
Prysmian unterzeichnet 5,5-Milliarden-Euro-Glasfaserkabel-Deal mit Koch-Tochter Molex für Rechenzentrumsausbau
Der italienische Kabelhersteller wird im Rahmen einer zehnjährigen Vereinbarung, die eine Vorauszahlung von 550 Millionen Euro beinhaltet, Glasfaserkabel für Rechenzentren liefern.
Die Vereinbarung
Prysmian hat mit Molex, dem Elektronikunternehmen im Besitz des privaten US-Konglomerats Koch Inc., eine langfristige Vereinbarung im Wert von bis zu 5,5 Milliarden Euro (6,3–6,4 Milliarden US-Dollar) unterzeichnet. Der Deal umfasst die Lieferung von optischen Kabeln für den Einsatz in Rechenzentren und hat eine maximale Laufzeit von zehn Jahren. Er beinhaltet eine Vorauszahlung von 550 Millionen Euro von Molex an Prysmian.
Die Vereinbarung ist Teil einer Reihe von Initiativen mit großen Technologieunternehmen und Rechenzentrumsbetreibern.
Breitere kommerzielle Offensive
Der Molex-Vertrag ist Teil eines umfassenderen Plans neuer Vereinbarungen und kommerzieller Initiativen mit Hyperscalern und Betreibern von Rechenzentrumsinfrastruktur. Prysmian erwartet, dass dieses breitere Paket an Deals bis 2035 kumulative Zusatzerlöse von mehr als 10 Milliarden Euro generieren wird, gemessen an einer Basislinie von 2025. Ab 2031 prognostiziert das Unternehmen aus diesen Aktivitäten zusätzliche jährliche Einnahmen von bis zu 1,1 Milliarden Euro.
## Produktionshochlauf Um das Wachstum zu unterstützen, wird Prysmian seine Produktionskapazität für Glasfaser und optische Kabel deutlich erhöhen. Das Unternehmen plant, seine Faser-Kapazität in den Vereinigten Staaten im Vergleich zu den aktuellen Volumina mehr als zu verdoppeln. Die neuen Vereinbarungen stützen sich auf Prysians bestehende Stärken im Rechenzentrumssektor, die sowohl digitale Konnektivität als auch Stromanschlüsse umfassen, und ermöglichen es dem Konzern, seine Fasern und Kabel im sogenannten „Inneren“ von Rechenzentren zu platzieren.
- Basisjahr für den kumulativen Umsatzvergleich.
- Prysmian unterzeichnet 5,5-Milliarden-Euro-Molex-Deal mit 550 Millionen Euro Vorauszahlung.
- Jährliche Zusatzerlöse aus Rechenzentrums-Deals erreichen bis zu 1,1 Milliarden Euro.
- Kumulative Zusatzerlöse aus breiteren Rechenzentrumsinitiativen übersteigen 10 Milliarden Euro.
## Marktkontext Der Deal nutzt den Anstieg der Investitionen in die Infrastruktur für künstliche Intelligenz, der die rasche Expansion des Rechenzentrumsmarktes vorantreibt. Prysmian mit Hauptsitz in Mailand positioniert sich als wichtiger Lieferant für die physische Ebene dieses Ausbaus und bewegt sich über seine traditionellen Kabelmärkte hinaus in die hochdichten optischen Verbindungen, die in modernen Serverfarmen benötigt werden.


