Wahlen · Bogotá und Popayán
Kolumbien wählt in polarisierter Stichwahl: linker Reformer gegen rechten Außenseiter – Sicherheitsängste wachsen
Die Wähler entscheiden zwischen dem Verbündeten von Gustavo Petro, Iván Cepeda, und dem konservativen Anwalt Abelardo De La Espriella, der im ersten Wahlgang führte und von Trump unterstützt wird – ein möglicher Rechtsruck angesichts zunehmender Gewalt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaSexta, Deutsche Welle, BBC und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
De La Espriella drängt auf ein militärisches Vorgehen gegen Guerilleros und einen Ausbau von Öl und Gas, während Cepeda Friedensgespräche und Sozialprogramme verteidigt.
De La Espriella erhielt 43–44 % der Stimmen, Cepeda 41 %, wobei 17 Millionen Wahlberechtigte im Mai nicht abstimmten.
Donald Trump unterstützte De La Espriella zweimal und nannte Cepeda einen „radikalen linken Marxisten“, was einen lateinamerikanischen Rechtsruck zu rechten Führern widerspiegelt.
Die Zahl der Tötungsdelikte erreichte im letzten Jahr 14.780, bewaffnete Gruppen haben sich in fünf Jahren fast verdoppelt, und der Kandidat Miguel Uribe Turbay wurde während des Wahlkampfs ermordet.
Die Behörden töteten Marlon, einen hochrangigen FARC-Dissidentenkommandeur und rechten Arm von Iván Mordisco, am 20. Juni im Departamento Cauca.
- 31.05.Erster Wahlgang ergibt keine Mehrheit; De La Espriella erhält 44 %, Cepeda 41 %.
- 20.06.Kolumbianisches Militär tötet Marlon, hochrangigen Kommandeur der FARC-Dissidentengruppe, im Departamento Cauca.
- 21.06.Stichwahl um die Präsidentschaft bei hoher Polarisierung abgehalten.
Die Kandidaten
Cepeda, 63, Senator und Menschenrechtsaktivist, will die „Totalen Frieden“-Verhandlungen Petros mit bewaffneten Gruppen fortsetzen und die Sozialausgaben ausweiten. De La Espriella, 47, ehemaliger Verteidiger von Paramilitärs, verspricht ein militärisches Vorgehen gegen Guerilleros, Steuersenkungen und einen schlankeren Staat, bei gleichzeitiger Beibehaltung der Mindestlohnerhöhung und populärer Sozialmaßnahmen.
„Was mich derzeit beunruhigt, ist die Polarisierung zwischen uns: Es gibt zwei sehr extreme Seiten, und die Gewalt ist besorgniserregend.“
Sicherheit und Gewalt
Im vergangenen Jahr gab es 14.780 Tötungsdelikte – die höchste Zahl seit mindestens 2015. Illegale bewaffnete Gruppen haben sich in fünf Jahren fast verdoppelt und kontrollieren Drogenrouten und illegalen Bergbau. Der Wahlkampf war von Gewalt überschattet, darunter die Ermordung des Präsidentschaftskandidaten Miguel Uribe Turbay sowie Angriffe mit Bomben und Drohnen.
„Mein Bruder wurde vor den Augen seiner Kinder ermordet, weil er eine Erpressung nicht bezahlte.“
Internationale Dimension und regionaler Wandel
Trump hat De La Espriella zweimal unterstützt und Cepeda als „radikalen linken Marxisten“ bezeichnet. Die Stichwahl fügt sich in einen breiteren Rechtsruck in Lateinamerika ein, wo Chile, Argentinien, Costa Rica, Ecuador und Bolivien rechte Präsidenten gewählt haben und Perus Keiko Fujimori nach der Wahl am 7. Juni auf dem Weg zum Sieg ist. De La Espriellas Programm ähnelt den harten Sicherheitspolitiken von Nayib Bukele und Javier Milei, so die New York Times.
Erster Wahlgang und Wahlbeteiligung
Am 31. Mai gewann De La Espriella 43–44 % der Stimmen, Cepeda 41 %, bei 17 Millionen Enthaltungen. Beide Kandidaten werben nun um die zentristischen Nichtwähler. De La Espriella, der zu Jahresbeginn bei etwa 20 % in Umfragen lag, führt die Umfragen nun um bis zu acht Punkte an.
- Abelardo De La Espriella
- 44 %
- Iván Cepeda
- 41 %
Daten aus dem Artikeltext
Aktuelle Entwicklungen
Am Samstag gab Präsident Petro bekannt, dass das Militär Marlon, den rechten Arm von Iván Mordisco, dem Anführer der wichtigsten FARC-Dissidentengruppe, im Departamento Cauca getötet habe. Die Operation verschärft die angespannte Sicherheitslage vor Öffnung der Wahllokale.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- LaSextaColombia encara la segunda vuelta de sus elecciones presidenciales con el favoritismo del ultraderechista Abelardo de la Espriella
- Deutsche WelleParamilitary past hangs over Colombia's runoff election
- BBCCómo el brutal conflicto interno de Colombia está definiendo sus elecciones presidenciales
- ReutersColombia votes in runoff pitting leftist reformer against law-and-order newcomer
- Iván Cepeda
- Linksgerichteter Senator, Menschenrechtsverteidiger und Verbündeter von Präsident Gustavo Petro
- Abelardo De La Espriella
- Rechtsgerichteter Anwalt und Geschäftsmann, selbsternannter politischer Außenseiter, unterstützt von Donald Trump
- Gustavo Petro
- Scheidender Präsident Kolumbiens, erster linksgerichteter Staatschef
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, unterstützte De La Espriella
- Miguel Uribe Turbay
- Präsidentschaftskandidat, der während des Wahlkampfs 2026 ermordet wurde
- Marlon
- Rechte Hand des FARC-Dissidentenführers Iván Mordisco, getötet bei Militäroperation am 20. Juni
- Iván Mordisco
- Anführer der Estado-Maior Central, der wichtigsten FARC-Dissidentenfraktion
- Álvaro Uribe
- Ehemaliger Präsident Kolumbiens, Unterstützer von De La Espriella
- Paloma Valencia
- Konservative Kandidatin, die im ersten Wahlgang Dritte wurde, unterstützt De La Espriella
- Edilma Martínez Flores
- Opfer von Erpressungsgewalt, zitiert von der BBC
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