Regierung · Madrid
Spanischer Richter ordnet Analyse von 82 Bankkonten an, darunter sechs der PSOE, im Korruptionsfall Leire Díez
Der Richter des Obersten Gerichtshofs (Audiencia Nacional) Santiago Pedraz hat 12 Banken angewiesen, Daten zu 82 Konten der regierenden Sozialistischen Partei und mehrerer Angeklagter zu übermitteln, um Zahlungen an die ehemalige Parteimitglied Leire Díez und ein Netzwerk zu suchen, das angeblich zur Behinderung von Gerichtsermittlungen genutzt wurde.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, 20 minutos, EL MUNDO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Richter Pedraz ordnete an, dass 12 Finanzinstitute Daten zu 82 Konten übermitteln müssen, darunter sechs PSOE-Konten bei sechs verschiedenen Banken und 61 Konten, die mit Anwalt Ismael Oliver und seinen Unternehmen in Verbindung stehen.
Pedraz eröffnete einen versiegelten Finanzteil, der nur UCO-Agenten zugänglich ist, und warnte, dass die Aufnahme der Daten in die Hauptakte die Kontrolle über Lecks unmöglich machen würde.
Die Staatsanwaltschaft erklärt, dass Anwalt Jacobo Teijelo 125.000 Euro von der PSOE für Dienstleistungen erhalten habe, die er nie erbracht habe und für die er nicht beauftragt worden sei.
Die Staatsanwaltschaft behauptet, Santos Cerdán habe Leire Díez im April 2024 damit beauftragt, systematisch Gerichtsverfahren zu behindern, die die PSOE und die Regierung Sánchez betreffen.
- April 2024Santos Cerdán soll Leire Díez beauftragt haben, Maßnahmen zu koordinieren, um gerichtliche Verfahren zu destabilisieren, die die PSOE und die Regierung betreffen.
- 1.06.Die UCO legt einen Polizeibericht vor, der eine eingehende Prüfung der Bankkonten der Angeklagten fordert.
- 31.07.Richter Pedraz ordnet an, dass 12 Banken Daten zu 82 Konten übermitteln und eröffnet einen eigenen versiegelten Finanzteil.
Die gerichtliche Anordnung
Richter Santiago Pedraz vom Obersten Gerichtshof Spaniens (Audiencia Nacional) erließ am 31. Juli 2026 eine Anordnung, die einen separaten Finanzteil im sogenannten Fall Leire Díez eröffnet. Die Entscheidung, die von der Staatsanwaltschaft für Korruptionsbekämpfung unterstützt wird, verpflichtet 12 Finanzinstitute, Informationen zu 82 Bankkonten bereitzustellen. Sechs dieser Konten gehören der regierenden Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) und werden bei sechs verschiedenen Banken geführt. Die übrigen Konten sind mit bereits untersuchten Einzelpersonen und Unternehmen verbunden.
„Die Maßnahme ist angemessen, da die mögliche Begehung verschiedener öffentlicher Straftaten im Zusammenhang mit Korruption untersucht wird.“
Der Richter erklärte ausdrücklich, dass der separate Teil notwendig sei, um Lecks zu verhindern. Pedraz warnte, dass die Aufnahme der vollständigen Bankdaten in die Hauptakte, auf die die Popularklagen Zugriff haben, deren öffentliche Verbreitung „unmöglich zu kontrollieren" machen würde. Sobald die Zentrale Operationseinheit der Guardia Civil (UCO) ihre Analyse abgeschlossen hat, werden alle für die Ermittlungen irrelevanten Dokumente gelöscht, bevor das verbleibende Material in das Hauptverfahren überführt wird.
Das angebliche Schema
Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass der ehemalige Organisationssekretär der PSOE, Santos Cerdán, Leire Díez im April 2024 damit beauftragt habe, systematische Bemühungen zu koordinieren, um alle gerichtlichen oder polizeilichen Verfahren zu destabilisieren, die die Partei oder die Regierung von Pedro Sánchez beeinträchtigen könnten. Die Ermittlungen konzentrieren sich darauf, ob PSOE-Gelder zur Bezahlung von Mitgliedern dieses Netzwerks verwendet wurden.
„Durch Cerdán hätte die PSOE ihre logistische und finanzielle Infrastruktur der genannten Gruppe zur Verfügung gestellt.“
Laut UCO hätte Díez „die Zahlung von Honoraren für die Anwälte Oliver und Teijelo, belastet mit PSOE-Parteigeldern, gefördert", die in Wirklichkeit als Kanal dienten, um selbst Gelder zu erhalten. Die Einreichung der Staatsanwaltschaft stellt fest, dass direkte Zahlungen von Anwalt Jacobo Teijelo an Díez zwar noch nicht nachgewiesen sind, Teijelo jedoch 125.000 Euro von der PSOE für Dienstleistungen erhalten habe, die er nie erbracht habe und für die er nicht beauftragt worden sei. Ismael Oliver soll Zahlungen von der Partei an die ehemalige Militante „weitergeleitet" haben.
Konten unter Beobachtung
Die 82 Konten verteilen sich auf acht Einzelpersonen und juristische Personen. Neben den sechs PSOE-Konten umfasst die Anordnung Konten des ehemaligen Vizepräsidenten der andalusischen Regionalregierung, Gaspar Zarrías, und seiner Beratungsfirma Zaño Sociedad Consultores SL. Ebenfalls betroffen sind Anwalt Ismael Oliver, der zuvor Koldo García vertrat, und seine beiden Unternehmen Oliver Gruppe SL und Estudio Jurídico Oliver & Partners SL. Oliver und seine Firmen sind für 61 der insgesamt 82 Konten verantwortlich. Anwalt Jacobo Teijelo, der Santos Cerdán verteidigt, und das von Leire Díez mitgegründete Digitalmedium Crónica Libre vervollständigen die Liste.
Die Banken müssen die Informationen direkt an die Wirtschaftskriminalitätsgruppe der UCO senden. Die Beamten sind befugt, Klarstellungen, Erweiterungen oder ergänzende Unterlagen zu allen Transaktionen anzufordern, die von oder zu den gekennzeichneten Konten getätigt wurden. Die Anordnung verlangt auch die Identifizierung der Kontoinhaber und Bevollmächtigten, einschließlich Namen, Ausweisdokumenten, Kontaktdaten, Steuer- und Wohnadressen sowie ausgestellte Debit- oder Kreditkarten.
Zeitplan der Ermittlungen
Die UCO beantragte diese finanzielle Tiefenprüfung erstmals in einem Polizeibericht vom 1. Juni 2026. Richter Pedraz forderte die Einheit daraufhin auf, zu spezifizieren, welche Konten der Angeklagten als mit den untersuchten Zahlungen verbunden identifiziert wurden. Die am 31. Juli erlassene Anordnung stellt den formellen Start dieser separaten Finanzermittlung dar, mit dem ausdrücklichen Ziel, bereits entdeckte Zahlungen zu bestätigen und alle zusätzlichen Überweisungen aufzudecken, die den Ermittlern noch nicht bekannt sind.
Breiterer Kontext
Der Fall Leire Díez, in den spanischen Medien auch als „PSOE-Kanäle"-Fall bezeichnet, wird am Obersten Gerichtshof untersucht. Neben Díez sind der ehemalige PSOE-Organisationssekretär Santos Cerdán sowie die Anwälte Jacobo Teijelo und Ismael Oliver offiziell angeklagt. Die PSOE hat zuvor eingeräumt, Reisekosten für Leire Díez finanziert zu haben, aber der Richter hält diese Informationen für unzureichend und verfolgt nun eine vollständige Rückverfolgung der Gelder, die von der Parteizentrale in der Madrider Ferraz-Straße stammen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL PAÍSEl juez Pedraz autoriza a rastrear seis cuentas del PSOE en busca de pagos a Leire Díez y otros imputados
- 20 minutosEl juez Pedraz abre una pieza separada del caso Leire para investigar cuentas bancarias del PSOE y varios implicados en la trama
- EL MUNDOEl juez abre una pieza separada económica para rastrear pagos del PSOE a Leire Díez y las cloacas
- europa pressEl juez del 'caso Leire Díez' abre una pieza separada para...
- Santiago Pedraz
- Richter am Obersten Gerichtshof Spaniens, der die Ermittlungen im Fall Leire Díez leitet.
- Leire Díez
- Ehemalige PSOE-Militante und zentrale Figur des angeblichen Netzwerks zur Behinderung von Gerichtsermittlungen.
- Santos Cerdán
- Ehemaliger Organisationssekretär der PSOE, dem vorgeworfen wird, Leire Díez mit der Destabilisierung von Gerichtsverfahren beauftragt zu haben.
- Jacobo Teijelo
- Anwalt, der Santos Cerdán verteidigt und der untersucht wird, weil er angeblich PSOE-Gelder weitergeleitet hat.
- Ismael Oliver
- Anwalt und ehemaliger Rechtsvertreter von Koldo García, dem vorgeworfen wird, PSOE-Zahlungen an Leire Díez weitergeleitet zu haben.
- Gaspar Zarrías
- Ehemaliger Vizepräsident der andalusischen Regionalregierung und PSOE-Figur, dessen Konten geprüft werden.
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident Spaniens, dessen Regierung angeblich Ziel der Destabilisierungsbemühungen war.
- Orte
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