
Paris Saint-Germain schlägt Marseille mit 2-1 im Vélodrome durch Tore von Ferran Torres und Marquinhos
Paris Saint-Germain holte sich am Sonntag einen 2-1-Auswärtssieg gegen Olympique de Marseille im 113. Classique und zog auf den sechsten Platz, während OM in der Abstiegszone bleibt.
Eine verhaltene erste Stunde im Vélodrome
Die 113. Auflage des Classique zwischen Olympique de Marseille und Paris Saint-Germain war am Sonntag, dem 20. September 2026, eine enge Begegnung. Mehr als eine Stunde lang gelang es keiner der beiden Mannschaften, die taktische Kontrolle über das Spiel im Stade Vélodrome zu übernehmen. Wiederholte Fehler und unnötige Ballverluste auf beiden Seiten hielten das Ergebnis bei 0-0 und spiegelten eine schleppende Anfangsphase zwischen zwei Mannschaften wider, die nach Konstanz suchen. Paris Saint-Germain, trainiert von Luis Enrique, hatte Mühe, sich in den ersten sechzig Minuten klare Chancen zu erarbeiten. Marseille blieb über das ganze Feld auf Augenhöhe mit der Gastmannschaft, verteidigte kompakt und verwehrte dem amtierenden Champions-League-Sieger im vorsichtigen ersten Durchgang den Raum im letzten Drittel.
Entscheidende Wechsel und Tore in der zweiten Hälfte
Das Tempo der Begegnung änderte sich während einer lebhaften letzten halben Stunde. Luis Enrique brachte Stürmer Ferran Torres von der Ersatzbank, um den Angriff neu zu beleben, und dieser Wechsel brachte sofort den Durchbruch. Der Angreifer eröffnete in der 66. Minute den Torreigen und traf nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung. Marseille reagierte auf den Rückstand, indem es weitere Spieler nach vorne schickte. Mittelfeldspieler Angel Gomes glich für die Heimmannschaft aus, stellte die Parität wieder her und belebte die Atmosphäre im Stadion. Paris Saint-Germain ging durch Verteidiger Marquinhos wieder in Führung, der das entscheidende Tor zum 2-1-Sieg für die Gäste erzielte und alle drei Punkte auswärts holte.
- Ferran Torres eröffnet den Torreigen für Paris Saint-Germain kurz nach seiner Einwechslung.
- Angel Gomes erzielt den Ausgleich zum 1:1 für Olympique de Marseille.
- Marquinhos erzielt das entscheidende Tor zum 2:1-Sieg für Paris Saint-Germain.
Marseille-Krise und Fan-Proteste
Die Niederlage verschärfte die sportlichen Schwierigkeiten für Olympique de Marseille, das mit nur einem Sieg aus den ersten fünf Ligaspielen der Saison in der Abstiegszone bleibt. Resignation war schon vor dem Spiel spürbar, der Vorplatz des Stade Vélodrome war merklich leerer als in den Vorsaisons. Das Stadion war für die Partie nicht ausverkauft, obwohl die Fanblöcke hinter den Toren während der gesamten neunzig Minuten aktiv und lautstark blieben. Die Fans übten scharfe Kritik am amerikanischen Besitzer des Klubs, Frank McCourt, und hissten vor dem Spiel Spruchbanner mit der Aufschrift „2026 : Ligue 2 Project?“ auf dem Vorplatz, um gegen die Ausrichtung des Teams zu protestieren.
Auswirkungen auf die Tabelle und Wandel der Rivalität
Das 2-1-Ergebnis war der zweite Ligue-1-Sieg in Folge für Paris Saint-Germain und brachte die Mannschaft auf den sechsten Platz in der französischen Ligatabelle. Das Ergebnis spiegelte die anhaltende Lücke zwischen den beiden Mannschaften wider, Marseille hat Mühe, mit dem Hauptstadtklub mitzuhalten. Der ehemalige Verteidiger Souleymane Diawara, der 2009 von Bordeaux zu Marseille kam, merkte die besondere Perspektive an, die die Spieler auf die Rivalität entwickeln:
Für mich war es ein normales Spiel, bevor ich für Marseille unterschrieb.
Während Paris Saint-Germain nach dem Abpfiff wieder in die obere Tabellenhälfte rutschte, bleibt Marseille nahe dem Tabellenende vor der nächsten Runde der Ligue-1-Spiele.


