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Kurz gefasst
PompeiAR, im Besitz von Frank Hoefer, zahlt die gesamten 1,4 Millionen Euro für die Restaurierung des Hauses des Marcus Fabius Rufus.
Die Parkverwaltung rechnet damit, dass ein Teil der Residenz bis Weihnachten 2026 für geführte Gruppen geöffnet wird, nachdem das Haus 1980 für die Öffentlichkeit geschlossen wurde.
Nach der statischen Sicherung und der Ausgrabung zwischen 2021 und 2023 konzentrieren sich die Arbeiten jetzt auf die Fresken, darunter die Venus von Pompeji.
Gabriel Zuchtriegel sagte, auch 50 solcher Sponsoren würden es dem Park nicht erlauben, sein Eintrittsgeld zugunsten eines Preises von einem Euro aufzugeben.
- 2023Gabriel Zuchtriegel veröffentlicht „Pompeji: Die verzauberte Stadt“
- 20.10.Die Verantwortlichen geben die von PompeiAR finanzierte Restaurierung bekannt
- Bis Weihnachten 2026Ein Teil des Hauses soll für geführte Gruppen geöffnet werden
Ein privater Geldgeber bezahlt die Arbeiten
Am Dienstag, 20. Oktober, teilten die Verantwortlichen mit, dass die Restaurierung des Hauses des Marcus Fabius Rufus begonnen hat, das als prächtigste Residenz der archäologischen Stätte Pompeji gilt. Die vollen Kosten von 1,4 Millionen Euro trägt PompeiAR, eine Firma des deutschen Unternehmers Frank Hoefer. Adnkronos nannte die Summe von 1.462.000 Euro, die übrigen Berichte sprachen von 1,4 Millionen. Den Sponsoringvertrag unterzeichneten Gabriel Zuchtriegel, der als rechtlicher Vertreter des Parks handelt, und Hoefer als Eigentümer der sponsernden Firma.
Hoefer sah Pompeji erstmals 1974 im Alter von 16 Jahren. Jahrzehnte später las er Zuchtriegels 2023 erschienenes Buch „Pompeji: Die verzauberte Stadt“ und nahm anschließend Kontakt zum Park auf. In einer Mitteilung nannte er das Projekt spannend. Er hat zudem gesagt, der Park brauche mehr Unterstützer, und er wolle helfen, solche zu finden.
„Ich habe auch den Eindruck, dass Pompeji sehr offen für innovative Ansätze bei Erhaltung und öffentlichem Zugang ist.“
Was die Restaurierung umfasst
Die aktuellen Arbeiten konzentrieren sich auf die Fresken, darunter die berühmte Venus von Pompeji, die sich in einer rituellen Kapelle innerhalb der Residenz befindet. Statische Sicherung und Ausgrabung fanden zwischen 2021 und 2023 statt, bevor die Fresken in den Mittelpunkt rückten. Das Haus steht auf der alten Stadtmauer und hat große Fenster zum Golf hin, mit Holzrahmen und aller Wahrscheinlichkeit nach Glasscheiben. Seine vier Stockwerke sind durch ein Labyrinth aus Korridoren, Treppen und Gängen verbunden, die sowohl Empfangsräume als auch Wirtschaftsbereiche erschlossen. Der Eigentümer war vermutlich ein Magistrat oder ein Freigelassener des kaiserlichen Haushalts. In dem Komplex und in benachbarten Häusern – darunter das Haus des Castricius und das Haus des Goldenen Armreifs – wurden Überreste mehrerer Opfer des Ausbruchs des Vesuv im Jahr 79 n. Chr. gefunden.
Öffnungspläne und die Frage des Eintrittsgelds
Die Parkverwaltung rechnet damit, dass ein Teil des Hauses bis Weihnachten für geführte Gruppen geöffnet wird. Zuchtriegel sagte, der Park wolle Sponsoring dieser Art ausweiten. In einer Videobotschaft sagte er, selbst 50 solcher Sponsoren würden den Park nicht dazu bringen, auf sein Eintrittsgeld zugunsten eines symbolischen Preises von einem Euro zu verzichten, doch sei dies ein Ziel, auf das die Stätte hinarbeiten müsse. Zudem wird daran gearbeitet, den Komplex besser begehbar zu machen, und es werden digitale Technologien entwickelt, die Besuchern helfen sollen, den Grundriss zu erfassen. Zuchtriegel beschrieb auch, wie es sich anfühlt, durch das Haus zu gehen.
„Manchmal fühlt man sich wie in einem Palast des 19. Jahrhunderts in Neapel, und doch ist dies ein römisches Haus von vor 2.000 Jahren.“