
RAYE eröffnet 60. Montreux Jazz Festival mit Überraschungsgästen Alicia Keys und Mark Ronson
Die britische Sängerin RAYE eröffnete das 60. Montreux Jazz Festival mit einer sorgfältig inszenierten Show, die Überraschungsauftritte von Alicia Keys und Mark Ronson beinhaltete und die traditionsreiche Geschichte des Festivals würdigte.
Eine sorgfältig inszenierte Eröffnung
RAYE, 28, erhielt künstlerische Freiheit für das Eröffnungskonzert des 60. Montreux Jazz Festivals. Sie präsentierte „Moments in Time“, eine gemeinsam mit Audemars Piguet und dem Festival entwickelte Show, die ihre eigenen Songs mit Covers von Legenden abwechselte, die die Geschichte von Montreux geprägt haben. Die Aufführung dauerte über zwei Stunden und umfasste ein 23-köpfiges Orchester sowie eine rotierende Rundbühne im neu renovierten Auditorium Stravinski.
Es war unmöglich, einfach auf die Bühne zu gehen und meine Songs zu spielen. Alles musste eine Bedeutung haben, bewusst sein. Ich wollte die Geschichte der Momente erzählen, die diese Bühne geprägt haben, aber auch derer, die noch geschrieben werden müssen. Es erforderte viel Recherche und intensive Arbeit an der Geschichte von Montreux.
Hommagen an Montreux-Legenden
Der Abend begann mit „Who Knows Where the Time Goes“, einer direkten Referenz an Nina Simone, die denselben Song vor genau 50 Jahren, am 3. Juli 1976, in Montreux gesungen hatte. RAYE wechselte dann zu einem James-Brown-Medley, „Summertime“ (verbunden mit Miles Davis und Ella Fitzgerald) und Mashups, die ihr eigenes „Nightingale Lane“ in Princes „Purple Rain“ und „Skin and Bones“ mit Aretha Franklins „Rock Steady“ einwoben. Sie spielte auch „Georgia On My Mind“ und „Get Up (I Feel Like Being a) Sex Machine“.
- RAYE eröffnet mit „Who Knows Where the Time Goes“ als Hommage an Nina Simones Auftritt von 1976.
- Produzent Mark Ronson erscheint für „Uptown Funk“ und das Duett „Suzanne“.
- Alicia Keys setzt sich ans Klavier für „If I Ain't Got You“ und „Oscar Winning Tears“.
- RAYE widmet „Free“ ihrem verstorbenen Schweizer Großvater.
- Show endet nach über zwei Stunden mit Hommagen und eigenen Songs.
Überraschungsauftritte
Das Publikum brach in Jubel aus, als Mark Ronson mit seiner Gitarre die Bühne betrat. Er und RAYE spielten einen Ausschnitt von „Uptown Funk“ vor ihrem Duett „Suzanne“. Später setzte sich Alicia Keys ans Klavier für ihren Hit „If I Ain't Got You“ und schloss sich dann RAYE für „Oscar Winning Tears“ an – das erste Mal, dass die beiden live zusammen sangen. RAYEs Schwestern Amma und Absolutely traten ebenfalls auf.
Ein persönlicher Meilenstein
RAYE hat nun drei Jahre in Folge in Montreux gespielt. Ihr Debüt im Jahr 2024 ermöglichte es ihrem Schweizer Großvater, sie zum ersten Mal live auftreten zu sehen. Dieses Jahr widmete sie ihm den Song „Free“; er ist inzwischen verstorben. Festivaldirektor Mathieu Jaton nannte sie „unsere Muse“.
Lasst mich euch sagen, mein erstes Montreux Jazz Festival war ein Moment, den man mit keinem Geld der Welt kaufen kann. Mein Schweizer Großvater konnte mich zum ersten Mal live auftreten sehen, bei einem der größten – wenn nicht dem größten – Festival der Welt.
Ein leicht verspäteter Start
Das Konzert begann 30 Minuten später aufgrund von Einlassproblemen und fehlendem fließendem Wasser in den Toiletten. Die rotierende Bühne, zwar spektakulär, führte dazu, dass einige Zuschauer RAYE minutenlang aus den Augen verloren. Die 60. Ausgabe wird in den nächsten zwei Wochen mit weiteren legendären Acts fortgesetzt.


