
Polnischer Saisonarbeiter bricht bei Zucchini-Ernte in belgischer Hitzewelle zusammen und stirbt
Ein 50-jähriger polnischer Saisonarbeiter ist am Freitag auf einem Bauernhof in Zonnebeke, Westflandern, beim Ernten von Zucchini zusammengebrochen und gestorben. Die Arbeitsaufsichtsbehörde hat die Feldarbeit ausgesetzt und eine Untersuchung eingeleitet, ob extreme Hitze die Todesursache war.
Ein 50-jähriger polnischer Saisonarbeiter starb am Freitagnachmittag bei der Zucchini-Ernte auf einem Bauernhof in Zonnebeke, Westflandern, Belgien. Der Mann brach bei großer Hitze zusammen und wurde trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche durch den Rettungsdienst noch am Unfallort für tot erklärt. Die belgischen Behörden leiteten umgehend eine Untersuchung ein und stellten die Feldarbeit an dem Standort ein.
Was geschah
Am 26. Juni fühlte sich der Arbeiter, der als Saisonarbeiter auf einem Bauernhof an der Langemarkstraat beschäftigt war, plötzlich unwohl und verlor bei der Arbeit im Freien das Bewusstsein. Die Temperaturen waren an diesem Tag außergewöhnlich hoch, Teil einer Hitzewelle, die über Belgien und weite Teile Europas hinwegfegte. Kollegen riefen den Rettungsdienst; Sanitäter trafen schnell ein und führten eine langwierige Wiederbelebung durch, doch der Mann konnte nicht wiederbelebt werden. Der Tod wurde der Arbeitsstaatsanwaltschaft in Gent gemeldet, da er sich während der Ausübung seiner Pflichten ereignete.
Untersuchung und Autopsie
Ein Gerichtsmediziner wurde mit dem Fall betraut und eine Autopsie angeordnet, um die unmittelbare Todesursache zu ermitteln. Die Ermittler prüfen, ob die extreme Hitze zu einem Hitzschlag, schwerer Dehydrierung oder einem plötzlichen Herzstillstand geführt hat. Bislang gibt es keine offizielle Feststellung, und die Arbeitsaufsichtsbehörde hat keine Einzelheiten zur Identität des Mannes bekannt gegeben. Als Vorsichtsmaßnahme wurden weitere Erntearbeiten auf dem Feld bis zum Vorliegen der Untersuchungsergebnisse ausgesetzt.
- Arbeiter bricht bei der Zucchini-Ernte auf einem Bauernhof in Zonnebeke zusammen.
- Rettungskräfte versuchen eine verlängerte Wiederbelebung; Arbeiter wird noch am Unfallort für tot erklärt.
- Arbeitsstaatsanwaltschaft in Gent wird über den Arbeitsunfall informiert.
- Gerichtsmediziner bestellt; Autopsie angeordnet.
- Arbeitsaufsichtsbehörde setzt aufgrund von Hitze und Ermittlungen sämtliche weiteren Feldarbeiten an dem Standort aus.
Arbeitssicherheit bei Hitzewelle
Belgien steht, wie mehrere europäische Länder, unter strengen Hitzewarnungen. Körperliche Arbeit unter solchen Bedingungen birgt gut dokumentierte Risiken, darunter Hitzeschäden und kardiovaskuläre Belastungen. Die Entscheidung der Arbeitsaufsichtsbehörde, die Arbeit einzustellen, unterstreicht die Schwere der Lage. Der Fall hat die Aufmerksamkeit polnischer Medien auf sich gezogen, die auf die möglichen Auswirkungen für Saisonmigranten hinweisen, die während der Erntezeit oft unter erschwerten Bedingungen arbeiten.
Europas extreme Hitze
Der Vorfall ereignet sich mitten in einer schweren Hitzewelle, die Belgien und große Teile Europas betrifft. Die Behörden haben Hitzewarnungen herausgegeben, und Außenarbeiter gelten als besonders gefährdet. Die polnische Berichterstattung stellt den Tod als warnendes Beispiel für die Gefahren dar, die ungemilderte Hitze für Saisonarbeiter mit sich bringt.
Offizielles Schweigen
Die belgische Arbeitsstaatsanwaltschaft und die Aufsichtsbehörde lehnten weitere Stellungnahmen ab und erklärten, sie warteten auf den forensischen Bericht. Die belgische Nachrichtenagentur Het Laatste Nieuws (HLN) berichtete zuerst über den Vorfall und wird die Entwicklungen verfolgen, sobald die Autopsieergebnisse vorliegen.


