
PP und UPN vereinbaren grundsätzlich gemeinsamen Antritt in Navarra am 29. November
Die Partido Popular und die regionalistische UPN Navarras haben grundsätzlich vereinbart, bei der Parlamentswahl am 29. November gemeinsam anzutreten. Die Gremien der UPN müssen das Abkommen jedoch noch ratifizieren; ihr politischer Rat soll am 13. Oktober zusammenkommen.
Vorläufige Einigung, Ratifizierung steht aus
Die Partido Popular (PP) und die Unión del Pueblo Navarro (UPN) haben eine vorläufige Vereinbarung erzielt, bei der Parlamentswahl am 29. November gemeinsam anzutreten. Das berichtet EFE unter Berufung auf Quellen in der PP-Zentrale an der Génova. Die Verständigung muss noch von den Gremien der UPN ratifiziert werden. Quellen der UPN bestätigten den Bericht nicht und erklärten, die Entscheidung liege zunächst bei den Parteiorganen; der politische Rat der UPN sollte am Nachmittag des 13. Oktober zusammenkommen. ABC berichtete, das Bündnis sei noch nicht endgültig geschlossen und warte auf die Ratifizierung. La Razón schrieb, die Vereinbarung gelte für die Foralgemeinschaft Navarra, wo fünf Sitze im Kongress zur Wahl stehen.
Gespräche und die Trennung von 2023
Sergio Sayas, der den geschäftsführenden Ausschuss der PP Navarra leitet, sagte am Montag, dem 12. Oktober, die Parteien verhandelten über einen gemeinsamen Antritt. Laut eldiario.es intensivierten UPN-Präsidentin Cristina Ibarrola und PP-Organisationssekretär Miguel Tellado in den vergangenen Wochen ihre Treffen. Ibarrola war am Samstag, dem 10. Oktober, in der Zentrale an der Génova, um die letzten Details der Vereinbarung zu klären. Das Bündnis hatte bis 1982 zurückgereicht, bevor es 2023 zerbrach.
Warum sie 2023 getrennt antraten
In jenem Jahr schloss die UPN die Abgeordneten Sergio Sayas und Carlos García Adanero aus, die später zur PP wechselten, und die UPN beschloss, das Bündnis zu beenden und allein anzutreten. Die Spaltung der Stimmen des rechten Lagers verhalf der PSN zu zwei der fünf Sitze Navarras mit 92.798 Stimmen. EH Bildu, die PP und die UPN gewannen je einen Sitz, UPN und PP zusammen kamen auf 108.247 Stimmen.
- PSN
- 2 Sitze
- EH Bildu
- 1 Sitze
- PP
- 1 Sitze
- UPN
- 1 Sitze
Die Sitzarithmetik
Ziel der Koalition sind drei Sitze, die die Parteien laut La Vanguardia seit der Parlamentswahl 2000 nicht mehr erreicht haben. Das Bündnis Navarra Suma aus UPN, PP und Ciudadanos gewann 2019 zwei Sitze, und auch das Bündnis von UPN und PP errang 2015 und 2016 zwei Mandate. Eldiario.es argumentiert, ein dritter Sitz werde schwer zu gewinnen sein, weil der Aufstieg von Vox dies selbst in einer Koalition erschwere. Die Sitze von 2019 gingen an Sayas und Adanero.
Die verbleibenden Schritte
Koalitionen müssen bis zum 16. Oktober mitgeteilt werden, und die Listen müssen vor dem 28. Oktober beglaubigt sein, wenn sie im Boletín Oficial del Estado veröffentlicht werden. Die Reihenfolge der Listen ist noch nicht bekannt. 2023 verlangte die UPN, bei einer möglichen Vereinbarung den Spitzenplatz zu behalten, was die PP ablehnte. La Vanguardia nennt zudem den Spielraum für die Autonomie, den die UPN behalten würde, als offene Frage.
- Ibarrola trifft die PP-Führung an der Génova, um die letzten Details zu klären
- Der politische Rat der UPN soll zusammentreten, um die vorläufige Vereinbarung zu ratifizieren
- Frist zur Mitteilung von Wahlkoalitionen
- Die Kandidatenlisten müssen vor der Veröffentlichung im BOE beglaubigt sein
- Parlamentswahl in Spanien


