Wirtschaft · Ravensburg und Giengen an der Brenz
Ravensburger übernimmt 60-Prozent-Anteil an Steiff und belässt Plüschtier-Ikone in Eigenständigkeit – während es eigene Ertragsschwäche bekämpft
Der Spiele- und Puzzle-Riese erwirbt 60 Prozent der Margarete Steiff GmbH von der Gründerfamilie und belässt die Premium-Plüschtiermarke an ihrem Standort in Giengen an der Brenz. Der Schritt erfolgt, während Ravensburger mit einem Umsatzrückgang und einem Kostensenkungsprogramm kämpft.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von stern.de, DIE WELT, Süddeutsche Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ravensburger kauft 60% der Margarete Steiff GmbH von den Erben der Gründerin Margarete Steiff; Steiff bleibt in Giengen an der Brenz eigenständig.
Ravensburger-CEO Maier teilt den Mitarbeitern mit, dass vorerst alles beim Alten bleibe; keine zusätzliche Arbeitsbelastung, aber mittelfristige Kooperationen werden geprüft.
Der Umsatz fiel von 790 Mio. Euro im Jahr 2024 auf 742 Mio. Euro im Jahr 2025; ein Restrukturierungsprogramm zielt auf Kosten, Skalierbarkeit und Wachstum ab, mit einem niedrigen zweistelligen Stellenabbau.
Die Gründerfamilie wählte Ravensburger aufgrund des Engagements für die Werte und Geschichte von Steiff, um die langfristige Zukunft und internationale Reichweite des Unternehmens zu sichern.
Zwei der traditionsreichsten Spielzeugmarken Deutschlands sind nun unter einem Dach. Am 17. Juni gab Ravensburger, der in Ravensburg ansässige Hersteller von Brettspielen und Puzzles, die Übernahme einer 60-Prozent-Mehrheit an der Margarete Steiff GmbH bekannt, dem 146 Jahre alten Hersteller von Luxus-Plüschtieren. Verkäuferin ist die Steiff Beteiligungsgesellschaft, eine Beteiligungsgesellschaft der Erben von Gründerin Margarete Steiff. Beide Firmen betonten, dass Steiff weiterhin eigenständig von seinem historischen Sitz in Giengen an der Brenz aus geführt werde; die Geschäftsführer Frank Rheinboldt und Frederik Reimann bleiben im Amt.
Die Details der Transaktion
Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Das Geschäft steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe.
„Für uns war entscheidend, Steiff in verantwortungsvolle, unternehmerische Hände zu geben, die die Marke, ihre Werte und ihre Geschichte verstehen und respektieren.“
Warum jetzt: Ravensburgers Ertragsproblem
In einem internen Mitarbeiterbrief äußerte sich Maier offen zur finanziellen Lage des Konzerns.
„Wir haben ein Ertragsproblem, kein Liquiditätsproblem. Das heißt, wir haben ausreichend finanzielle Mittel und Reserven, aber operativ verdienen wir zu wenig Geld mit unserem Geschäft.“
- 2024
- 790 Mio. €
- 2025
- 742 Mio. €
Daten aus dem Artikeltext
Was der Deal für Mitarbeiter und Strategie bedeutet
Für die rund 2.500 Beschäftigten von Ravensburger – in Ravensburg und an einem Standort in Tschechien – ändert sich zunächst nichts.
„Zunächst bleibt alles so, wie es ist.“
Steiffs langfristige Zukunft
Die Gründerfamilie erklärte, der Verkauf an Ravensburger lege den Kurs für Steiffs langfristige Zukunft fest. Steiff-Geschäftsführer Frank Rheinboldt erwartet, dass die Partnerschaft die Marke langfristig weiterentwickle, gezielt internationale Potenziale nutze und Tradition mit neuen Impulsen für die Zukunft verbinde. Beide Unternehmen wollen die Eigenständigkeit der Marke und den Standort Giengen erhalten. Die Integration der Produktportfolios und mögliche Synergien würden in den kommenden Monaten geprüft.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Clemens Maier
- CEO von Ravensburger und Ururenkel des Gründers Otto Maier
- Frederik Reimann
- Geschäftsführer der Steiff Beteiligungsgesellschaft und Co-Geschäftsführer von Steiff
- Frank Rheinboldt
- Co-Geschäftsführer der Margarete Steiff GmbH
- Tabea Höllger
- Partnerin bei der Markenberatung BrandTrust
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