
Erdbeben in Venezuela: Zahl der Toten steigt auf 1.430, 50.000 werden noch vermisst, während Rettungsteams eintreffen
Drei Tage nach einem Doppelbeben im Norden Venezuelas treffen internationale Rettungsteams ein, während immer noch Überlebende aus den Trümmern geborgen werden. Die Zahl der Toten ist jedoch auf 1.430 gestiegen, 50.000 Menschen werden vermisst.
Die Katastrophe
Am Mittwoch, dem 24. Juni, erschütterten zwei Erdbeben den Norden Venezuelas und verwüsteten Küstenstädte wie La Guaira sowie die Hauptstadt Caracas. Die Zahl der Toten stieg bis Samstag auf mindestens 1.430, während nach offiziellen Angaben vom 27. Juni noch 50.000 Menschen als vermisst gelten. Eine frühere Zählung hatte 920 Tote ergeben. Der Schaden wird auf 6 % des venezolanischen BIP geschätzt.
Rettungsarbeiten
Etwa 2.000 Such- und Rettungsspezialisten aus Ländern wie Großbritannien, Mexiko, Costa Rica, Frankreich und Spanien sind eingetroffen, während 14.000 venezolanische Soldaten mobilisiert wurden. In Caracas wurde eine Landebahn wiedereröffnet, um US-Flugzeuge mit humanitärer Hilfe zu empfangen.
Ich habe immer noch Vertrauen und Hoffnung, dass Überlebende gerettet werden.
Momente der Hoffnung
Am Freitag, 32 Stunden nach den Beben, wurde ein 18 Tage altes Baby lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes in La Guaira geborgen. Die Rettung löste eine Welle des Optimismus aus, doch viele Einwohner suchen noch immer mit bloßen Händen.
- Zwei Erdbeben erschüttern den Norden Venezuelas.
- Ein 18 Tage altes Baby wird 32 Stunden nach den Beben aus den Trümmern in La Guaira gerettet.
- Internationale Rettungsteams treffen ein; Flughafen Caracas wird für Hilfslieferungen wiedereröffnet; Regierung schränkt Zugang zu La Guaira ein.
Kritik und Zugangsbeschränkungen
Als die internationale Hilfe eintraf, wuchs die Frustration unter den Einheimischen, die sich darüber beklagten, ohne geeignete Ausrüstung durch die Trümmer graben zu müssen. Die Regierung schränkte den Zugang zum Katastrophengebiet um La Guaira, etwa 40 km von Caracas entfernt, ein, um die Rettungsarbeiten zu erleichtern. Dieser Schritt stieß auf Misstrauen, und einige stellten die Genauigkeit der offiziellen Zahlen der Vermissten in Frage.
Wirtschaftliche Folgen
Die beiden Beben verursachten Schäden in Höhe von 6 % des venezolanischen BIP. Allein in La Guaira stürzten mindestens 100 Gebäude ein.


