
Überreste von Sturm Rachel überfluten Las Vegas und treffen Long Beach – Häuser beschädigt
Wellen aus den Überresten von Rachel rissen einen Teil der Strandpromenade von Long Beach weg und machten Häuser unbewohnbar, während in Las Vegas Regen fiel, der den bisherigen Tagesrekord für Oktober einstellte. Am Montag, dem 12. Oktober, gaben die Wetterdienste Hochwasserwarnungen heraus.
Wellen und Überschwemmungen an der Küste Südkaliforniens
Am Wochenende des 10. und 11. Oktober trafen Wellen von 2 bis 2,7 Metern auf die Küste, und Observador berichtete, dass die Gezeiten in Long Beach 49 Zentimeter über der Vorhersage lagen. Am Samstag, dem 10. Oktober, zerschlugen und rissen die Wellen laut Washington Post ein Stück der Strandpromenade auf der Long Beach Peninsula weg, während Wasser in die Häuser eindrang. Die Stadt Long Beach teilte mit, dass 13 Häuser mit einem roten Warnschild versehen worden seien, was bedeutet, dass sie als nicht betretbar eingestuft wurden, und ein weiteres sei so stark beschädigt worden, dass es nicht mehr bewohnbar sei. Eine andere Zählung kam auf mindestens acht als unsicher eingestufte Gebäude, von denen neun gesperrt und eines nur bedingt nutzbar sei – die Zahlen weichen also voneinander ab und wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfasst. In Dana Point standen laut einem Bericht von ABC7 bereits im September beschädigte Häuser kurz vor dem Einsturz, und Bürgersteige stürzten ins Meer. In Newport Beach drang am Freitag, dem 9. Oktober, Wasser in die Straßen, doch ein Sandwall bewahrte die Stadt vor den schlimmsten Überschwemmungen.
Rekordregen in Las Vegas
Der Regen aus den Überresten von Rachel erreichte Las Vegas am Sonntag, dem 11. Oktober, wobei bis zum Sonntagmorgen 1,08 Zoll fielen. Der Nationale Wetterdienst erklärte, diese Menge stelle den bisherigen Tagesrekord für Oktober ein, und zuletzt sei 1947 an einem Oktobertag so viel Regen auf die Stadt gefallen. Observador bezeichnete den Wert dagegen als neuen Tageshöchstwert – die beiden Darstellungen unterscheiden sich also darin, ob der Rekord eingestellt oder gebrochen wurde. In sozialen Medien veröffentlichte Videos zeigten Wasser, das eine Straße nahe dem Las Vegas Strip hinunterströmte, mit einem Riesenrad und Casinos im Hintergrund. Böen rissen zudem Stromleitungen in der Stadt herunter. Ein Meteorologe des Wetterdienstes, Andrew Orrison, sagte, das Schlimmste des Sturms sei vorüber, doch das unruhige Wetter halte noch an.
Wir haben das Schlimmste gesehen, was Rachel gebracht hat... aber leider haben wir es noch mit dem anhaltenden unruhigen Wetter zu tun
Sturmverlauf, El Niño und Hochwasserwarnungen
Rachel hatte sich laut Washington Post abgeschwächt, bevor sie am Samstag, dem 10. Oktober, in Mexikos Baja California auf Land traf. Kelvinwellen, die das Wasser an der Westküste erwärmen, treiben die Gezeiten höher als normal, wodurch die Wellen weiter die Strände hinaufreichen, und BFMTV berichtet, dass eine solche Welle den Meeresspiegel um etwa 30 Zentimeter anhebt. Der Pazifik befindet sich zudem in einem starken El Niño, der im Juni erklärt wurde und laut BFMTV bald der intensivste seit Beginn der Aufzeichnungen werden könnte. Am Montag, dem 12. Oktober, gaben die Wetterdienste Hochwasserwarnungen heraus, die große Teile von Utah, den Südosten Idahos sowie den Norden und die Mitte Arizonas einschließlich des Grand Canyon abdeckten. Der Wetterdienst teilte mit, der zusätzliche Regen stamme aus einem anderen System und nicht von Rachel und werde voraussichtlich bis Mittwoch, den 14. Oktober, enden.
- Wellen drücken Wasser in die Straßen von Newport Beach, während Hurrikan Isaias nahe Destin in Florida auf Land trifft
- Rachel trifft in Baja California auf Land, und Wellen reißen ein Stück der Strandpromenade von Long Beach weg
- In Las Vegas fällt bis zum Sonntagmorgen Regen und stellt den bisherigen Tagesrekord für Oktober ein
- Hochwasserwarnungen für Utah, den Südosten Idahos sowie den Norden und die Mitte Arizonas
Hurrikan Isaias an der Golfküste
Rachel war nicht der einzige Sturm im Land, denn Hurrikan Isaias, der erste Hurrikan der Atlantiksaison, erreichte am Freitag, dem 9. Oktober, als Hurrikan der Kategorie 2 nahe Destin in Florida das Festland. Der Sturm zog dann mit Winden in Tropensturmstärke nach Alabama weiter, bevor er weiter nach Norden zog, und mindestens vier Todesfälle werden mit ihm in Verbindung gebracht. Am Montagmorgen, dem 12. Oktober, waren laut poweroutage.com etwa 158.000 Kunden im Florida Panhandle und im Süden Alabamas ohne Strom. Floridas Gouverneur Ron DeSantis sagte, er erwarte, dass bis Dienstagnacht, den 13. Oktober, fast überall die Stromversorgung wiederhergestellt sei. Für die Ostküste wird vorhergesagt, dass sie verschont bleibt, da Isaias weit aufs Meer hinausgezogen ist.


