
Gauff unterliegt Muchova im Wimbledon-Halbfinal-Krimi – rein tschechisches Finale
Coco Gauffs Traum vom ersten Wimbledon-Finale endete herzzerreißend, als Karolina Muchova einen Matchball abwehrte und am Donnerstag mit 6:2, 1:6, 7:6 (12:10) gewann. Linda Noskova besiegte später Marta Kostyuk und machte das rein tschechische Finale perfekt.
Matchball-Herzschmerz
Coco Gauff war nur einen Punkt von ihrem ersten Wimbledon-Finale entfernt, als sie im Tiebreak des dritten Satzes mit 9:8 gegen Karolina Muchova führte. Sie versuchte einen Stoppball, doch der Ball berührte das Netz, und Muchova nutzte die Gelegenheit, um die nächsten drei Punkte zu gewinnen und das Match mit 6:2, 1:6, 7:6 (12:10) für sich zu entscheiden. Die Partie dauerte 2 Stunden und 35 Minuten bei Temperaturen über 30 °C.
- Muchova gewinnt den ersten Satz mit 6:2
- Gauff kontert mit 6:1
- Tiebreak erreicht 9:8, Gauff hat Matchball
- Gauff netzt einen Stoppball, Muchova wehrt Matchball ab
- Muchova gewinnt Tiebreak 12:10 nach 2h35m
Gauffs Reaktion
Die 22-jährige Amerikanerin, zweifache Grand-Slam-Siegerin, sagte, sie bereue die Schlagwahl nicht und verglich ihre verpasste Chance mit Roger Federers verlorenen Matchbällen im Wimbledon-Finale 2019 und Jannik Sinners Niederlage bei Roland Garros im vergangenen Jahr.
Ich bin ein bisschen in Panik geraten. Man braucht solche Momente, um daraus zu lernen und einen klareren, präziseren Plan für das zu haben, was man tun will.
Gauff fügte hinzu, sie habe alles auf dem Platz gegeben und dass solche Momente dazugehören, um eine großartige Championesse zu werden.
Muchovas Wiederauferstehung
Muchova, 29, erreichte ihr zweites Grand-Slam-Finale (nach Roland Garros 2023) und baute ihre Siegesserie auf Rasen auf 10 Matches aus, nachdem sie vor Wimbledon den Titel in Bad Homburg gewonnen hatte. Sie überwältigte Naomi Osaka im Viertelfinale und wehrte einen Matchball gegen Gauff ab.
Es klingt wirklich schön, im Finale zu stehen. Es war ein harter Kampf. Man ist oben und unten, man hat keine Zeit zum Nachdenken, aber es war ein Match mit vielen Nerven.
Rein tschechisches Finale
Im zweiten Halbfinale besiegte die 21-jährige Linda Noskova die Ukrainerin Marta Kostyuk in zwei Sätzen und stellte damit das erste rein tschechische Wimbledon-Damenfinale seit 2024 sicher. Die Siegerin wird sich in eine Liste tschechischer Championessen einreihen, zu der Jana Novotna (1998), Petra Kvitova (2011, 2014), Marketa Vondrousova (2023) und Barbora Krejcikova (2024) gehören.
- Jana Novotna
- Petra Kvitova
- Petra Kvitova
- Marketa Vondrousova
- Barbora Krejcikova
- Karolina Muchova oder Linda Noskova
Weitere bemerkenswerte Ergebnisse
Der britische Wildcard-Spieler Arthur Fery setzte seine bemerkenswerte Serie fort, besiegte Flavio Cobolli in glatten Sätzen und wurde nach Goran Ivanisevic im Jahr 2001 erst der zweite männliche Wildcard-Halbfinalist in der Wimbledon-Geschichte.

