Kurz gefasst
Putin sagte am Freitag, dem 16. Oktober, in Militäruniform bei einem Besuch eines Gefechtsstands, die Zone werde nicht Gegenstand von Friedensverhandlungen mit Kiew sein.
Dmitri Peskow sagte, die geplante Zone solle 660 Kilometer entlang der Grenze verlaufen, und etwa 70 Prozent davon stünden bereits unter russischer Kontrolle. Wie tief die Zone reichen soll, sagte er nicht.
Putin verknüpfte die Zone mit dem ukrainischen Vorstoß in die russische Region Kursk in den Jahren 2024–2025 und bezeichnete die Aufgabe ihrer Schaffung als erfolgreich umgesetzt.
Putin sagte, die russischen Streitkräfte müssten noch etwa 10 Prozent der Region Donezk einnehmen, deren Annexion Russland 2022 zusammen mit drei weiteren ukrainischen Regionen verkündet hatte.
Putins Ankündigung
Am Freitag, dem 16. Oktober, erklärte der russische Präsident Wladimir Putin, Russland errichte eine "Sicherheitszone" innerhalb der Ukraine entlang der Grenze, und diese Zone werde nicht Gegenstand künftiger Friedensverhandlungen mit Kiew sein. Bei einem Besuch eines Gefechtsstands trat Putin in Militäruniform auf, ein seltener Anblick bei seinen öffentlichen Auftritten, und seine Äußerungen wurden im russischen Fernsehen übertragen. Er verknüpfte die Zone mit dem ukrainischen Vorstoß in die russische Region Kursk in den Jahren 2024–2025 und sagte, die russischen Streitkräfte hätten den Auftrag gehabt, den Feind nicht nur von russischem Boden zu vertreiben, sondern auch die Zone auf angrenzendem Territorium einzurichten. Diese Aufgabe werde erfolgreich umgesetzt. Der Kreml veröffentlichte die Äußerungen am Freitag.
Zahlen aus dem Kreml
Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gab weitere Einzelheiten zu dem Plan bekannt. Er sagte, die geplante Zone solle 660 Kilometer entlang der Grenze verlaufen, und etwa 70 Prozent davon stünden bereits unter russischer Kontrolle. Wie tief die Zone in die Ukraine hineinreichen soll, sagte Peskow nicht. Die vorliegenden Berichte enthalten keine unabhängige Bestätigung der Kontrollzahlen, die der Kreml genannt hat. Putin bezeichnete die Zone als Mittel, um die absolute Sicherheit der russischen Grenzregionen künftig zu gewährleisten.
Donezk und die Gespräche
Putin sagte außerdem, die russischen Streitkräfte müssten noch etwa 10 Prozent der Region Donezk im Osten der Ukraine einnehmen, um das gesamte Gebiet zu kontrollieren, das Moskau beansprucht. Russland hatte 2022 die Annexion von Donezk und drei weiteren ukrainischen Regionen verkündet, aber nicht deren gesamtes Territorium erobert. Putin hatte zuvor über die Notwendigkeit einer solchen Zone gesprochen, ohne deren Ausmaße zu nennen oder zu sagen, dass sie nicht verhandelbar sei; die jüngste Äußerung markiert daher eine härtere russische Position als seine früheren Bemerkungen.
Offene Fragen
Die Erklärung ist keine Vereinbarung mit der Ukraine und bedeutet nicht, dass Kiew eine solche Regelung akzeptieren wird. Aus den vorliegenden Informationen geht nicht hervor, ob die Zone ukrainisches Gebiet umfassen würde oder wo genau ihr Verlauf läge. Ein Zeitplan für die vollständige Umsetzung wurde nicht genannt, und die Wiederaufnahme der Friedensgespräche bleibt ungewiss.