Film & Medien · Berlin und Quedlinburg
Film- und Fernsehproduzentin Regina Ziegler stirbt überraschend mit 82 Jahren in Berlin
Ziegler, die die ARD-Serie Weissensee produzierte und mit Rainer Werner Fassbinder arbeitete, starb am Sonntag, 1. November, in Berlin, wie ihr Unternehmen der dpa bestätigte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, stern.de, Spiegel Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Eine Sprecherin der Ziegler Film GmbH bestätigte gegenüber der dpa, dass sie am Sonntag, 1. November, im Alter von 82 Jahren überraschend in Berlin starb.
Mit 29 Jahren verließ sie 1973 ihre Festanstellung und gründete ihre eigene Produktionsfirma, finanziert mit geliehenem Geld von Freunden und Verwandten.
Zu ihrem Werk zählen die ARD-Serie Weissensee und der Film Ich dachte, ich wäre tot, dessen Ursprung 1973 neben rund 500 Produktionen nach eigener Angabe steht.
- 2016Erhält eine Ehren-Lola beim Deutschen Filmpreis in Berlin
- 6.10.Letzter öffentlicher Auftritt bei einer Filmpremiere in Berlin
- 1.11.Stirbt überraschend mit 82 Jahren in Berlin
Der Tod wurde von ihrer Firma bestätigt
Die Film- und Fernsehproduzentin Regina Ziegler starb am Sonntag, 1. November, überraschend in Berlin im Alter von 82 Jahren. Eine Sprecherin der Ziegler Film GmbH bestätigte den Tod gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Bild, das zuerst darüber berichtete, berief sich auf ihre Tochter als Quelle. Blick schreibt, sie sei in der Nacht von Samstag auf Sonntag in einem Berliner Krankenhaus gestorben, und der Spiegel ergänzt, sie sei im Kreis ihrer Familie gestorben.
Von Quedlinburg zum eigenen Unternehmen
Regina Ziegler wurde am 8. März 1944 in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt als Tochter eines Journalisten und eines Brunnenbauers geboren, der auch als Wünschelrutengänger arbeitete. Ihre Familie floh am Ende des Zweiten Weltkriegs ins Weserbergland, dort verbrachte sie Kindheit und Jugend. Nach einem Semester Jura ließ sie sich zur Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch ausbilden und wurde um 1965 Produktionsassistentin beim Sender Freies Berlin. 1973, mit 29 Jahren, verließ sie ihre Festanstellung und gründete ihre eigene Produktionsfirma, die sie mit geliehenem Geld von Freunden und Verwandten finanzierte, wie sie später in ihrer 2017 erschienenen Autobiografie Geht nicht, gibt's nicht erzählte. Ziegler gilt als erste Frau in Westdeutschland, die eine eigene Filmproduktionsfirma gründete. In einem Interview mit Blick fasste sie 2023 ihre Haltung in einem Satz zusammen:
„Ein Nein muss nicht immer ein Nein bleiben.“
Filme, Fernsehen und Auszeichnungen
Ziegler arbeitete mit Rainer Werner Fassbinder an Kamikaze 1989, mit Volker Schlöndorff an Rückkehr nach Montauk und mit Ulrich Schamoni an Chapeau Claque. Ihr erster Spielfilm, Ich dachte, ich wäre tot, gewann den Bundesfilmpreis und war das Regiedebüt von Wolf Gremm, der später ihr Ehemann wurde und den sie 1979 heiratete. Gremm starb 2015. Im Fernsehen war sie mit der ARD-Serie Weissensee verbunden, deren erste Staffel den Deutschen Fernsehpreis als beste Serie gewann, außerdem mit Familie Bundschuh und Kommissarin Heller im ZDF. Ihr Werk umfasst rund 500 Produktionen, in einigen Berichten mehr als 500. Zu ihren Auszeichnungen zählen der Deutsche Filmpreis, der International Emmy und der Grimme-Preis sowie Ehrenpreise für ihr Lebenswerk in den Jahren 2012, 2016 und 2018. 2016 erhielt sie beim Deutschen Filmpreis in Berlin eine Ehren-Lola, wo Iris Berben, Präsidentin der Deutschen Filmakademie, ihre Energie, ihren Charme und ihre Entschlossenheit würdigte. Eine Retrospektive ihres Werks im Museum of Modern Art in New York wird in einem Bericht auf 2006 und in einem anderen auf 2016 datiert.
Die letzten Jahre
Ziegler führte die Berliner Firma Ziegler Film gemeinsam mit ihrer Tochter. Bild berichtete, sie habe bis zuletzt an neuen Projekten gearbeitet. Ihr letzter öffentlicher Auftritt war am 6. Oktober bei einer Filmpremiere in Berlin. Auf die Frage nach dem Ruhestand im Jahr 2026 reagierte sie empört und fragte, was das für ein Wort sei. Sie hatte sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt:
„Ich werde 100, und bis dahin will ich noch sehr viel produzieren!“
Sie starb, bevor sie dieses Ziel erreichte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Regina Ziegler
- Deutsche Film- und Fernsehproduzentin, die 1973 ihre eigene Produktionsfirma gründete und am 1. November 2026 mit 82 Jahren starb
- Wolf Gremm
- Filmregisseur und Zieglers zweiter Ehemann, der ihr Erstlingswerk Ich dachte, ich wäre tot inszenierte und 2015 starb
- Iris Berben
- Präsidentin der Deutschen Filmakademie, die Ziegler 2016 beim Deutschen Filmpreis würdigte
- Rainer Werner Fassbinder
- Filmemacher, mit dem Ziegler an Kamikaze 1989 arbeitete
- Volker Schlöndorff
- Regisseur, mit dem Ziegler an Rückkehr nach Montauk arbeitete
- Orte
- Berlin, New York City
- Organisationen
- Bild
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen