PP fordert Rücktritt von Sánchez nach UCO-Bericht über Verwicklung des Ex-Stabschefs in PSOE-‚Cloacas‘-Plot
Ein Bericht der Guardia Civil verwickelt Pedro Sánchez' ehemaligen Stabschef in den angeblichen ‚Cloacas‘-Plot der PSOE, was die PP dazu veranlasst, erneut den Rücktritt des Premierministers zu fordern.
Einzelheiten des UCO-Berichts
Die Unidad Central Operativa der Guardia Civil hat dem Richter Santiago Pedraz einen neuen Bericht vorgelegt. Er beschreibt die Rolle von Juan Manuel Serrano, der von 2014 bis 2018 als Stabschef von Pedro Sánchez und später als Präsident der Correos tätig war. Der Bericht besagt, dass Serrano in zwei angebliche Machenschaften verwickelt war: den sogenannten ‚Cloacas‘-Plot zur Destabilisierung von Gerichtsverfahren gegen die PSOE und die Manipulation öffentlicher Aufträge über die Hirurok-Gruppe, zu deren Mitgliedern Leire Díez und Santos Cerdán gehören.
Einstellung von Leire Díez
Laut UCO hat Serrano direkt an der Einstellung von Leire Díez bei der staatlichen Postgesellschaft mitgewirkt. Der Bericht bezeichnet die Einstellung als ‚strategisch‘ für die Vertragsunregelmäßigkeiten. Cuca Gamarra von der PP erklärte, das Stellenprofil sei auf Díez' Lebenslauf zugeschnitten gewesen, und nannte es ‚ein Profil, das für den Klempner in einer Regierung maßgeschneidert ist, die für Korruption gemacht ist.‘
Es ist nicht so, dass Sánchez nichts weiß, sondern dass er der Mittelpunkt aller Verschwörungen ist.
PP fordert Rücktritt
Gamarra, die stellvertretende Generalsekretärin für Regeneration der PP, forderte den sofortigen Rücktritt von Sánchez und Neuwahlen. Sie sagte, der Bericht enthalte ‚weitere Beweise, dass alles von der Ferraz aus inszeniert wurde‘, dem Hauptquartier der PSOE. Sie stellte auch die Frage, ob öffentliche Gelder zur Finanzierung des angeblichen Plans verwendet wurden, und wies darauf hin, dass die Einstellung bei der Correos dies vermuten lasse. Die PP hat Sánchez wiederholt aufgefordert, Anzeige gegen Leire Díez zu erstatten, falls die Informationen falsch seien, doch er hat dies nicht getan. Gamarra deutete an, dies sei ein neuer Grund für die PSOE, nicht zu klagen.
Leitartikel fordert Aussage von Sánchez
Ein Leitartikel in der ABC argumentiert, dass die Anhäufung von involvierten engen Mitarbeitern (José Luis Ábalos, Santos Cerdán, Leire Díez und nun Serrano) es nahelegt, zu fragen, wann Sánchez zur Aussage aufgefordert werde. Es wird angemerkt, dass Sánchez als Zeuge vor der Audiencia Nacional oder als Beschuldigter vorgeladen werden könnte, falls der Richter eine begründete Darstellung an den Obersten Gerichtshof sendet. Der Leitartikel sagt, Sánchez erhalte eine ‚äußerst heikle‘ Behandlung durch das Justizsystem.
Treffen in der Ferraz und Verbindung zur SEPI
Gamarra hob auch hervor, dass zwei Tage nach Sánchez' ‚tränenreichem Brief‘ an die Bürger ein Treffen in der Ferraz mit den Spitzenführern stattfand, um die Reaktion zu orchestrieren. Der UCO-Bericht verortet Serrano zudem in einem Plot, um Vorteile aus Operationen der SEPI, der staatlichen Industriebeteiligungsgesellschaft, zu erlangen.


