honnef und Kaub bereits am Donnerstag.
Finanzielle Belastung und betriebliche Anpassungen
Die lange Unterbrechung setzte die familiengeführten und kommunalen Betreiber in ihrer umsatzstärksten Jahreszeit wirtschaftlich stark unter Druck. Jens Jansen, dessen Familienunternehmen die Fähre Düsseldorf-Zons mit fünf festen und fünf saisonalen Mitarbeitern betreibt, merkte an, dass das Unternehmen kurz vor der Beantragung von staatlich bezuschusster Kurzarbeit stand.
Da wir einen großen Teil unserer Einnahmen im Frühjahr und Sommer erzielen, sind die wirtschaftlichen Folgen natürlich erheblich.
Auch kommunale Betriebe erlitten finanzielle Einbußen. In Leverkusen verzeichnete die Personenfähre Hitdorf, die normalerweise im Juli durchschnittlich 350 Personen pro Tag über den Fluss nach Köln befördert, während einer Betriebsunterbrechung von über 30 Tagen Einnahmeverluste von rund 30.000 Euro.
Fahrrinnenbeschränkungen und Sicherheitsmaßnahmen
Obwohl der Flussverkehr zurückkehrt, erlegen die anhaltend niedrigen Wassertiefen mehreren Strecken weiterhin strenge betriebliche Einschränkungen auf. In Bad Honnef nahm die Siebengebirgs-Fähre den Transport nur für Personenkraftwagen bis zur Größe eines VW-Busses wieder auf; Wohnmobile und gewerbliche Transportfahrzeuge bleiben aufgrund des geringen Tiefgangs ausgeschlossen. Zwischen Bad Breisig und Bad Hönningen hielten die Betreiber die Überfahrten aufrecht, indem sie eine spezielle Niedrigwasserrampe einsetzten und das Einzelfahrzeuggewicht auf 7,5 Tonnen begrenzten. Philipp Feine, Fährleiter für den Dienst Xanten-Wesel, stellte die Dauer im Vergleich zu früheren Saisons fest.
Das war unsere längste naturbedingte Zwangspause; beim Niedrigwasser 2022 waren es zwei Wochen.
Wasserstandsausblick entlang der Strecke
Die hydrologischen Bedingungen am Rhein bleiben trotz der jüngsten Regenfälle prekär. In Düsseldorf, wo die Pegelmessungen am Ufer Anfang August ins Negative fielen, wurde der Pegel am Samstag voraussichtlich fast 40 Zentimeter erreichen, während die ausgebaggerte Fahrrinne eine Tiefe von 1,59 Metern beibehielt. Da die Wasserstandsvorhersagen nach dem Wochenende mögliche Rückgänge anzeigen, entschieden sich die Betreiber der Fähre zwischen Kaiserswerth und Meerbusch-Langst gegen eine sofortige Wiederaufnahme und streben stattdessen eine Wiederaufnahme des planmäßigen täglichen Betriebs am 2. September in Abstimmung mit dem Schuljahresbeginn an. Der Fährdienst Hitdorf zwischen Leverkusen und Köln soll die Wiedereröffnung frühestens am Montag versuchen.
- Fähren in Kaub und Bad Honnef nehmen nach Niedrigwasser-Pausen den Betrieb wieder auf.
- Die Weiß-Fähre in Köln nimmt den Personen- und Fahrzeugverkehr wieder auf.
- Die Überfahrten zwischen Düsseldorf-Zons und Xanten-Wesel kehren zum regulären Betrieb zurück.
- Die Personenfähre Hitdorf zwischen Leverkusen und Köln plant die Wiederaufnahme des Verkehrs.
- Die Fähre Kaiserswerth-Meerbusch strebt die Wiederaufnahme zum Beginn des Schuljahres an.


