Anstoß und Ausgangslage
FC Porto empfängt PSV Eindhoven am 20. Oktober um 20:00 Uhr im Estádio do Dragão, am dritten Spieltag der Ligaphase der Champions League; Sport TV5 überträgt die Partie. Beide Mannschaften suchen noch den ersten Sieg in diesem Wettbewerb. Porto hat nach Niederlagen gegen Manchester City (0:2) und Betis (3:2) null Punkte, und drei Punkte würden die Hoffnung auf einen Platz unter den ersten acht am Leben halten, der die direkte Qualifikation sichern würde. PSV-Trainer Peter Bosz erwartet eine offensiv ausgerichtete Portomannschaft und sagte, er glaube, dass sein Team im Dragão seinen eigenen Stil durchsetzen könne. Auf die Frage nach der längeren Ruhepause Portos spielte Bosz den Unterschied herunter und nannte ihn eine Tatsache, die zum Spiel gehöre.
PSVs Aufstellung und Taktik
Bosz sagte, PSV müsse seinen Ansatz jedem Gegner anpassen und die Räume finden, in denen es Probleme bereiten könne. Zudem verwies er auf die Notwendigkeit größerer Konstanz und erinnerte an das Spiel gegen Leipzig, in dem PSV dominiert, aber die Initiative verloren habe, als es den Druck nicht mehr aufrechterhalten konnte. Zu Van Bommel sagte Bosz, der Spieler habe am Vortag trainiert, sei aber körperlich noch nicht fit genug, und ein Einsatz wäre ein Risiko. Linksverteidiger Kostic erwartet ein Spiel mit hoher Intensität, in dem kleine Details über den Sieger entscheiden könnten, und sagt, PSV brauche Mut und Intelligenz. Kostic brachte es auf den Punkt:
„Es wird für uns hart werden – und für sie auch.“
Farioli und die Ajax-Jahre
Francesco Farioli, Portos Trainer, führte zuvor Ajax, wo die Mannschaft 2024/25 fünf Spieltage vor Schluss neun Punkte vor PSV lag, ehe PSV den Titel holte. Farioli gewann in jener Saison beide Ligaduelle gegen Bosz, darunter ein 2:0 am 30. März 2025 am 27. Spieltag der Eredivisie. Bosz lobte seinen Kollegen vor dem Spiel und sagte, Farioli habe sich Respekt verdient:
„Er war Meister, hat viele Siege und verdient Lob, aber ich weiß nicht, ob er die Plätze tauschen möchte, und ich bin glücklich bei PSV.“
Farioli gewann in der vergangenen Saison mit Porto den portugiesischen Titel. Bei seiner eigenen Pressekonferenz warnte er, dass seine Mannschaft vor einer harten Prüfung stehe:
„Wir wissen, dass wir einen Berg besteigen müssen, denn wir treffen auf eine Mannschaft, die dreimal Meister in den Niederlanden geworden ist.“
Personal und jüngste Bilanz
Verteidiger Bednarek steht Farioli wieder zur Verfügung – ein Punkt, den der Trainer als wichtig bezeichnete –, nachdem er zwei Spiele seiner Sperre nach einer Roten Karte gegen Nottingham Forest in der Saison 2025/26 abgesessen hat. Porto hat in sechs Spielen in Folge ein Gegentor kassiert, und Farioli räumte ein, dass sein Team in den vergangenen Partien mehr gelitten habe als üblich. Porto hat sieben seiner acht Heimspiele gegen niederländische Mannschaften gewonnen. Farioli merkte zudem an, dass PSV in jeder der letzten drei Ligasaisons mehr als 100 Tore erzielt und den Titel 2025/26 mit 20 Punkten Vorsprung gewonnen habe. Portos direkte Bilanz ist dünn: Das Hinspiel der zweiten Runde 1988/89 wurde in Eindhoven 0:5 verloren, und in der Gruppenphase 1992/93 holte man vier Punkte gegen PSV, ohne weiterzukommen.
Luuk de Jongs Besuch
Der frühere Stürmer Luuk de Jong, der sowohl das Trikot von FC Porto als auch das von PSV trug, reiste am Montag, 19. Oktober, mit der PSV-Mannschaft nach Portugal. Er ist eine Überraschung im Reisekader. Am Abend des 20. Oktober wird er ein besonderer Zuschauer im Estádio do Dragão sein. PSV hielt den Moment fest, und FC Porto schloss sich an und teilte ihn in den sozialen Medien als Geste des Fairplay.