Gesundheit & Bildung · Lissabon

Portugal weitet Smartphone-Verbot auf die 9. Klasse aus, reformiert die Lehrereinstellung und verschiebt den Beginn der Oberstufe

Die portugiesische Regierung hat ein Verbot von Smartphones für alle Schüler bis zur 9. Klasse ab Januar 2027 verabschiedet, zusammen mit einem neuen kontinuierlichen Modell zur Lehrereinstellung und einer einwöchigen Verschiebung des Schuljahresbeginns in der Oberstufe.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RTP, Jornal Expresso, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Lissabon · Portugal

Smartphone-Verbot auf die 9. Klasse ausgeweitet

Der Ministerrat hat am 30. Juli 2026 eine Änderung des Schülerstatuts verabschiedet, die das Verbot der Smartphone-Nutzung in Schulen auf die 7., 8. und 9. Klasse ausweitet. Das Verbot gilt derzeit nur für den 1. und 2. Zyklus (1. bis 6. Klasse). Die Schulen haben das erste Trimester des Schuljahres 2026/2027, bis Dezember, Zeit, ihre internen Regelungen anzupassen; das Verbot tritt am 1. Januar 2027 vollständig in Kraft. Ausnahmen bleiben für Schüler mit ordnungsgemäß nachgewiesenen gesundheitlichen Gründen bestehen.

Bildungsminister Fernando Alexandre erklärte, die Entscheidung basiere auf dem internationalen Trend und einer neuen Umfrage unter Schulleitern von PLANAPP (Zentrum für Planung und Politikbewertung). In Schulen, in denen Handys bereits vollständig verboten waren, stieg die Sozialisation unter den Schülern um 36 % im Vergleich zu Schulen ohne Einschränkungen; wo teilweise Einschränkungen galten, betrug die Verbesserung 16 %. Die Disziplin verbesserte sich in handyfreien Schulen um 13 % und in solchen mit teilweisen Einschränkungen um 9 %. Im letzten Schuljahr hatten 52 % der Schulen des 3. Zyklus bereits freiwillig Smartphones verboten und 82 % hatten irgendeine Form von Einschränkung eingeführt.

„Die schädlichen Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sind heute mehr als offensichtlich, sie sind wissenschaftlich belegt.“

Fernando Alexandre, Minister für Bildung

Zur Unterstützung des Übergangs bereitet die Regierung eine Reform der Schulaußenbereiche vor und hat die Einstellung von 1.406 spezialisierten Fachkräften verstärkt, von denen etwa die Hälfte Psychologen sind.

Auswirkungen des Smartphone-Verbots auf Schulen%
Keine Handys – Sozialisation
36 %
Teilweise Einschränkungen – Sozialisation
16 %
Keine Handys – Disziplin
13 %
Teilweise Einschränkungen – Disziplin
9 %

Daten aus dem Artikeltext

Reform der Lehrereinstellung

Ein neues Modell zur Einstellung und Platzierung von Lehrern wurde verabschiedet, das ein kontinuierliches Auswahlverfahren einführt, das darauf abzielt, Lehrer schneller und effizienter zu platzieren. Ab dem Schuljahr 2027/2028 werden zwei spezifische Verfahren durchgeführt: ein internes und ein externes zur Deckung des dauerhaften Bedarfs im System, sowie ein kontinuierliches, das eine tägliche Platzierung von Lehrern ermöglicht. Das Modell ist Teil der laufenden Überarbeitung des Lehrerberufsstatuts, das seit letztem Jahr mit den Gewerkschaften verhandelt wird.

„Es wird die langen Zeiträume beenden, in denen Schüler ohne Lehrer sind, wenn ein Lehrer in den Ruhestand geht oder krankheitsbedingt ausfällt.“

Fernando Alexandre, Minister für Bildung

Beginn der Oberstufe verschoben

Der Unterricht in der Oberstufe beginnt am 21. September 2026, eine Woche später als ursprünglich geplant. Fernando Alexandre brachte die Verschiebung mit der Überlastung der Lehrer in Verbindung, die landesweite Prüfungen korrigieren. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Innovation prüft noch, ob auch der Beginn des 3. Zyklus geändert wird. Über 20.000 Anträge auf Prüfungsüberprüfung wurden eingereicht, dreimal so viele wie im Vorjahr, was Befürchtungen über Verzögerungen bei der Veröffentlichung der Ergebnisse weckt.

Weitere verabschiedete Maßnahmen

Die Regierung hat die Mittel für die Sonderpädagogik und Verträge mit Privatschulen aktualisiert. Private Einrichtungen der Sonderpädagogik erhalten für das Schuljahr 2026/2027 13,8 Millionen Euro, eine Steigerung von 10 % nach einer Erhöhung um 40 % im Vorjahr. Die Assoziationsverträge, die Privatschulen abdecken, wo das öffentliche Netz nicht ausreicht, wurden um 2,1 % angepasst, wobei der Wert auf 90.000 Euro pro Klasse und Jahr festgelegt wurde, mit sieben zusätzlichen Klassen. Die Gesamtfinanzierung für diese Verträge beläuft sich auf 50,5 Millionen Euro über drei Jahre (2026/2027 bis 2028/2029), ein Anstieg von 4,3 % gegenüber den 48,4 Millionen, die 2025 bewilligt wurden.

Eine Vereinfachung der Anerkennung von Lehrbefähigungen wurde ebenfalls verabschiedet: Ein Abschluss in einem bestimmten wissenschaftlichen Bereich berechtigt nun zum Unterrichten dieses Fachs. Beispielsweise kann ein Absolvent der Volkswirtschaftslehre Wirtschaft lehren, und ein Psychologie-Absolvent kann Psychologie unterrichten, was zuvor nicht erlaubt war. Die Regierung verabschiedete außerdem eine Überarbeitung des rechtlichen Rahmens für inklusive Bildung, die Konzepte klärt und ein nationales System zur Unterstützung der Inklusion sowie die Rolle eines Inklusionsunterstützungsmanagers schafft. Das inklusive Bildungssystem umfasst derzeit etwa 100.000 Schüler in Portugal.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen