
Waldbrandflächen in Europa könnten sich bis Ende des Jahrhunderts fast verdreifachen, Modellstudie zeigt
Eine Modellstudie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung prognostiziert, dass sich die Waldbrandflächen in Europa bei anhaltender Klimaerwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts erheblich ausdehnen könnten.
Die Waldbrandaktivität und die verbrannte Fläche in Europa liegen in diesem Sommer über dem 20-Jahres-Durchschnitt, so das Europäische Waldbrandinformationssystem. Eine neue Modellstudie unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung deutet darauf hin, dass die Brandaktivität ohne verstärkte Investitionen in das Waldbrandmanagement weiter zunehmen und Regionen erreichen könnte, in denen Brände bisher nur selten aufgetreten sind.
Der Leitautor Maik Billing beschrieb die Bedingungen hinter der prognostizierten Ausbreitung der Brandaktivität:
Der Klimawandel führt zu einer Zunahme der Brandaktivität in ganz Europa, da sich heiße, trockene und windige Bedingungen verstärken.
Das Forschungsteam verwendete gekoppelte Computermodelle, um die europäische Vegetation und die Brandmuster zwischen dem Zeitraum 2000–2030 und den prognostizierten Jahresdurchschnitten für 2070–2100 zu vergleichen. In einem Szenario mit niedrigeren Emissionen, das die Erwärmung auf etwa 1,8 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau hält, wird die jährliche verbrannte Fläche gegenüber den derzeitigen Durchschnittswerten voraussichtlich um 39 Prozent zunehmen. Bei höheren Emissionen, die durch regionale Rivalitäten angetrieben werden, könnte sich die verbrannte Fläche in Europa fast verdreifachen.


