
Australische Polizei leitet Mordermittlungen ein, nachdem Koffer bei Oallen eine realistische Puppe enthielt
Ein am Sonntag, den 9. August, auf einer Landstraße nahe Oallen in New South Wales gefundener Koffer löste eine Mordermittlung aus, nachdem zwei Passanten meldeten, was sie für menschliche Überreste hielten. Forensische Tests am nächsten Morgen bestätigten, dass es sich um eine realistische Puppe mit vorgetäuschten Verletzungen handelte.
Entdeckung auf einer Landstraße
Zwei Männer, die am Sonntag, den 9. August, durch die australische Landschaft fuhren, hielten nahe dem Dorf Oallen in New South Wales an, um eine Pause einzulegen, und entdeckten einen verlassenen Koffer im Gebüsch am Straßenrand. Als sie hineinsahen, erblickten sie, was wie menschliche Überreste aussah, und riefen sofort die Polizei. Beamte trafen kurz vor 13:00 Uhr Ortszeit ein und behandelten den Bereich als möglichen Tatort, errichteten ein Zelt über dem Koffer und platzierten Beweismarkierungen. Der Ort wird in verschiedenen Quellen als etwa 75 Kilometer nordöstlich von Canberra und zwischen 185 und 230 Kilometer südwestlich von Sydney beschrieben. Starker Regen erschwerte die erste Untersuchung.
Eine vollständige Mordermittlung
Die Polizei von New South Wales stellte ein Team aus Mordermittlern und Forensikern zusammen, um zu untersuchen, was sie zunächst für einen verdächtigen Todesfall hielten. Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass der Koffer die Leiche einer Frau in einem fortgeschrittenen Verwesungszustand enthalten könnte. Am Sonntagabend gab die Polizei eine Erklärung heraus, in der sie die Entdeckung einer „Leiche in einem Koffer“ ankündigte, und die Geschichte wurde von internationalen Medien aufgegriffen. Der Koffer wurde zur Analyse an ein Labor geschickt, anstatt vor Ort weit geöffnet zu werden – eine Entscheidung, die Superintendentin Linda Bradbury später erläuterte.
- Zwei Männer finden einen verlassenen Koffer nahe Oallen in New South Wales und alarmieren die Polizei
- Polizei trifft ein, behandelt den Bereich als möglichen Tatort und leitet eine Mordermittlung ein
- Polizei gibt eine Erklärung heraus, in der sie die Entdeckung einer ‚Leiche in einem Koffer‘ ankündigt; Geschichte wird von internationalen Medien aufgegriffen
- Forensische Untersuchung bestätigt, dass es sich um eine realistische Puppe handelt; Ermittlungen eingestellt
Forensische Tests enthüllen eine Puppe
Am Montag, den 10. August, bestätigte die forensische Untersuchung, dass es sich bei dem Gegenstand im Koffer nicht um einen menschlichen Körper, sondern um eine realistische Puppe handelte. Die Puppe war bekleidet, hatte Haare und trug ein Nasenpiercing. Sie wies zudem Spuren auf, die Blutergüssen und Schürfwunden ähnelten, was zur anfänglichen Verwirrung beitrug. Superintendentin Linda Bradbury sagte gegenüber ABC, dass die Puppe zunächst für einen Menschen gehalten worden sei und dass solche Objekte extrem realistisch aussehen könnten, besonders wenn sie verwittert seien.
Wir möchten sie am Tatort nicht zu viel bewegen, besonders wenn wir mit schlechtem Wetter zu kämpfen haben, wie gestern und heute wieder.
Polizei verteidigt die Reaktion
Der Fehlalarm führte nicht dazu, dass die Behörden den Umfang der Operation in Frage stellten. Bradbury, die als Kommandeurin des Polizeibezirks Hume fungiert, sagte, es gebe „kein Bedauern“ und dass die Beamten die Standardverfahren befolgt hätten. Sie erklärte, dass die Vorgehensweise, einen Tatort intakt zu erhalten, eine empfohlene Praxis sei, um die Integrität einer möglichen Untersuchung zu schützen, weshalb es Zeit brauchte, um festzustellen, dass die Überreste nicht menschlich waren. Die Polizei bestätigte, dass die Ermittlungen abgeschlossen seien.
Wir haben unsere Verfahren befolgt.
Nachbefragung der Zeugen
Die Polizei gab an, sie plane, die Personen, die den Koffer gemeldet hatten, erneut zu kontaktieren, da einige möglicherweise von der Erfahrung, das zu sehen, was sie für menschliche Überreste hielten, betroffen sein könnten. Die beiden Männer, die den Koffer fanden, wurden als tief überrascht beschrieben von dem, was sie während einer routinemäßigen Wochenendpause zu entdecken glaubten.

