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Diplomatie·vor 3 Tagen

Quad-Minister starten Energie-, Mineralien- und Seeverkehrspakte in Neu-Delhi vor dem Hintergrund der Straße von Hormus-Krise und China-Spannungen

Die Außenminister der USA, Indiens, Japans und Australiens trafen sich am Dienstag in Neu-Delhi und einigten sich auf neue Rahmenwerke für kritische Mineralien, Energiesicherheit und maritime Überwachung, während die Störung des Welthandels durch den Iran-Konflikt die Gespräche überschattete.

Ein Gipfel im Schatten des Krieges

Die Außenminister des Quadrilateral Security Dialogue (Quad) – der Vereinigten Staaten, Indiens, Japans und Australiens – kamen am Dienstag in Neu-Delhi zu einem Treffen zusammen, das von den globalen Auswirkungen des Iran-Konflikts dominiert wurde. Der Krieg, der am 28. Februar begann, hat die Straße von Hormus, einen der wichtigsten Öl- und Gasengpässe der Welt, praktisch geschlossen. Die Krise bildete einen dringenden Hintergrund, als US-Außenminister Marco Rubio, der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar, der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi und die australische Außenministerin Penny Wong eine Vertiefung der Zusammenarbeit anstrebten.

Wir würdigen die Bemühungen von Außenminister Rubio um eine diplomatische Lösung zur Wiederherstellung der Navigationsfreiheit.

Rahmenwerk für kritische Mineralien

Ein zentrales Ergebnis war ein Rahmenabkommen zwischen Indien und den Vereinigten Staaten zur Sicherung der Lieferungen kritischer Mineralien und Seltener Erden, das Bergbau, Verarbeitung und Recycling abdeckt. Das indische Außenministerium und die US-Botschaft bestätigten das Abkommen, das darauf abzielt, die Abhängigkeit von China zu verringern. China kontrolliert derzeit 60 Prozent der Seltenerdmineralienvorkommen und verarbeitet 90 Prozent der weltweiten Versorgung. Die Quad-Minister kündigten außerdem ein separates, breiteres Rahmenwerk für kritische Mineralien zwischen allen vier Nationen an, um Investitionen entlang der Lieferkette zu koordinieren.

Der Quad ist ein Eckpfeiler unserer globalen Strategie als Nation der Vereinigten Staaten.

Energiesicherheitsinitiative

Als direkte Reaktion auf die Störung in der Straße von Hormus starteten die Verbündeten eine neue Energiesicherheitsinitiative. Eine gemeinsame Erklärung forderte eine „unbehinderte Navigationsfreiheit und einen ununterbrochenen Fluss des Welthandels“ durch die Meerenge. Die Länder verpflichteten sich, sich während Energiekrisen gegenseitig maximal zu unterstützen, und kündigten die Bildung eines Quad Fuel Security Forum an, das das US-Energieministerium später in diesem Jahr ausrichten wird. Wong wies auf den „akuten wirtschaftlichen Stress“ hin, der durch die Schließung der Meerenge ausgelöst wurde, und verknüpfte ihn direkt mit der neuen Zusammenarbeit.

Wichtige Quad-Entwicklungen 2025–2026
  1. Quad-Außenminister treffen sich in Washington und wählen vier vorrangige Kooperationsbereiche aus, darunter wirtschaftliche Sicherheit und neue Technologien.
  2. Präsident Trump besucht China, beschreibt die mögliche Zusammenarbeit zwischen den USA und China als „G2“ und verunsichert damit die Quad-Verbündeten.
  3. Quad-Außenminister beginnen ihr dreitägiges Treffen in Neu-Delhi.
  4. Minister kündigen Rahmenwerke für kritische Mineralien, eine Energiesicherheitsinitiative, ein Paket zur maritimen Überwachung und ein Hafenprojekt in Fidschi an.

Maritime Überwachung und Fidschi-Hafenprojekt

Der Quad einigte sich auf eine Indo-Pazifik-Initiative zur Zusammenarbeit bei der maritimen Überwachung, um Überwachungsfähigkeiten zu integrieren und nahezu Echtzeitdaten über die Handelsschifffahrt auszutauschen. Rubio betonte, dass 60 Prozent des globalen Seehandels durch den Indo-Pazifik führen. Bei dem, was als erstes gemeinsames Infrastrukturprojekt der Gruppe beschrieben wurde, kündigten die Minister einen Plan an, mit Fidschi eine Partnerschaft zur Entwicklung der Hafeninfrastruktur einzugehen – ein Schritt, der als Reaktion auf Chinas wachsende Präsenz im Südpazifik gesehen wird.

Als maritime Demokratien, pluralistische Gesellschaften und Marktwirtschaften teilen wir die Verantwortung für einen freien und offenen Indopazifik.

Geopolitische Gratwanderung

Das Treffen fand etwas mehr als eine Woche nach dem Staatsbesuch von Präsident Donald Trump in China statt, wo er positiv über eine „G2“-Zusammenarbeit zwischen Washington und Peking sprach. Diese Rhetorik hat die Quad-Partner verunsichert, die befürchten, ins Abseits gedrängt zu werden. Die Spannungen zwischen Trump und dem indischen Premierminister Narendra Modi – über US-Zölle, Trumps Anspruch, die Grenzkonflikte zwischen Indien und Pakistan zu vermitteln, und Indiens russische Militärkäufe – haben seit 2024 einen Quad-Gipfel der Staats- und Regierungschefs blockiert. Japan und Australien arbeiten Berichten zufolge daran, das Bündnis angesichts dieser Spannungen intakt zu halten.

Leider scheint die derzeitige US-Regierung die Bedeutung der Präsenz Indiens als Verbündeten nicht zu verstehen oder zu schätzen, was Modi sehr enttäuscht hat.

Neu-Delhi · Suva

8 Quellen

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