KI-generiert·Mehr erfahren
© El Confidencial
Regierung·vor 3 Std.

PP ruft Verfassungsgericht an, nachdem Kongress Abstimmung über vorgezogene Neuwahlen blockiert und Debatte in den Senat verlegt

Die Partido Popular wird das Verfassungsgericht bitten, die Entscheidung des Kongresspräsidiums aufzuheben, eine symbolische Abstimmung zu blockieren, die Pedro Sánchez auffordern sollte, das Parlament aufzulösen und vorgezogene Neuwahlen auszurufen. Die Partei verlegt den Antrag zudem in den Senat, wo sie über eine absolute Mehrheit verfügt.

Das Veto und die Berufung

Am Dienstag blockierte das Kongresspräsidium, das von PSOE und Sumar kontrolliert wird, zwei Änderungsanträge zu einem PP-Antrag, die Premierminister Pedro Sánchez auffordern sollten, das Parlament aufzulösen und vorgezogene Neuwahlen auszurufen. Die Anträge, einer von der PP und einer von Junts, waren nahezu identisch. Das Präsidium argumentierte, dass die Ausrufung von Neuwahlen ein Vorrecht des Präsidenten sei und der Antrag in diese Zuständigkeit eingreife. Die PP legte umgehend einen Widerspruch ein und kündigte am Donnerstag an, den Fall vor das Verfassungsgericht zu bringen, falls das Veto nicht aufgehoben werde. Die Partei bezeichnete die Entscheidung als „einen neuen Machtmissbrauch“ durch die Kongresspräsidentin Francina Armengol und als „opportunistischen Kriterienwechsel“ und wies darauf hin, dass ähnliche unverbindliche Anträge in der Vergangenheit zugelassen worden seien.

Zeitplan des Wahlantrags-Streits
  1. PP und Junts registrieren Änderungsanträge; Mesa del Congreso legt Veto ein.
  2. PP legt Widerspruch ein; verlegt Antrag in den Senat; Feijóo nennt Sánchez 'Feigling'.
  3. PP kündigt Berufung beim Verfassungsgericht an.
  4. Senatsdebatte angesetzt.

Politische Rechenspiele

Die Abstimmung wäre symbolisch gewesen, aber ihr politisches Gewicht war klar. PP, Vox und Junts verfügen gemeinsam über 177 Sitze im 350-köpfigen Kongress, eine absolute Mehrheit. Wären die Änderungsanträge debattiert worden, hätten sie vermutlich eine Mehrheit erhalten und gezeigt, dass eine Mehrheit der Abgeordneten Neuwahlen wünscht. PP-Quellen sagten EL MUNDO, das Präsidium habe „willkürlich“ gehandelt, weil Sánchez „die Abstimmung verlieren“ würde. Junts, ein Regierungsverbündeter, kann das Verfassungsgericht nicht allein anrufen, da ihm die erforderlichen 50 Abgeordneten fehlen.

Senats-Manöver

Während die rechtliche Anfechtung läuft, hat die PP denselben Text in den Senat verlegt, wo sie eine absolute Mehrheit besitzt. Der Antrag, der den Änderungsantrag von Junts wörtlich wiedergibt, ist für die Debatte am Mittwoch, den 24. Juni, angesetzt. Die PP hofft, Junts zu einer Zustimmung zu zwingen, was die erste explizite Ablehnung der Regierung durch einen ihrer parlamentarischen Partner wäre. Bisher hat Junts bei ähnlichen PP-Initiativen im Oberhaus Enthaltung geübt.

Reaktionen und Vorwürfe

PP-Chef Alberto Núñez Feijóo beschuldigte Sánchez, „Angst vor der Demokratie“ zu haben und das Parlament „knebeln“ zu wollen. „Sie wollen nicht, dass wir an der Wahlurne abstimmen, und Sie wollen nicht, dass wir im Parlament abstimmen. Sie sind kein Demokrat“, sagte Feijóo während der Regierungskontrolle am Mittwoch. PP-Sprecherin Ester Muñoz fügte hinzu:

An dem Tag, an dem ein Parlament geknebelt wird, stirbt die Demokratie.

Die PP bestreitet eine Koordinierung mit Junts und bezeichnet die gleichzeitigen Anträge als Zufall, räumt aber ein, dass die Episode die wachsende Distanz von Junts zur Regierung widerspiegele.

Madrid

8 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Politik & Wirtschaft