
Flüge in Zürich wieder aufgenommen nach Radarstörung bei Skyguide – Starts gestoppt, östlicher Luftraum geschlossen
Eine technische Störung bei der Schweizer Flugsicherung Skyguide erzwang am frühen Sonntag die Schließung des Luftraums östlich von Bern und setzte alle Starts am Flughafen Zürich für mehrere Stunden aus. Landungen wurden fortgesetzt, und die Flüge wurden ab 07:45 schrittweise wieder aufgenommen.
Was geschah
In den frühen Morgenstunden des Sonntags, 21. Juni, kam es beim Schweizer Flugsicherungsdienst Skyguide zu einer technischen Radarstörung. Das Unternehmen schloss vorsorglich den Luftraum östlich von Bern, der die An- und Abflugrouten des Flughafens Zürich umfasst. Die Folge war ein sofortiger Stopp aller Starts am verkehrsreichsten Flughafen der Schweiz, Landungen waren erst nach 06:45 wieder erlaubt. Die Störung wurde zunächst vom Tages-Anzeiger gemeldet und später von Flughafenbeamten dem Schweizer Rundfunk SRF bestätigt.
Die Sicherheit im Schweizer Luftraum hat für uns absolute Priorität. Die derzeitigen Vorsichtsmaßnahmen dienen dem Schutz von Passagieren, Besatzungen und des gesamten Verkehrs.
Skyguide berief einen Krisenstab ein und entsandte Spezialistenteams, um das Problem so schnell wie möglich zu diagnostizieren und zu beheben. Die genaue technische Ursache blieb im Laufe des Morgens Gegenstand der Untersuchung.
Auswirkungen auf den Flugverkehr
Der Startstopp betraf mehr als 20 Flüge, die vor 07:00 Uhr ab Zürich abfliegen sollten, wie SRF berichtete. Die Abflugtafel des Flughafens zeigte zahlreiche Verspätungen und Annullierungen. Passagiere im Terminal waren bis zur schrittweisen Wiederaufnahme des Betriebs verunsichert. Livia Caluori, Sprecherin des Flughafens Zürich, erklärte, dass Landungen ab 06:45 wieder zugelassen seien und Starts ab 07:45 schrittweise wieder aufgenommen würden.
Der Flugbetrieb wird ab 07:45 schrittweise wieder aufgenommen.
Einige frühe Reisende wurden auf spätere Verbindungen umgebucht oder auf alternative Transportmittel verwiesen, obwohl die Störungsdauer im Vergleich zu größeren, systemweiten Luftraumschließungen relativ kurz blieb.
Reaktion und Untersuchung
Skyguide gab Erklärungen auf Deutsch, Französisch und Italienisch ab, in denen das Unternehmen sein Engagement für Transparenz bekundete. Es entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten für Passagiere, Fluggesellschaften und Partner und versprach, die Ergebnisse der technischen Untersuchung zu veröffentlichen, sobald sie vorliegen. Das Sperrgebiet östlich von Bern umfasst eine Zone, die von an- und abfliegenden Verkehr in Zürich stark frequentiert wird, was sie besonders anfällig für Radarausfälle macht.
Aktueller Stand
Bis 08:18 Uhr Ortszeit waren die Abflüge ab Zürich wieder aufgenommen, obwohl sich Verspätungen voraussichtlich bis in den Vormittag fortsetzen würden. Die Luftraumschließung wurde aufgehoben, und der Krisenstab überwacht weiterhin etwaige Restinstabilitäten. Skyguide hat noch keinen Zeitplan für den Abschluss der Ursachenanalyse genannt.
- Skyguide erkennt Radarstörung, schließt östlichen Schweizer Luftraum; Krisenstab einberufen.
- Landungen am Flughafen Zürich wieder aufgenommen; Starts weiterhin ausgesetzt.
- Flugbetrieb ab Zürich schrittweise wieder aufgenommen.


