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Heutiger Brief

Khamenei begraben, Almería brennt

Iran reizt Kriegsnerven, Spaniens Feuer töten Touristen, Europas Hitze verhärtet sich

Die vergangenen 12 Stunden brachten eine düstere Mischung aus Kriegsrisiko, Klimastress und institutioneller Belastung. Iran beerdigte Ali Khamenei, während der Austausch zwischen den USA und Iran wieder anlief, Spanien zählte die Toten eines schnell voranschreitenden Waldbrands, und Europas Hitzepläne wanderten von Warnetiketten zu Notfalleinsätzen.

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KI-generiert·
© ANSA.it
Regierung·vor 3 Std.

Rai setzt Sommerwiederholungen der Investigativsendung Report wegen Ermittlungen zum Angriff auf Moderator aus – Empörung

Der italienische öffentlich-rechtliche Sender Rai hat die Sommerwiederholungen seines Flaggschiff-Investigativprogramms Report ausgesetzt, mit Verweis auf ein laufendes Verfahren, das den Moderator Sigfrido Ranucci betrifft. Die Entscheidung stieß sofort auf Kritik von Ranucci, drei Vorstandsmitgliedern und der nationalen Pressegewerkschaft.

Entscheidung zur Aussetzung

Am 10. Juli 2026 gab Rai per Erklärung bekannt, dass die Sommerwiederholungen der Investigativsendung Report ausgesetzt werden. Die Nachrichtenabteilung des Senders erklärte, der Schritt sei "vorsorglich erfolgt, bis vollständige Klarheit über die heikle und komplexe Situation um Moderator Sigfrido Ranucci herrscht." Die Erklärung fügte hinzu, dass die Maßnahme darauf abziele, "ein redaktionelles Gut von großem Wert für den öffentlich-rechtlichen Dienst zu schützen." Der Sender bestätigte, dass die neue Staffel von Report wie geplant im November 2026 zurückkehren werde.

Ranuccis Reaktion

Ranucci reagierte scharf und warf dem Sender vor, einen Vorwand zu nutzen, um ihn und sein Team zu delegitimieren. In einer von seinem Anwalt Roberto De Vita veröffentlichten Erklärung sagte er:

Ich erfahre mit Bestürzung und Sorge für die gesamte Informationswelt, dass Rai beschlossen hat, den Vorwand beschämender, absurder Mutmaßungen zu nutzen, die in den letzten Stunden durch bestimmte politische Äußerungen und Presse-Rekonstruktionen verbreitet wurden, um die Sommerwiederholungen bereits ausgestrahlter Report-Investigativfolgen auszusetzen.

— Sigfrido Ranucci

Er fügte hinzu, dass die Aussetzung nicht Schutz bedeute, sondern "die Delegitimierung nicht nur meiner Person, sondern auch der gesamten Arbeit der einzelnen Journalisten, die unabhängig und eigenständig wichtige Untersuchungen durchgeführt haben, die das wahre Erbe der Information und Demokratie sind."

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Widerstand der Vorstandsmitglieder

Drei Vorstandsmitglieder von Rai, Alessandro di Majo, Davide Di Pietro und Roberto Natale, lehnten die Entscheidung öffentlich ab. In einer gemeinsamen Erklärung erklärten sie, sie könnten nicht verstehen, wie die Aussetzung dem erklärten Klarheitsbedürfnis diene, es sei denn, die Episoden stünden in direktem Zusammenhang mit der laufenden Untersuchung. Sie argumentierten:

Die Maßnahme erscheint lediglich als eine Bestrafung, die darauf abzielt, die lautstark geäußerten Forderungen einer politischen Fraktion zu erfüllen.

— Alessandro di Majo, Davide Di Pietro und Roberto Natale

Die Vorstandsmitglieder fügten hinzu, dass das Ansehen von Report nicht "ernsthaft die Gesundheit schädige" und bezeichneten die Sendung als Flaggschiff des Rai-Investigativjournalismus, das von der Öffentlichkeit für seine investigative Arbeit und seinen Beitrag zum Recht der Bürger auf Information geschätzt werde. Sie forderten "Klarheit, keine Rachefeldzüge oder Zensur."

Gewerkschaftliche Verurteilung

Auch der nationale Presseverband FNSI griff die Entscheidung an. Präsident Vittorio Di Trapani nannte die Aussetzung "einen sehr schwerwiegenden Akt" und fragte, wovor die Vorsichtsmaßnahme schützen solle. Er sagte:

Ein Angestellter und Rai-Moderator ist Opfer eines Anschlags – und was tut Rai? Es setzt die Sendung ab. Wir sind jetzt bei einer Umkehrung der Tatsachen angelangt: Für die Rai-Führung wird das Opfer eines Anschlags zum Verdächtigen.

— Vittorio Di Trapani

Di Trapani deutete ferner an, dass diejenigen, die in den letzten Tagen Andeutungen verbreitet hatten, möglicherweise genau auf dieses Ergebnis abgezielt hätten: "Die Bombe, die explodierte, traf nicht Ranucci, aber sie hat bereits Schaden angerichtet."

Hintergrund des Anschlags

Die Kontroverse geht auf einen Anschlag am 16. Oktober 2025 zurück, als vor Ranuccis Villa in Pomezia bei Rom eine Bombe gezündet wurde. Die Ermittler haben inzwischen den Unternehmer Valter Lavitola als mutmaßlichen Drahtzieher des Dynamitanschlags identifiziert. In einer aktuellen Entwicklung sicherten Staatsanwälte bei der Auswertung von Material, das Anfang Juli bei Lavitola beschlagnahmt wurde, sieben handschriftliche Notizen, drei Mobiltelefone und zwei USB-Sticks des Geschäftsmanns.

Zeitleiste der Report-Kontroverse
  1. 16. Okt. 2025Eine Bombe explodiert vor der Villa des Investigativjournalisten Sigfrido Ranucci in Pomezia.
  2. 10. Juli 2026Rai setzt Sommerwiederholungen von Report aus, bis Klarheit über die Ermittlungen gegen Ranucci herrscht.
  3. November 2026Die neue Staffel von Report soll zurückkehren.
Rom · Pomezia
Sigfrido RanucciValter LavitolaAlessandro di MajoDavide Di PietroRoberto NataleVittorio Di TrapaniRoberto De Vita
RomeSigfrido RanucciPomeziaAlessandro di MajoRoberto NataleValter LavitolaDavide Di PietroRoberto De VitaVittorio Di Trapani

3 Quellen

  • Ranucci: 'Sconcerto e preoccupazione per la sospensione di Report' - Notizie
    ANSA.it·vor 4 Std.
  • Caso Ranucci, stop Rai a repliche estive di Report. Polemica
    AGI·vor 3 Std.
  • Report, la Rai sospende le repliche estive in via cautelativa. Ranucci: "Sconcerto e preoccupazione"
    Il Messaggero·vor 4 Std.

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