Wahlen · Washington

US-Midterms: 47,9 Millionen Stimmen bereits vorab abgegeben – mehr als 2022 insgesamt

Das Election Lab der University of Florida hat bis zum 30. Oktober landesweit 47.922.669 vorab abgegebene Stimmen gezählt, wobei die Demokraten in den Bundesstaaten führen, die die Parteizugehörigkeit erfassen. In umkämpften Bundesstaaten wie Texas und Kansas ist die Beteiligung deutlich gestiegen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von iefimerida.gr, H Kαθημερινή und ΣΚΑΪ. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington · Vereinigte Staaten

Rekordbeteiligung bei der Vorabwahl

Das Election Lab der University of Florida hat landesweit 47.922.669 vorab abgegebene Stimmen gezählt. Das liegt über den 45,9 Millionen, die bei den Midterms 2022 abgegeben wurden – dem bisherigen Höchstwert bei der Vorabwahl. Bundesdaten verzeichnen 226 Millionen Menschen in den Wählerverzeichnissen für diesen Wahlzyklus. Die eigentliche Wahl findet am Dienstag, 3. November 2026 statt, doch Wählerinnen und Wähler können bereits im Voraus abstimmen; die Zahl ist daher ein laufender Stand, der weiter steigen wird.

Vorabstimmen landesweit: Stand 2026 gegenüber 2022Mio. Stimmen
2026 (Stand 30. Oktober)
47.92 Mio. Stimmen
Midterms 2022
45.9 Mio. Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Umkämpfte Bundesstaaten treiben den Anstieg

Der Anstieg zeigt sich am deutlichsten in Bundesstaaten, die als umkämpft gelten. In Texas, wo der demokratische Senatskandidat James Talarico drei Jahrzehnte republikanischer Dominanz beenden will, hatten bis Mittwoch, 28. Oktober, mehr als 6 Millionen Menschen gewählt. Die persönliche Vorabwahl stieg dort um etwa 50 % gegenüber 2022. In Kansas, wo ein republikanischer Senator Schwierigkeiten hat, lagen die in der Woche vor dem 30. Oktober abgegebenen Vorabstimmen nach Angaben lokaler Behörden fast zwei Drittel höher als 2022. Auch in North und South Carolina ist die Beteiligung hoch, und in Bundesstaaten, die Wählerdaten veröffentlichen, ist die Beteiligung schwarzer und hispanischer Wählerinnen und Wähler gestiegen.

Parteienverteilung der Vorabwähler

In Bundesstaaten, die die Parteizugehörigkeit erfassen, sind etwa 44 % der Vorabwähler Demokraten, 31 % Republikaner und 25 % Unabhängige oder Anhänger kleinerer Parteien.

Vorabwähler nach Parteien, Bundesstaaten mit Erfassung der Parteizugehörigkeit%
Demokraten
44 %
Republikaner
31 %
Unabhängige und andere Parteien
25 %

Daten aus dem Artikeltext

Die Parteizugehörigkeit auf einem vorab abgegebenen Stimmzettel garantiert keine Stimme für den Kandidaten dieser Partei, und zig Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner werden am Wahltag noch an die Urnen gehen. Die vorläufigen Zahlen sind daher nicht als Endergebnis zu lesen.

Zwei Parteien vor internen Prüfungen

Laut einer Analyse der Associated Press ruht der Zusammenhalt der Republikanischen Partei inzwischen vor allem auf Donald Trump selbst und nicht auf einer Reihe von Grundsätzen. Trump hat den dreiteiligen Konservatismus, den Ronald Reagan formulierte und der fiskalischen Konservatismus mit dem Schwerpunkt auf kleiner Regierung und Freihandel mit konservativen gesellschaftlichen Werten verband, seit Langem umgestoßen. Einige republikanische Kandidaten haben begonnen, auf Distanz zu dem 80-jährigen Präsidenten zu gehen. Der frühere republikanische Senator John E. Sununu, der erneut den Senatssitz von New Hampshire anstrebt, den er 2008 verlor, hat gesagt, nach Trumps Ausscheiden aus dem Amt werde ein großes politisches Vakuum entstehen. Die Demokratische Partei ist trotz gewachsener Begeisterung weiterhin unbeliebt und steuert auf einen offenen Konflikt zwischen ihrer etablierten Führung und stärkeren progressiven Kräften zu, die tiefgreifende Veränderungen verlangen. Moderate befürworten schrittweise Reformen, Progressive setzen auf eine allgemeine Gesundheitsversorgung, kostenlosen Zugang zu Gesundheits- und Kinderbetreuungsleistungen und niedrigere Militärausgaben. Mehrere Demokraten wollen die persönlichen Kosten für Versicherte senken und das bestehende System verbessern, während der linke Flügel ein universelles öffentliches Gesundheitssystem will. Auch Israel und der Krieg in Gaza spalten die Partei: Progressive Wähler fordern eine härtere Haltung gegenüber israelischen Operationen, andere Demokraten sorgen sich um wachsenden Antisemitismus. Die Kandidatur von Abdul El-Sayed in Michigan, einem scharfen Kritiker Israels und der Parteiführung, gilt als Test dafür, ob progressive Positionen breitere Wählerschaften anziehen können. Der Konflikt dürfte rasch ins Zentrum der US-Politik rücken, wenn die neuen Mitglieder des Kongresses in Washington eintreffen und das Präsidentschaftsrennen 2028 Konturen annimmt.

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