Film & Medien · Berlin und Quedlinburg

Film- und Fernsehproduzentin Regina Ziegler stirbt überraschend mit 82 Jahren in Berlin

Ziegler, die die ARD-Serie Weissensee produzierte und mit Rainer Werner Fassbinder arbeitete, starb am Sonntag, 1. November, in Berlin, wie ihr Unternehmen der dpa bestätigte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, stern.de, Spiegel Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Berlin, Quedlinburg · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 2016Erhält eine Ehren-Lola beim Deutschen Filmpreis in Berlin
  2. 6.10.Letzter öffentlicher Auftritt bei einer Filmpremiere in Berlin
  3. 1.11.Stirbt überraschend mit 82 Jahren in Berlin

Der Tod wurde von ihrer Firma bestätigt

Die Film- und Fernsehproduzentin Regina Ziegler starb am Sonntag, 1. November, überraschend in Berlin im Alter von 82 Jahren. Eine Sprecherin der Ziegler Film GmbH bestätigte den Tod gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Bild, das zuerst darüber berichtete, berief sich auf ihre Tochter als Quelle. Blick schreibt, sie sei in der Nacht von Samstag auf Sonntag in einem Berliner Krankenhaus gestorben, und der Spiegel ergänzt, sie sei im Kreis ihrer Familie gestorben.

Von Quedlinburg zum eigenen Unternehmen

Regina Ziegler wurde am 8. März 1944 in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt als Tochter eines Journalisten und eines Brunnenbauers geboren, der auch als Wünschelrutengänger arbeitete. Ihre Familie floh am Ende des Zweiten Weltkriegs ins Weserbergland, dort verbrachte sie Kindheit und Jugend. Nach einem Semester Jura ließ sie sich zur Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch ausbilden und wurde um 1965 Produktionsassistentin beim Sender Freies Berlin. 1973, mit 29 Jahren, verließ sie ihre Festanstellung und gründete ihre eigene Produktionsfirma, die sie mit geliehenem Geld von Freunden und Verwandten finanzierte, wie sie später in ihrer 2017 erschienenen Autobiografie Geht nicht, gibt's nicht erzählte. Ziegler gilt als erste Frau in Westdeutschland, die eine eigene Filmproduktionsfirma gründete. In einem Interview mit Blick fasste sie 2023 ihre Haltung in einem Satz zusammen:

„Ein Nein muss nicht immer ein Nein bleiben.“

Regina Ziegler, Deutsche Film- und Fernsehproduzentin

Filme, Fernsehen und Auszeichnungen

Ziegler arbeitete mit Rainer Werner Fassbinder an Kamikaze 1989, mit Volker Schlöndorff an Rückkehr nach Montauk und mit Ulrich Schamoni an Chapeau Claque. Ihr erster Spielfilm, Ich dachte, ich wäre tot, gewann den Bundesfilmpreis und war das Regiedebüt von Wolf Gremm, der später ihr Ehemann wurde und den sie 1979 heiratete. Gremm starb 2015. Im Fernsehen war sie mit der ARD-Serie Weissensee verbunden, deren erste Staffel den Deutschen Fernsehpreis als beste Serie gewann, außerdem mit Familie Bundschuh und Kommissarin Heller im ZDF. Ihr Werk umfasst rund 500 Produktionen, in einigen Berichten mehr als 500. Zu ihren Auszeichnungen zählen der Deutsche Filmpreis, der International Emmy und der Grimme-Preis sowie Ehrenpreise für ihr Lebenswerk in den Jahren 2012, 2016 und 2018. 2016 erhielt sie beim Deutschen Filmpreis in Berlin eine Ehren-Lola, wo Iris Berben, Präsidentin der Deutschen Filmakademie, ihre Energie, ihren Charme und ihre Entschlossenheit würdigte. Eine Retrospektive ihres Werks im Museum of Modern Art in New York wird in einem Bericht auf 2006 und in einem anderen auf 2016 datiert.

Die letzten Jahre

Ziegler führte die Berliner Firma Ziegler Film gemeinsam mit ihrer Tochter. Bild berichtete, sie habe bis zuletzt an neuen Projekten gearbeitet. Ihr letzter öffentlicher Auftritt war am 6. Oktober bei einer Filmpremiere in Berlin. Auf die Frage nach dem Ruhestand im Jahr 2026 reagierte sie empört und fragte, was das für ein Wort sei. Sie hatte sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt:

„Ich werde 100, und bis dahin will ich noch sehr viel produzieren!“

Regina Ziegler, Deutsche Film- und Fernsehproduzentin

Sie starb, bevor sie dieses Ziel erreichte.

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