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Fußball·vor 3 Std.

PSG verteidigt Champions-League-Titel, Arsenals Double-Traum stirbt im Elfmeterschießen in Budapest

Paris Saint-Germain ist erst der zweite Verein, der in der modernen Ära den Champions-League-Titel verteidigt hat, und besiegte Arsenal nach einem spannenden 1:1 in Budapest mit 4:3 im Elfmeterschießen.

Paris Saint-Germain sicherte sich den zweiten Champions-League-Triumph in Folge mit einem dramatischen 4:3-Elfmetersieg gegen Arsenal in der Puskas Arena in Budapest am Samstagabend. Das Finale endete nach Verlängerung 1:1, nachdem Kai Havertz Arsenal in der sechsten Minute in Führung gebracht hatte, bevor Ousmane Dembélé in der 65. Minute per Elfmeter ausglich.

Frühe Dominanz zunichte gemacht

Arsenal, frisch vom Gewinn der ersten Premier-League-Meisterschaft seit 22 Jahren, erwischte einen Traumstart, als Havertz – der 2021 im Finale für Chelsea den Siegtreffer erzielt hatte – nach einem schnellen Konter aus kurzer Distanz hoch ins Netz traf. Das Tor überstand eine VAR-Überprüfung wegen eines möglichen Handspiels von Leandro Trossard in der Vorbereitung. Mikel Artetas Mannschaft grub sich dann ein und zeigte die defensive Widerstandsfähigkeit, die sie durch die nationale Saison getragen hatte, ohne einen einzigen Ligaelfmeter zu kassieren.

PSGs Druck macht sich bemerkbar

Dieser Rekord fiel kurz nach der Stunde, als Cristhian Mosquera, der auf der ungewohnten Position des rechten Verteidigers eingesetzt wurde, Khvicha Kvaratskhelia im Strafraum foulte. Schiedsrichter Daniel Siebert zeigte auf den Punkt und Dembélé schickte David Raya in die falsche Ecke. PSG dominierte den Ballbesitz – absolvierte 837 Pässe gegenüber Arsenals 199 nach einer Zählung –, konnte aber in der regulären Spielzeit und der Verlängerung keinen Siegtreffer erzielen. Vitinha kam dem Tor am nächsten, als er in der letzten Minute der regulären Spielzeit knapp über die Latte schoss.

Kontroverse und Patt

Die Verlängerung brachte weitere Dramatik, als der eingewechselte Noni Madueke in der 101. Minute nach einem Zweikampf mit Nuno Mendes zu Fall kam. Arsenal protestierte lautstark wegen eines Elfmeters, aber Siebert ließ weiterspielen und der Video-Assistent griff nicht ein. Keiner Mannschaft gelang es, die Pattsituation zu durchbrechen, sodass das Finale zum ersten Mal seit 2016 ins Elfmeterschießen ging.

Das Elfmeter-Drama

PSG gewann den Münzwurf und entschied sich, die Schüsse vor den eigenen Fans auszuführen. Goncalo Ramos, Viktor Gyokeres und Desire Doue verwandelten alle für die französischen Meister. Eberechi Eze, eingewechselt, schoss Arsenals zweiten Elfmeter weit am Tor vorbei, aber Raya hielt sein Team am Leben, indem er Mendes' Versuch parierte. Declan Rice glich zum 2:2 aus. Nachdem Lucas Beraldo PSGs fünften Elfmeter verwandelt hatte, musste Gabriel Magalhães – Arsenals Abwehrriese und unerwarteter fünfter Schütze – treffen, um das Spiel zu verlängern. Der Brasilianer schoss seinen Ball hoch über die Latte, was wilde Feierlichkeiten auslöste, als rote Fackeln das PSG-Fanlager erleuchteten.

Wir sind so, so stolz, so glücklich, so dankbar. Als Team, als Familie, ich denke, wir haben das verdient... schaut euch die Fans an, wir sind so glücklich.

Eine Dynastie im Entstehen

Luis Enriques Mannschaft ist erst das zweite Team nach Real Madrid, das die Champions League seit der Umbenennung des Wettbewerbs im Jahr 1993 verteidigt hat. Es ist der dritte Europapokal für den spanischen Trainer, der zuvor 2015 mit Barcelona gewann. PSGs erster Triumph kam 55 Jahre nach der Vereinsgründung; der zweite folgt nur 12 Monate später und signalisiert, was der Club als Beginn einer Ära der Dominanz erhofft.

Es war Real Madrid und jetzt sind wir es auch. Sie haben sich das ganze Spiel über verteidigt und der Fußball ist gerecht... heute hat die richtige Mannschaft gewonnen.

Arsenals Trost

Trotz des Herzschmerzes wird Arsenal am Sonntagnachmittag die Premier-League-Trophäe durch Islington tragen. Die Männer- und Frauenmannschaften – letztere haben zuvor in dieser Saison den FIFA Women's Champions Cup gewonnen – werden ab 14 Uhr BST von der Holloway Road zur Upper Street fahren. Für viele Fans, die sich in Pubs im Norden Londons versammelt haben, hatte der Meistertitel die Saison bereits zu einem Erfolg gemacht.

Ich werde so oder so glücklich sein, aber noch glücklicher, wenn wir die Champions League gewinnen.

Lucy, Arsenal supporter

Arsenals Niederlage bedeutet, dass Chelsea der einzige Londoner Verein bleibt, der den Europapokal gewonnen hat, nachdem sie 2012 Bayern München im Elfmeterschießen besiegten. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Weltmeisterschaft, die am 11. Juni beginnt, wobei der Großteil von Arsenals Kader zu ihren Nationalmannschaften stoßen wird.

Schlüsselmomente des Champions-League-Finales
  1. Kai Havertz erzielt in der 6. Minute das Tor für Arsenal.
  2. Ousmane Dembélé gleicht in der 65. Minute per Elfmeter aus.
  3. Noni Madueke wird in der 101. Minute nach VAR-Überprüfung ein Elfmeter verweigert.
  4. Eberechi Eze vergibt Arsenals zweiten Elfmeter im Elfmeterschießen.
  5. David Raya hält den Elfmeter von Nuno Mendes und gleicht das Elfmeterschießen aus.
  6. Gabriel Magalhães schießt den entscheidenden Elfmeter über das Tor; PSG gewinnt 4:3.
Budapest · London · Paris

8 Quellen

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